Die Fantastischen Vier

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Biografie

Fünfundzwanzig Jahre „Die Fantastischen Vier“! Silberhochzeit!
von Nilz Bokelberg

Das klingt unglaublich. Begleiten uns Thomas D, Michi Beck, Smudo und And.Y nun wirklich schon so lange? Und haben wir wirklich schon so viel mit ihnen erlebt, durchgemacht und durch sie erfahren? Bei Bandjubiläen bedanken sich die Bands eigentlich bei ihren Zuhörern. Es wird höchste Zeit diesen Dank einmal zurückzugeben.

An die Band, die sich eines Sommerabends vor einem Vierteljahrhundert eine Bühne aus ollen Europaletten zusammenschraubte und dann in einem alten, leerstehenden Kindergarten in Stuttgart ... Lesen Sie mehr

Fünfundzwanzig Jahre „Die Fantastischen Vier“! Silberhochzeit!
von Nilz Bokelberg

Das klingt unglaublich. Begleiten uns Thomas D, Michi Beck, Smudo und And.Y nun wirklich schon so lange? Und haben wir wirklich schon so viel mit ihnen erlebt, durchgemacht und durch sie erfahren? Bei Bandjubiläen bedanken sich die Bands eigentlich bei ihren Zuhörern. Es wird höchste Zeit diesen Dank einmal zurückzugeben.

An die Band, die sich eines Sommerabends vor einem Vierteljahrhundert eine Bühne aus ollen Europaletten zusammenschraubte und dann in einem alten, leerstehenden Kindergarten in Stuttgart auftrat, zum ersten Mal auf deutsch rappte und damit den Grundstein legte für eine Karriere, wie sie die Gruppe und die vierzig anwesenden Gäste zu diesem Zeitpunkt wohl kaum erahnen konnten.

Eine Band, die als erste deutschsprachige Rapband einen Major-Deal an Land zog und mit dem „Jetzt geht’s ab“ betitelten Debüt ziemlich genau voraussagte, was nach dieser Platte passieren würde: Sie haben den Weg geebnet für HipHop-Deutschland, haben die Türen aufgestoßen für all die Rapmovements von Hamburg bis München. Ab „jetzt“ ging es wirklich ab.

Dank gilt für die Pionierleistung, nicht nur als Erste mit einer richtigen deutschen Rapsingle (und dem dazugehörigen Album „Vier gewinnt“) gechartet zu sein und auf eben jenem Album auch den Manager Andreas „Bär“ Läsker mit einer eigenen Strophe in „Dicker Pulli“ bedacht und somit (bis heute ungebrochen) zum heimlichen, fünften Bandmitglied gemacht zu haben, sondern auch und vor allem dafür, bereitwillig die Prügel für den ersten Werbedeal eingesteckt zu haben, als „Die da?!“ an einen Orangensafthersteller ging.

Heben wir unsere Gläser für eine Gruppe, die sich immer wieder neu erfand und nie das Risiko gescheut hat, die Menschen und Zuhörer damit vielleicht auch mal zu fordern, eventuell sogar zu überfordern. Nach einem riesigen Charterfolg eine Platte zu machen, die nach einem kurzen Opener mit einem Instrumental beginnt und ansonsten hauptsächlich von Drogen- („Tag am Meer“) und Ego-Trips („Schizophren“) handelt, so etwas können und konnten nur die Fantastischen Vier. „Die vierte Dimension“ mag nicht das erfolgreichste Album in der Bandgeschichte gewesen sein, aber es befreite die Gruppe von allen Erwartungen. Ab dieser Platte war klar: Bei den Fanta Vier ist jederzeit mit allem zu rechnen.

Rap hierzulande blühte auf, entwickelte mehr Facetten. In Frankfurt entstand der erste deutsche Gangsterrap-Mainstreamact mit dem Rödelheim Hartreim Projekt und sorgte gleich für Schlagzeilen, denn: Sie haben die Fantastischen Vier gedisst. Die dunkle Seite des Rap war hierzulande auf der großen Bühne angekommen. Und die Vier aus Stuttgart taten, was man in solch einer Situation eben tun muss: Sie nahmen mit einer Metalband eine Crossoverplatte auf: „Megavier“ zusammen mit den Megalomaniax (ironischerweise aus, genau, Frankfurt!). Hier wurden bekannte Lieder der Fantastischen Vier auf Krawall gebürstet und genauso dreckig und asi, wie sich auf dem Cover der Platte ein Typ demonstrativ an den Sack packt, war auch die dazugehörige Clubtour durch die Republik. Keine Kompromisse.

Die Leute haben von den Fantastischen Vier nun alles erwartet und was bekamen sie als Nächstes? Ein Rapalbum! Wie geil war das denn bitte? „Lauschgift“ war verführerischer Stoff, der so süchtig machte, weil jeder sofort auf seine Kosten kam. Diese Platte war die Essenz der Band. Die Fantastischen Vier in ihrer reinsten Form. Der Diss des RHP wurde herrlich ironisch gekontert (im Song „Was geht?“) und ihm damit jeglicher Wind aus den Segeln genommen. Und Michi Becks Singleauskopplung war der erste Nummer Eins-Hit der Band, endlich. Dabei absolut verdient, „Sie ist weg“ ist bis heute so ziemlich das beste selbstreflektierte, deutschsprachige Lied übers Schluss machen (zumindest aus Jungensicht). Period. So exakt hat die ganze Problematik und das ganze jämmerliche Elend des Selbstmitleids davor und danach nie wieder jemand im Pop auf den Punkt gebracht. Aber das war nicht der einzige Meilenstein auf diesem Album, für den der Band unser ewiger Dank gebührt: „Populär“ ist eine Hymne von Popstars für Popstars und „Der Krieger“ bewegt regelmäßig Tausende von Menschen und ist in seiner Livedarbietung absolut unübertroffen. Das Lied ist ein Evangelium.

An der Zeit nach dem Lauschgift wäre jede xbeliebige Band vermutlich zerbrochen. Es erschien noch eine Live und Remix-Platte namens „Live und Direkt“, mit dem so ziemlich durchgedrehtesten Remix, der wohl jemals von einem deutschsprachigen Song gemacht wurde (Aphex Twins Version von „Krieger“). Soloprojekte warfen ihre Arme aus und fingen einzelne Bandmitglieder ein. Thomas machte sein erstes Soloalbum und nahm uns gleich mit auf die Reise, inklusive „Rückenwind“. Ein Jahr später stellte uns Michi Beck alias Hausmarke seine Vorstellung von Rap und Clubbouncern mit seinem Album „Weltweit“ vor. Während And.Ypsilon sich die Finger wund produzierte und Smudo in „Wing Commander“ mitspielte. Es war alles erreicht. Man hatte niemand mehr etwas zu beweisen. Jeder konnte jetzt für sich machen, worauf er am meisten Bock hatte. So hätte man sich verabschieden können. Hätte. Aber wir reden hier nicht über eine Gruppe Rentner, wir sprechen hier von vier Künstlern, die perfekt aufeinander eingespielt und abgestimmt sind. Vier Freunde, die sich bei Soloprojekten sowieso immer gegenseitig featuren würden. Und so kam man nach ein paar Jahren wieder im Studio zusammen und tat, was man tun musste: Deutschrap wieder eine neue Facette schenken.

Danke für den Beweis, dass man Dinge nicht mal aussprechen muss, um sie zu erzählen, nicht mal im Rap. Die erste Single aus dem damals neuen Album sprach davon Bände, denn der Text von „MfG“ bestand nur aus Abkürzungen und wurde von der FAZ als „vielleicht hellsichtigster Song der Jahrtausendwende“ geadelt. So viel perfekt kanalisierte Kreativität ließ die Lunte sofort wieder brennen: Das Album, „4:99“, ging auf Platz Eins. Trotz oder vielleicht auch wegen dem Irrsinn, nach der Abkürzungsorgie einfach mal drei Singles gleichzeitig zu veröffentlichen (und so einen, eher sportlich gemeinten, bandinternen Wettkampf zu eröffnen...).

Es folgte ein legendäres MTV Unplugged Konzert in einer beeindruckenden Höhle im Sauerland und nach ein paar Jahren mit weiteren Soloausflügen der einzelnen Bandmitglieder ein neues Studioalbum, schlicht betitelt mit „Viel“. Viel war passiert, viel würde noch kommen, aber vor allem: Viel Input bot diese neue Platte. Dabei folgt gleich zu Beginn die Ansage im ersten Song. Da tönt es aus der Hook: „Bring it back – the old Stuttgart Rap!“ Die Väter des Rap sind zurück und wollen den Thron nicht zurück erobern, sondern nehmen ihn sich einfach. Weil er ihnen zusteht. Und nachdem das geklärt ist, kann man sich zurücklehnen und sich bereitwillig solchen Popperlen wie „Geboren“ hingeben oder von einem „Troy“ um den Finger wickeln lassen. Ja, wir wollen euch auch immer treu bleiben! Danke!

Danke dafür, dass ihr auch ein paar Jahre später unsere Treue nicht enttäuscht habt. Als „Fornika“ auf dieser Erde landete, schickte es erstmal einen Boten vor: „Ernten was wir säen“ Der Song, dessen ständige Wortdopplungen fast nie Dopplungen sind, war anschmiegsam und fordernd zugleich. Ein Spagat, den so nur die Fantastischen Vier hinbekamen. Man kann den Fantas nur gratulieren zu ihrer Einstellung, Experimenten nicht ablehnend gegenüber zu stehen, auch nach so vielen Jahren nicht und auch, wenn sie oft genug nicht funktionieren mögen.

Manchmal tun sie es vor allem doch: So kam es auf „Fornika“ zu einem Camo-Feature, auf das wohl halb Pop-Deutschland seit Millionen von Jahren gewartet hat: Herbert Grönemeyer sang den Refrain zu „Einfach sein“. Eine Hook, die täglich tausende Menschen vor sich hersummen, wenn sie das Lied nur einmal kurz gehört haben. Oh süße Ohrwurm-Klaviatur – die Fantas wissen sie perfekt zu spielen.

Nach einem riesengroßen Jubiläumskonzert in der Heimat, auf dem Cannstatter Wasen, normalerweise einem Festplatz, vor 60.000 Zuschauern, unter anderem begleitet vom über 60köpfigen Orchester des staatlichen Bolschoi-Theaters aus Minsk und einem dazu gehörigen Livealbum, sinnigerweise „Heimspiel“ betitelt, wurde es Zeit für ein neues Studioalbum.

„Für dich immer noch Fanta Sie“, lautete die Aufforderung zum siezen und Studioalbum Nummer Acht. Die Luft brizzelte komisch, sie brannte. Aber es war kein jugendlicher Hunger, der sie zum brennen brachte. Es war das Wissen um die Qualität, die man abliefern würde, die Sicherheit der letzten Jahrzehnte Musikbusiness, die hier als Trumpf ausgespielt wurde. „Gebt uns ruhig die Schuld“, Gutmensch-Kritik getarnt als Fantas im Büßerhemd. „Fantalismus“ nennt das die Band: Humorvolle Texte zu traurigen Themen. Das Album kletterte rasch auf Platz Eins der Charts (wie der Vorgänger übrigens auch schon). Mit dieser Platte vollendeten die Fantastischen Vier den Wandel zur kompletten Liveband. Wenn jetzt gesampled wurde, dann eigentlich nur noch bei sich selbst. Musikalisch ist die Band in einer verführerisch schimmernden Twilight Zone zwischen Pop und Soul und Funk gelandet, aber kein geklauter, sondern selbst definierter Funk. Und ein Lied wie „Danke“ channelt mal eben die Fugees im Vorübergehen. Mindestens. Die Fantastischen Vier sind angekommen. Das hier ist Musik für Liebhaber geworden. Musik, zu der man genauso gut bouncen, wie Rotwein trinken kann. Eine Art Schweizer Taschenmesser des Pop.

Und da könnte, nach einem weiteren Unplugged Konzert (übrigens in der selben Höhle wie das Erste), die Geschichte langsam ausfaden. Könnte. Und würde sie wohl auch. Bei jeder anderen Band.

Die Fantastischen Vier trauen keinem Status Quo. Wenn sie alles erreicht haben, dann haben sie einfach nicht genug gesucht. Nach fünfundzwanzig Jahren haben Thomas D, Smudo, Michi Beck und And.Ypsilon vielleicht viel gesehen und erlebt, aber eines noch lange nicht: Die Schnauze voll. Die Fantastischen Vier sind nicht angetreten um aufzuhören. Die Freundschaft dieser vier verschiedenen Typen, die Symbiose zwischen den Charakteren, die Einheit, die diese vier Schwaben bilden, ist eine Kreativitätswalze, die, was immer man auch versucht, einfach nicht gestoppt werden kann. Die Assoziationen-Bombe, die gezündet wird, wenn sich die Männer im gleichen Raum befinden, explodiert jedes Mal aufs Neue und die Asche, die dann auf uns runterschneit, in Form eines neuen Albums, ist nur die Spitze des Eisbergs. Die neue, neunte Platte aus dem Kreativitätskosmos der Vier heißt „Rekord“: Davon wird sie sicher wieder viele brechen. Aber niemals genug um die Band verstummen zu lassen. Die Jubiläumssingle „25“ beweist wieder aufs Beste, warum mit den Fantastischen Vier auch im Jahr 2014 nach wie vor zu rechnen ist. Der elektronische Beat pumpt aus den Boxen und füllt schon die Tanzflächen vor dem geistigen Auge. Wer dazu still sitzen kann, hat noch nie getanzt. Im Text erklären sie außerdem noch, was sie ihrer Meinung nach zum Jubiläum sind: Irgendwas zwischen Rap-Zombies und Legenden. Und schließen mit den Worten:
„Schon so lang da, scheiß auf Champagner.“

Für diese 25 Jahre kann man doch einfach mal sagen: Prost! Auf die nächsten 25!

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Fünfundzwanzig Jahre „Die Fantastischen Vier“! Silberhochzeit!
von Nilz Bokelberg

Das klingt unglaublich. Begleiten uns Thomas D, Michi Beck, Smudo und And.Y nun wirklich schon so lange? Und haben wir wirklich schon so viel mit ihnen erlebt, durchgemacht und durch sie erfahren? Bei Bandjubiläen bedanken sich die Bands eigentlich bei ihren Zuhörern. Es wird höchste Zeit diesen Dank einmal zurückzugeben.

An die Band, die sich eines Sommerabends vor einem Vierteljahrhundert eine Bühne aus ollen Europaletten zusammenschraubte und dann in einem alten, leerstehenden Kindergarten in Stuttgart auftrat, zum ersten Mal auf deutsch rappte und damit den Grundstein legte für eine Karriere, wie sie die Gruppe und die vierzig anwesenden Gäste zu diesem Zeitpunkt wohl kaum erahnen konnten.

Eine Band, die als erste deutschsprachige Rapband einen Major-Deal an Land zog und mit dem „Jetzt geht’s ab“ betitelten Debüt ziemlich genau voraussagte, was nach dieser Platte passieren würde: Sie haben den Weg geebnet für HipHop-Deutschland, haben die Türen aufgestoßen für all die Rapmovements von Hamburg bis München. Ab „jetzt“ ging es wirklich ab.

Dank gilt für die Pionierleistung, nicht nur als Erste mit einer richtigen deutschen Rapsingle (und dem dazugehörigen Album „Vier gewinnt“) gechartet zu sein und auf eben jenem Album auch den Manager Andreas „Bär“ Läsker mit einer eigenen Strophe in „Dicker Pulli“ bedacht und somit (bis heute ungebrochen) zum heimlichen, fünften Bandmitglied gemacht zu haben, sondern auch und vor allem dafür, bereitwillig die Prügel für den ersten Werbedeal eingesteckt zu haben, als „Die da?!“ an einen Orangensafthersteller ging.

Heben wir unsere Gläser für eine Gruppe, die sich immer wieder neu erfand und nie das Risiko gescheut hat, die Menschen und Zuhörer damit vielleicht auch mal zu fordern, eventuell sogar zu überfordern. Nach einem riesigen Charterfolg eine Platte zu machen, die nach einem kurzen Opener mit einem Instrumental beginnt und ansonsten hauptsächlich von Drogen- („Tag am Meer“) und Ego-Trips („Schizophren“) handelt, so etwas können und konnten nur die Fantastischen Vier. „Die vierte Dimension“ mag nicht das erfolgreichste Album in der Bandgeschichte gewesen sein, aber es befreite die Gruppe von allen Erwartungen. Ab dieser Platte war klar: Bei den Fanta Vier ist jederzeit mit allem zu rechnen.

Rap hierzulande blühte auf, entwickelte mehr Facetten. In Frankfurt entstand der erste deutsche Gangsterrap-Mainstreamact mit dem Rödelheim Hartreim Projekt und sorgte gleich für Schlagzeilen, denn: Sie haben die Fantastischen Vier gedisst. Die dunkle Seite des Rap war hierzulande auf der großen Bühne angekommen. Und die Vier aus Stuttgart taten, was man in solch einer Situation eben tun muss: Sie nahmen mit einer Metalband eine Crossoverplatte auf: „Megavier“ zusammen mit den Megalomaniax (ironischerweise aus, genau, Frankfurt!). Hier wurden bekannte Lieder der Fantastischen Vier auf Krawall gebürstet und genauso dreckig und asi, wie sich auf dem Cover der Platte ein Typ demonstrativ an den Sack packt, war auch die dazugehörige Clubtour durch die Republik. Keine Kompromisse.

Die Leute haben von den Fantastischen Vier nun alles erwartet und was bekamen sie als Nächstes? Ein Rapalbum! Wie geil war das denn bitte? „Lauschgift“ war verführerischer Stoff, der so süchtig machte, weil jeder sofort auf seine Kosten kam. Diese Platte war die Essenz der Band. Die Fantastischen Vier in ihrer reinsten Form. Der Diss des RHP wurde herrlich ironisch gekontert (im Song „Was geht?“) und ihm damit jeglicher Wind aus den Segeln genommen. Und Michi Becks Singleauskopplung war der erste Nummer Eins-Hit der Band, endlich. Dabei absolut verdient, „Sie ist weg“ ist bis heute so ziemlich das beste selbstreflektierte, deutschsprachige Lied übers Schluss machen (zumindest aus Jungensicht). Period. So exakt hat die ganze Problematik und das ganze jämmerliche Elend des Selbstmitleids davor und danach nie wieder jemand im Pop auf den Punkt gebracht. Aber das war nicht der einzige Meilenstein auf diesem Album, für den der Band unser ewiger Dank gebührt: „Populär“ ist eine Hymne von Popstars für Popstars und „Der Krieger“ bewegt regelmäßig Tausende von Menschen und ist in seiner Livedarbietung absolut unübertroffen. Das Lied ist ein Evangelium.

An der Zeit nach dem Lauschgift wäre jede xbeliebige Band vermutlich zerbrochen. Es erschien noch eine Live und Remix-Platte namens „Live und Direkt“, mit dem so ziemlich durchgedrehtesten Remix, der wohl jemals von einem deutschsprachigen Song gemacht wurde (Aphex Twins Version von „Krieger“). Soloprojekte warfen ihre Arme aus und fingen einzelne Bandmitglieder ein. Thomas machte sein erstes Soloalbum und nahm uns gleich mit auf die Reise, inklusive „Rückenwind“. Ein Jahr später stellte uns Michi Beck alias Hausmarke seine Vorstellung von Rap und Clubbouncern mit seinem Album „Weltweit“ vor. Während And.Ypsilon sich die Finger wund produzierte und Smudo in „Wing Commander“ mitspielte. Es war alles erreicht. Man hatte niemand mehr etwas zu beweisen. Jeder konnte jetzt für sich machen, worauf er am meisten Bock hatte. So hätte man sich verabschieden können. Hätte. Aber wir reden hier nicht über eine Gruppe Rentner, wir sprechen hier von vier Künstlern, die perfekt aufeinander eingespielt und abgestimmt sind. Vier Freunde, die sich bei Soloprojekten sowieso immer gegenseitig featuren würden. Und so kam man nach ein paar Jahren wieder im Studio zusammen und tat, was man tun musste: Deutschrap wieder eine neue Facette schenken.

Danke für den Beweis, dass man Dinge nicht mal aussprechen muss, um sie zu erzählen, nicht mal im Rap. Die erste Single aus dem damals neuen Album sprach davon Bände, denn der Text von „MfG“ bestand nur aus Abkürzungen und wurde von der FAZ als „vielleicht hellsichtigster Song der Jahrtausendwende“ geadelt. So viel perfekt kanalisierte Kreativität ließ die Lunte sofort wieder brennen: Das Album, „4:99“, ging auf Platz Eins. Trotz oder vielleicht auch wegen dem Irrsinn, nach der Abkürzungsorgie einfach mal drei Singles gleichzeitig zu veröffentlichen (und so einen, eher sportlich gemeinten, bandinternen Wettkampf zu eröffnen...).

Es folgte ein legendäres MTV Unplugged Konzert in einer beeindruckenden Höhle im Sauerland und nach ein paar Jahren mit weiteren Soloausflügen der einzelnen Bandmitglieder ein neues Studioalbum, schlicht betitelt mit „Viel“. Viel war passiert, viel würde noch kommen, aber vor allem: Viel Input bot diese neue Platte. Dabei folgt gleich zu Beginn die Ansage im ersten Song. Da tönt es aus der Hook: „Bring it back – the old Stuttgart Rap!“ Die Väter des Rap sind zurück und wollen den Thron nicht zurück erobern, sondern nehmen ihn sich einfach. Weil er ihnen zusteht. Und nachdem das geklärt ist, kann man sich zurücklehnen und sich bereitwillig solchen Popperlen wie „Geboren“ hingeben oder von einem „Troy“ um den Finger wickeln lassen. Ja, wir wollen euch auch immer treu bleiben! Danke!

Danke dafür, dass ihr auch ein paar Jahre später unsere Treue nicht enttäuscht habt. Als „Fornika“ auf dieser Erde landete, schickte es erstmal einen Boten vor: „Ernten was wir säen“ Der Song, dessen ständige Wortdopplungen fast nie Dopplungen sind, war anschmiegsam und fordernd zugleich. Ein Spagat, den so nur die Fantastischen Vier hinbekamen. Man kann den Fantas nur gratulieren zu ihrer Einstellung, Experimenten nicht ablehnend gegenüber zu stehen, auch nach so vielen Jahren nicht und auch, wenn sie oft genug nicht funktionieren mögen.

Manchmal tun sie es vor allem doch: So kam es auf „Fornika“ zu einem Camo-Feature, auf das wohl halb Pop-Deutschland seit Millionen von Jahren gewartet hat: Herbert Grönemeyer sang den Refrain zu „Einfach sein“. Eine Hook, die täglich tausende Menschen vor sich hersummen, wenn sie das Lied nur einmal kurz gehört haben. Oh süße Ohrwurm-Klaviatur – die Fantas wissen sie perfekt zu spielen.

Nach einem riesengroßen Jubiläumskonzert in der Heimat, auf dem Cannstatter Wasen, normalerweise einem Festplatz, vor 60.000 Zuschauern, unter anderem begleitet vom über 60köpfigen Orchester des staatlichen Bolschoi-Theaters aus Minsk und einem dazu gehörigen Livealbum, sinnigerweise „Heimspiel“ betitelt, wurde es Zeit für ein neues Studioalbum.

„Für dich immer noch Fanta Sie“, lautete die Aufforderung zum siezen und Studioalbum Nummer Acht. Die Luft brizzelte komisch, sie brannte. Aber es war kein jugendlicher Hunger, der sie zum brennen brachte. Es war das Wissen um die Qualität, die man abliefern würde, die Sicherheit der letzten Jahrzehnte Musikbusiness, die hier als Trumpf ausgespielt wurde. „Gebt uns ruhig die Schuld“, Gutmensch-Kritik getarnt als Fantas im Büßerhemd. „Fantalismus“ nennt das die Band: Humorvolle Texte zu traurigen Themen. Das Album kletterte rasch auf Platz Eins der Charts (wie der Vorgänger übrigens auch schon). Mit dieser Platte vollendeten die Fantastischen Vier den Wandel zur kompletten Liveband. Wenn jetzt gesampled wurde, dann eigentlich nur noch bei sich selbst. Musikalisch ist die Band in einer verführerisch schimmernden Twilight Zone zwischen Pop und Soul und Funk gelandet, aber kein geklauter, sondern selbst definierter Funk. Und ein Lied wie „Danke“ channelt mal eben die Fugees im Vorübergehen. Mindestens. Die Fantastischen Vier sind angekommen. Das hier ist Musik für Liebhaber geworden. Musik, zu der man genauso gut bouncen, wie Rotwein trinken kann. Eine Art Schweizer Taschenmesser des Pop.

Und da könnte, nach einem weiteren Unplugged Konzert (übrigens in der selben Höhle wie das Erste), die Geschichte langsam ausfaden. Könnte. Und würde sie wohl auch. Bei jeder anderen Band.

Die Fantastischen Vier trauen keinem Status Quo. Wenn sie alles erreicht haben, dann haben sie einfach nicht genug gesucht. Nach fünfundzwanzig Jahren haben Thomas D, Smudo, Michi Beck und And.Ypsilon vielleicht viel gesehen und erlebt, aber eines noch lange nicht: Die Schnauze voll. Die Fantastischen Vier sind nicht angetreten um aufzuhören. Die Freundschaft dieser vier verschiedenen Typen, die Symbiose zwischen den Charakteren, die Einheit, die diese vier Schwaben bilden, ist eine Kreativitätswalze, die, was immer man auch versucht, einfach nicht gestoppt werden kann. Die Assoziationen-Bombe, die gezündet wird, wenn sich die Männer im gleichen Raum befinden, explodiert jedes Mal aufs Neue und die Asche, die dann auf uns runterschneit, in Form eines neuen Albums, ist nur die Spitze des Eisbergs. Die neue, neunte Platte aus dem Kreativitätskosmos der Vier heißt „Rekord“: Davon wird sie sicher wieder viele brechen. Aber niemals genug um die Band verstummen zu lassen. Die Jubiläumssingle „25“ beweist wieder aufs Beste, warum mit den Fantastischen Vier auch im Jahr 2014 nach wie vor zu rechnen ist. Der elektronische Beat pumpt aus den Boxen und füllt schon die Tanzflächen vor dem geistigen Auge. Wer dazu still sitzen kann, hat noch nie getanzt. Im Text erklären sie außerdem noch, was sie ihrer Meinung nach zum Jubiläum sind: Irgendwas zwischen Rap-Zombies und Legenden. Und schließen mit den Worten:
„Schon so lang da, scheiß auf Champagner.“

Für diese 25 Jahre kann man doch einfach mal sagen: Prost! Auf die nächsten 25!

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Fünfundzwanzig Jahre „Die Fantastischen Vier“! Silberhochzeit!
von Nilz Bokelberg

Das klingt unglaublich. Begleiten uns Thomas D, Michi Beck, Smudo und And.Y nun wirklich schon so lange? Und haben wir wirklich schon so viel mit ihnen erlebt, durchgemacht und durch sie erfahren? Bei Bandjubiläen bedanken sich die Bands eigentlich bei ihren Zuhörern. Es wird höchste Zeit diesen Dank einmal zurückzugeben.

An die Band, die sich eines Sommerabends vor einem Vierteljahrhundert eine Bühne aus ollen Europaletten zusammenschraubte und dann in einem alten, leerstehenden Kindergarten in Stuttgart auftrat, zum ersten Mal auf deutsch rappte und damit den Grundstein legte für eine Karriere, wie sie die Gruppe und die vierzig anwesenden Gäste zu diesem Zeitpunkt wohl kaum erahnen konnten.

Eine Band, die als erste deutschsprachige Rapband einen Major-Deal an Land zog und mit dem „Jetzt geht’s ab“ betitelten Debüt ziemlich genau voraussagte, was nach dieser Platte passieren würde: Sie haben den Weg geebnet für HipHop-Deutschland, haben die Türen aufgestoßen für all die Rapmovements von Hamburg bis München. Ab „jetzt“ ging es wirklich ab.

Dank gilt für die Pionierleistung, nicht nur als Erste mit einer richtigen deutschen Rapsingle (und dem dazugehörigen Album „Vier gewinnt“) gechartet zu sein und auf eben jenem Album auch den Manager Andreas „Bär“ Läsker mit einer eigenen Strophe in „Dicker Pulli“ bedacht und somit (bis heute ungebrochen) zum heimlichen, fünften Bandmitglied gemacht zu haben, sondern auch und vor allem dafür, bereitwillig die Prügel für den ersten Werbedeal eingesteckt zu haben, als „Die da?!“ an einen Orangensafthersteller ging.

Heben wir unsere Gläser für eine Gruppe, die sich immer wieder neu erfand und nie das Risiko gescheut hat, die Menschen und Zuhörer damit vielleicht auch mal zu fordern, eventuell sogar zu überfordern. Nach einem riesigen Charterfolg eine Platte zu machen, die nach einem kurzen Opener mit einem Instrumental beginnt und ansonsten hauptsächlich von Drogen- („Tag am Meer“) und Ego-Trips („Schizophren“) handelt, so etwas können und konnten nur die Fantastischen Vier. „Die vierte Dimension“ mag nicht das erfolgreichste Album in der Bandgeschichte gewesen sein, aber es befreite die Gruppe von allen Erwartungen. Ab dieser Platte war klar: Bei den Fanta Vier ist jederzeit mit allem zu rechnen.

Rap hierzulande blühte auf, entwickelte mehr Facetten. In Frankfurt entstand der erste deutsche Gangsterrap-Mainstreamact mit dem Rödelheim Hartreim Projekt und sorgte gleich für Schlagzeilen, denn: Sie haben die Fantastischen Vier gedisst. Die dunkle Seite des Rap war hierzulande auf der großen Bühne angekommen. Und die Vier aus Stuttgart taten, was man in solch einer Situation eben tun muss: Sie nahmen mit einer Metalband eine Crossoverplatte auf: „Megavier“ zusammen mit den Megalomaniax (ironischerweise aus, genau, Frankfurt!). Hier wurden bekannte Lieder der Fantastischen Vier auf Krawall gebürstet und genauso dreckig und asi, wie sich auf dem Cover der Platte ein Typ demonstrativ an den Sack packt, war auch die dazugehörige Clubtour durch die Republik. Keine Kompromisse.

Die Leute haben von den Fantastischen Vier nun alles erwartet und was bekamen sie als Nächstes? Ein Rapalbum! Wie geil war das denn bitte? „Lauschgift“ war verführerischer Stoff, der so süchtig machte, weil jeder sofort auf seine Kosten kam. Diese Platte war die Essenz der Band. Die Fantastischen Vier in ihrer reinsten Form. Der Diss des RHP wurde herrlich ironisch gekontert (im Song „Was geht?“) und ihm damit jeglicher Wind aus den Segeln genommen. Und Michi Becks Singleauskopplung war der erste Nummer Eins-Hit der Band, endlich. Dabei absolut verdient, „Sie ist weg“ ist bis heute so ziemlich das beste selbstreflektierte, deutschsprachige Lied übers Schluss machen (zumindest aus Jungensicht). Period. So exakt hat die ganze Problematik und das ganze jämmerliche Elend des Selbstmitleids davor und danach nie wieder jemand im Pop auf den Punkt gebracht. Aber das war nicht der einzige Meilenstein auf diesem Album, für den der Band unser ewiger Dank gebührt: „Populär“ ist eine Hymne von Popstars für Popstars und „Der Krieger“ bewegt regelmäßig Tausende von Menschen und ist in seiner Livedarbietung absolut unübertroffen. Das Lied ist ein Evangelium.

An der Zeit nach dem Lauschgift wäre jede xbeliebige Band vermutlich zerbrochen. Es erschien noch eine Live und Remix-Platte namens „Live und Direkt“, mit dem so ziemlich durchgedrehtesten Remix, der wohl jemals von einem deutschsprachigen Song gemacht wurde (Aphex Twins Version von „Krieger“). Soloprojekte warfen ihre Arme aus und fingen einzelne Bandmitglieder ein. Thomas machte sein erstes Soloalbum und nahm uns gleich mit auf die Reise, inklusive „Rückenwind“. Ein Jahr später stellte uns Michi Beck alias Hausmarke seine Vorstellung von Rap und Clubbouncern mit seinem Album „Weltweit“ vor. Während And.Ypsilon sich die Finger wund produzierte und Smudo in „Wing Commander“ mitspielte. Es war alles erreicht. Man hatte niemand mehr etwas zu beweisen. Jeder konnte jetzt für sich machen, worauf er am meisten Bock hatte. So hätte man sich verabschieden können. Hätte. Aber wir reden hier nicht über eine Gruppe Rentner, wir sprechen hier von vier Künstlern, die perfekt aufeinander eingespielt und abgestimmt sind. Vier Freunde, die sich bei Soloprojekten sowieso immer gegenseitig featuren würden. Und so kam man nach ein paar Jahren wieder im Studio zusammen und tat, was man tun musste: Deutschrap wieder eine neue Facette schenken.

Danke für den Beweis, dass man Dinge nicht mal aussprechen muss, um sie zu erzählen, nicht mal im Rap. Die erste Single aus dem damals neuen Album sprach davon Bände, denn der Text von „MfG“ bestand nur aus Abkürzungen und wurde von der FAZ als „vielleicht hellsichtigster Song der Jahrtausendwende“ geadelt. So viel perfekt kanalisierte Kreativität ließ die Lunte sofort wieder brennen: Das Album, „4:99“, ging auf Platz Eins. Trotz oder vielleicht auch wegen dem Irrsinn, nach der Abkürzungsorgie einfach mal drei Singles gleichzeitig zu veröffentlichen (und so einen, eher sportlich gemeinten, bandinternen Wettkampf zu eröffnen...).

Es folgte ein legendäres MTV Unplugged Konzert in einer beeindruckenden Höhle im Sauerland und nach ein paar Jahren mit weiteren Soloausflügen der einzelnen Bandmitglieder ein neues Studioalbum, schlicht betitelt mit „Viel“. Viel war passiert, viel würde noch kommen, aber vor allem: Viel Input bot diese neue Platte. Dabei folgt gleich zu Beginn die Ansage im ersten Song. Da tönt es aus der Hook: „Bring it back – the old Stuttgart Rap!“ Die Väter des Rap sind zurück und wollen den Thron nicht zurück erobern, sondern nehmen ihn sich einfach. Weil er ihnen zusteht. Und nachdem das geklärt ist, kann man sich zurücklehnen und sich bereitwillig solchen Popperlen wie „Geboren“ hingeben oder von einem „Troy“ um den Finger wickeln lassen. Ja, wir wollen euch auch immer treu bleiben! Danke!

Danke dafür, dass ihr auch ein paar Jahre später unsere Treue nicht enttäuscht habt. Als „Fornika“ auf dieser Erde landete, schickte es erstmal einen Boten vor: „Ernten was wir säen“ Der Song, dessen ständige Wortdopplungen fast nie Dopplungen sind, war anschmiegsam und fordernd zugleich. Ein Spagat, den so nur die Fantastischen Vier hinbekamen. Man kann den Fantas nur gratulieren zu ihrer Einstellung, Experimenten nicht ablehnend gegenüber zu stehen, auch nach so vielen Jahren nicht und auch, wenn sie oft genug nicht funktionieren mögen.

Manchmal tun sie es vor allem doch: So kam es auf „Fornika“ zu einem Camo-Feature, auf das wohl halb Pop-Deutschland seit Millionen von Jahren gewartet hat: Herbert Grönemeyer sang den Refrain zu „Einfach sein“. Eine Hook, die täglich tausende Menschen vor sich hersummen, wenn sie das Lied nur einmal kurz gehört haben. Oh süße Ohrwurm-Klaviatur – die Fantas wissen sie perfekt zu spielen.

Nach einem riesengroßen Jubiläumskonzert in der Heimat, auf dem Cannstatter Wasen, normalerweise einem Festplatz, vor 60.000 Zuschauern, unter anderem begleitet vom über 60köpfigen Orchester des staatlichen Bolschoi-Theaters aus Minsk und einem dazu gehörigen Livealbum, sinnigerweise „Heimspiel“ betitelt, wurde es Zeit für ein neues Studioalbum.

„Für dich immer noch Fanta Sie“, lautete die Aufforderung zum siezen und Studioalbum Nummer Acht. Die Luft brizzelte komisch, sie brannte. Aber es war kein jugendlicher Hunger, der sie zum brennen brachte. Es war das Wissen um die Qualität, die man abliefern würde, die Sicherheit der letzten Jahrzehnte Musikbusiness, die hier als Trumpf ausgespielt wurde. „Gebt uns ruhig die Schuld“, Gutmensch-Kritik getarnt als Fantas im Büßerhemd. „Fantalismus“ nennt das die Band: Humorvolle Texte zu traurigen Themen. Das Album kletterte rasch auf Platz Eins der Charts (wie der Vorgänger übrigens auch schon). Mit dieser Platte vollendeten die Fantastischen Vier den Wandel zur kompletten Liveband. Wenn jetzt gesampled wurde, dann eigentlich nur noch bei sich selbst. Musikalisch ist die Band in einer verführerisch schimmernden Twilight Zone zwischen Pop und Soul und Funk gelandet, aber kein geklauter, sondern selbst definierter Funk. Und ein Lied wie „Danke“ channelt mal eben die Fugees im Vorübergehen. Mindestens. Die Fantastischen Vier sind angekommen. Das hier ist Musik für Liebhaber geworden. Musik, zu der man genauso gut bouncen, wie Rotwein trinken kann. Eine Art Schweizer Taschenmesser des Pop.

Und da könnte, nach einem weiteren Unplugged Konzert (übrigens in der selben Höhle wie das Erste), die Geschichte langsam ausfaden. Könnte. Und würde sie wohl auch. Bei jeder anderen Band.

Die Fantastischen Vier trauen keinem Status Quo. Wenn sie alles erreicht haben, dann haben sie einfach nicht genug gesucht. Nach fünfundzwanzig Jahren haben Thomas D, Smudo, Michi Beck und And.Ypsilon vielleicht viel gesehen und erlebt, aber eines noch lange nicht: Die Schnauze voll. Die Fantastischen Vier sind nicht angetreten um aufzuhören. Die Freundschaft dieser vier verschiedenen Typen, die Symbiose zwischen den Charakteren, die Einheit, die diese vier Schwaben bilden, ist eine Kreativitätswalze, die, was immer man auch versucht, einfach nicht gestoppt werden kann. Die Assoziationen-Bombe, die gezündet wird, wenn sich die Männer im gleichen Raum befinden, explodiert jedes Mal aufs Neue und die Asche, die dann auf uns runterschneit, in Form eines neuen Albums, ist nur die Spitze des Eisbergs. Die neue, neunte Platte aus dem Kreativitätskosmos der Vier heißt „Rekord“: Davon wird sie sicher wieder viele brechen. Aber niemals genug um die Band verstummen zu lassen. Die Jubiläumssingle „25“ beweist wieder aufs Beste, warum mit den Fantastischen Vier auch im Jahr 2014 nach wie vor zu rechnen ist. Der elektronische Beat pumpt aus den Boxen und füllt schon die Tanzflächen vor dem geistigen Auge. Wer dazu still sitzen kann, hat noch nie getanzt. Im Text erklären sie außerdem noch, was sie ihrer Meinung nach zum Jubiläum sind: Irgendwas zwischen Rap-Zombies und Legenden. Und schließen mit den Worten:
„Schon so lang da, scheiß auf Champagner.“

Für diese 25 Jahre kann man doch einfach mal sagen: Prost! Auf die nächsten 25!

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