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„‘Outstanding‘ an der Sache war ja nicht nur die 3D-Show, sondern die Tatsache, so etwas live in rund hundert Kinos zu zeigen“, sagt Smudo, Die eigentliche Besonderheit der Produktion bzw. die gravierenden Unterschiede zu ihren sonstigen Konzerten wurden der Band allerdings erst vor Ort bewusst. „Vorher war das alles sehr theoretisch, man dachte: ‘na klar, spielen wir halt ´ne 3D-Show, ein Auftritt wie sonst auch, die machen das schon irgendwie‘“, erinnert sich Smudo. Man fühlte sich bestens gerüstet: ein eigens verpflichteter Regisseur sollte die Performance koordinieren. Nachdem Die Fantastischen Vier dann allerdings die Generalprobe einen Tag vor der Show absolviert hatten, sahen sie plötzlich viele ihrer über die Jahre erarbeiteten Bühnen-Routinen vehement in Frage gestellt. „Wir mussten komplett umdenken“, erläutert er, „wenn man auf einer festen ‚Kopfbühne‘ vor einem Publikum steht, dann achten wir darauf, dass wir uns nicht ‚in der Flucht‘ stehen, damit die Zuschauer uns immer sehen können. Bei einer 3D-Show ist das obsolet, weil es egal ist, ob ich hinten bei Andy am Keyboard stehe oder in der Ecke zu Lilo ans Keyboard gehe - du bist über die Krankamera einfach ständig präsent.“ Auch in punkto Kommunikation war plötzlich alles anders. „Bei einem großen Publikum, ab 4000 Leuten aufwärts, ist es einfach nicht mehr möglich, detaillierte Informationen in den Moderationen rüberzubringen“, erklärt Smudo, „man muss sich vorher schon ein bisschen was zurecht gelegt haben, damit man einen klaren Satz sagen kann und die Leute auch alle folgen können. Man muss langsam sprechen und Pausen machen, mit großer Gestik und rufen ‚seid ihr alle gut drauf?‘. Hier war es ganz anders: weil alle im Kino einen 1A Ton haben und weil durch das 3D-Erlebnis und die Perspektive ganz nah dran sind, ist das wesentlich intimer. Die kleinen Gags, die Ping-Pong-Gespräche oder auch Versprecher kommen viel privater. Obwohl es ja tatsächlich ein sehr anonymer Vorgang ist, erscheint es für den Kinozuschauer dennoch ungewohnt nah.“
Weitere Events dieser Art wird es aller Voraussicht nach in nächster Zukunft nicht geben – allein aus monetären Gründen. „Es ein unfassbar finanzieller Aufwand, der gar nicht zu stemmen gewesen wäre, hätte es nicht dieses Innovationsforum und die daran angeschlossenen Fördertöpfe gegeben, die uns für dieses Projekt haben wollten“, erklärt Smudo, „deshalb hatten wir z.B. auch nur einen Tag Generalprobe.“ Für etwaige Nachahmer hat er dennoch ein paar Tipps und Hinweise parat: „Auf einer 3D-Bühne ist man immer im Fokus, man hat nicht eine ruhige Minute, du musst also immer am Start bleiben. Das war eine ganz wichtige Erkenntnis, das wussten wir vorher nicht. Man muss lernen, wie nah man der Kamera kommen kann. Und vor allem: man sollte nicht ständig mit der Hand hinein zeigen oder ähnliche peinliche 3D Moves machen“.
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