2005 ist ein herrliches Jahr für Comic-Fans. Mit „Fantastic Four" gab es eine gute und mit „Sin City" eine hervorragende Comic-Verfilmung. Und dann ist da diese Serie der F.A.Z. - eine willkommene Gelegenheit sich günstig mit Alben auszustatten.
Dieses Buch ist ganz ähnlich wie der Superman- oder der Spiderman-Band: durchgängig farbig, gutes Vorwort, die allererste Geschichte und weitere Abenteuer aus mehreren Jahrzehnten. Wie auch bei den anderen Titeln ist die Neugier auf die erste Story weit größer als es die eigentliche Geschichte rechtfertigt, es wirkt eben schon reichlich angestaubt einen Comic von 1961 zu lesen. „Die Fantastischen Vier" war der Beginn der Marvel-Ära, jener goldenen Zeit der Superheldencomics. Innerhalb weniger Jahre schufen Autor Stan Lee und Zeichner wie Steve Ditko und Jack Kirby Helden wie Spiderman, Hulk, die X-Men usw. Wer all diese Helden von Anfang an begleiten will, dem sei der Band „Fantastic Firsts" zu empfehlen, in dem die ersten Episoden der klassischen Marvel-Helden (also ohne neue Figuren wie Blade, Punisher, Cage etc.) zu finden sind.
Die Fantastischen Vier haben einen ganz besonderen Reiz. Sie sind eine Familie. Das macht die Geschichten besonders interessant und gibt ihnen eine Herzlichkeit und Wärme, die sich erfrischend von den Geschichten der Einzelgänger wie Batman, Superman oder dem Punisher abheben. Favorit der meisten Leser ist zweifellos Ben Grimm, genannt „Das Ding". Während sich die restlichen drei Mitglieder der F4 in ihre ursprüngliche Gestalt zurückverwandeln können, bleibt Grimm ein Monster. Somit ist besonders diese Figur ein Trostspender für das, sich in der Pubertät befindliche, Publikum, an das sich dieser Comic im wesentlichen wendet. Aber Marvel-Comics richten sich nicht nur an Teenager, wie etwa die gelungenen Verfilmungen oder Neuinterpretationen der Comics beweisen. Familienunterhaltung, die Werte vermittelt und gut unterhält. Zugreifen, besonders für diesen Preis!