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Isaac Dan dar Grimnebulin, einst angesehenes Mitglied des Lehrkörpers der Universität von New Crobuzon, hätte es eigentlich besser wissen müssen: Eines Tages klopft ein geheimnisvoller Fremder an die Tür seines Labors und bittet ihn um Hilfe. Das Entgeld, das er Isaac dafür bietet, ist fürstlich, doch die Aufgabe birgt ungeahnte Schrecken: Isaac soll mit Hilfe seiner Kenntnisse von Mensch und Maschine eine Verstümmelung rückgängig machen, die dem Fremden einst als Strafe angetan wurde.
Verzweifelt sucht Isaac die ganze Stadt nach Mitteln und Wegen ab, den Wunsch des Fremden zu erfüllen. Es gibt wenig, was es in New Crobuzon nicht gibt, aber alles hat seinen Preis. Und als ihm schließlich ein merkwürdiges mutiertes Wesen aus den Versuchslabors der Stadtoberen in die Hände fällt, ahnt er nicht, dass er damit einen Schrecken über der Stadt heraufbeschwört, dem ihre Bewohner nichts entgegenzusetzen haben.
Es fast unmöglich, einem Buch wie Perdido Street Station (deutsch in zwei Bänden: (Die Falter und Der Weber), auch nur annährend gerecht zu werden. Das Schicksal Isaacs ist nur ein Handlungsstrang von vielen, die sich durch den Roman ziehen. China Miéville ist ein junger britischer Autor, der seine Leser wie ein alter Meister in eine fremdartige Welt zu entführen weiß. New Crobuzon mag eine Stadt sein, in der man nur äußerst ungern leben möchte. Aber Miéville schildert nicht nur ihre Abgründe, sondern auch die Lebensfreude ihrer Bewohner, ihre Suche nach Wissen, Erleuchtung, Liebe. Und er verfügt über eine Fantasie, die unvergleichlich ist.
Zwar ist es Unsinn, wenn auf dem Buchrücken behauptet wird, dies sei ein Buch "für alle Freunde von Peter F. Hamilton". Miéville weiß sich Mervyn Peake und M. John Harrison, wohl auch Michael Moorcocks London-Romanen und Michael Swanwicks Die Tochter des stählernen Drachen verbunden. Aber es ist gleichgültig, für welche Richtung der fantastischen Literatur Sie schwärmen: Perdido Street Station reißt seine Leser mit und lässt sie nicht mehr los, wie kaum ein anderes Buch der letzten Jahre. --Hannes Riffel
Welt, die hier beschrieben wird, ist so bizarr, so fremd, die Lebewesen, die sie bevölkern auch so fremdartig und surrealistisch. Gleichzeitig kommt einem aber alles auch verdammt vertraut und bekannt vor. Die Welt (eigentlich spielt sich alles nur in einer einzigen Stadt ab) wird überaus detailliert und lebendig beschrieben. Dabei sprießt sie geradezu über von tollen Ideen und Einfällen. Das ganze wird in einer derartig poetisch-schönen Sprache beschrieben, dass man mühelos für mehrere Stunden einfach in dieser Welt versinken kann. Mir fallen nur zwei Bücher ein, die ein vergleichbares ideenreiches, geniales und so schön systematisiertes Universum beschreiben: Der Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien und der Wüstenplanet von Frank Herbert.
Eins muss man allerdings dazu sagen: Sämtliche Vorstellungen über unsere Realität, unsere Naturgesetze und unsere Physik finden hier keine Anwendung. Es handelt sich um einen Roman, der irgendwo zwischen Science Fiction, Fantasy und Horror schwebt und alle drei Teile perfekt miteinander verbindet. Es gibt „normale“ Menschen mit „normalen“ Berufen, aber auch sehr fremdartige und skurille Lebewesen, wie z. B. die Kepri (ein Mischmasch aus Mensch und Insekt) oder die Garuda (halb Mensch, halb Vogel), aber auch sehr fremdartige „Künste“, wie z.B.
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