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Die Falschmünzer / Tagebuch der Falschmünzer: Roman [Taschenbuch]

Raimund Theis , André Gide , Christine Stemmermann
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. November 1996
Ein bahnbrechendes Werk der Moderne mit erzählerischem Raffinement

Paris zu Beginn des Jahrhunderts. Eine Gruppe junger Gymnasiasten will der großbürgerlichen Scheinwelt der Elternhäuser entfliehen, erwachsen werden auf dem Gebiet der Moral, der Kunst, der Erotik. Die zynische Eleganz der literarischen Welt erweist sich als verführerische Droge: Da ist Robert de Passavant, Erfolgsschriftsteller mit homosexuellen Neigungen; und da ist Edouard, Onkel eines der Jungen, aus dessen Tagebuchnotizen wir einen Großteil der Geschichte erfahren. Diese Notizen sind Vorarbeiten zu einem Roman mit dem Titel - ›Die Falschmünzer‹ ...

So beginnt das Spiel mit dem Leser. Doch der »Roman im Roman« ist nur ein Teil des erzählerischen Raffinements. Aus Briefen, Dialogprotokollen, Berichten entsteht ein spannendes Rätsel, das den Spürsinn herausfordert wie ein Detektivroman. Schließlich geht es nicht nur um intellektuelle Falschmünzerei, sondern um wirkliches Falschgeld und um einen mysteriösen Selbstmord. ›Die Falschmünzer‹ (1925) sind ein kühnes Experiment. Über die Entstehung jenes Meilensteins in der Geschichte des modernen Romans berichtet André Gide im ›Tagebuch der Falschmünzer‹ (1926).

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423122080
  • ISBN-13: 978-3423122085
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 488.684 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Gesetz und puritanische Strenge spielten für André Gide seit seiner Geburt eine große Rolle. Der Vater, ein Professor der Rechte, ging mit dem Jungen streng ins Gericht. Bereits früh jedoch distanzierte sich der junge Literat von moralischen Vorschriften und erkannte bereits seit einer Reise nach Algerien und Marokko 1893-94 seine Homosexualität. Dennoch heiratete er 1895 seine Kusine und reiste mit ihr durch Europa und Afrika. Später war Gide vorrübergehend Kommunist, verabschiedete sich aber schnell wieder von diesem Denksystem, nachdem er 1936 von einer Rußlandreise enttäuscht zurückkehrte. 1947 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur gewürdigt. Am 19. Februar 1951 starb er in seiner Geburtsstadt Paris. Zum Werk Gides Werk nimmt für die Moderne eine wichtige Rolle ein und ist in einem Atemzug mit dem von Proust, Joyce oder Döblin zu nennen. Er war ein leidenschaftlicher Verfechter der Rechte des Individuums und wollte dieses weder durch Moral, noch durch Kirche oder Ehe eingeschränkt sehen. Gide war ein Nonkonformist aus Prinzip und wollte in der Tradition der Aufklärung den Menschen zu seiner Freiheit führen. Sein wichtigstes Werk ist »Les Faux-monnayeurs - Die Falschmünzer«, mit dem er den psychologischen Roman experimentell erneuerte. Bei dtv ist außerdem Gides eindrucksvolle Autobiographie »Stirb und Werde« erschienen, von der er selbst sagte: »Ich weiß im übrigen, wie sehr ich mir damit schade, dies und alles folgende zu erzählen; ich sehe voraus, wie man es gegen mich wird verwenden können. Aber mein Bericht hat nur Sinn, wenn er der Wahrheit entspricht.«

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4.4 von 5 Sternen
4.4 von 5 Sternen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Roman wie das Leben 25. Mai 2009
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
André Gide erfand den Typus des rebel without a cause", lange bevor James Dean durch das Amerika der 1950er Jahre stolperte: Zwar stammen seine jungen Rebellen in Die Falschmünzer aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und tragen adrette Anzüge statt abgewetzter Jeans. Doch sie leiden ähnliche Qualen: Was tun in einer Welt voller intellektueller Rattenfänger, bigotter Christen und scheinheiliger Spießbürger? Wie soll sich ein junger, lebenshungriger Mensch in diesem Mief entfalten? Für Gide führt der Weg zum Ich über die Sinne und einen offenen Umgang mit der Sexualität. Zwar deutet er die homosexuellen Abenteuer so subtil an, dass man zeitweise an ihrer Existenz zweifelt. Und sicherlich könnte man damit heute keine fromme Seele mehr provozieren. Doch 1925 sorgte Gide mit seiner Ehrlichkeit für einen Skandal. Auch stilistisch verunsicherte er seine Zeitgenossen: Er schrieb ' wie andere Autoren erst drei Jahrzehnte nach ihm ' als neutraler Beobachter, der sich mal in diese, mal in jene Person hineinversetzt und nie schlauer ist als der Leser. Tragödien bleiben unerklärt, Pläne werden nie umgesetzt, und das Ende bleibt offen - wie im wahren Leben.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gides Chef d'�uvre 5. August 2001
Format:Ledereinband
Ich würde mich weder für einen Kenner der französischen Literatur noch Literatur im Allgemeinen bezeichnen, aber wenn ich ein Meisterwek lese, weiß ich es. So bei Gides DIE FALSCHMÜNZER. Selten durfte ich einen so sinnlichen wie scharfkantigen Roman lesen, der seine Protagonisten zwar markant darstellt, aber nicht koloriert. Die Handlung ist wie ein klassischer Kriminalfall - nur ohne Deliquenten - aufgebaut, und wie im Kriminalroman stellt der Autor den Leser vor die (nicht zu unterschätzende) Aufgabe, sich auch auf die Suche nach dem Schwarzen Mann zu machen. Hier beginnt das Buch interessant zu werden, denn schon nach hundert Seiten entdeckt man statt einer mehrere dubiose Gestalten, ja, die verächtlichen gesellschaftlichen Konventionen selbst sind das Delikt. Um die komplexe Handlung zu unterstreichen, weicht Gide von konventionellen Erzählstrukturen ab und läßt in Briefen, Tagebüchern und seitenlangen Dialogen die verschiedenen Figuren selbst zu Wort kommen. Zusätzlich erschien das TAGEBUCH DER FALSCHMÜNZER, in dem Gide über seine Arbeit an dem Roman schreibt - Schlüsselfigur Édouard schreibt ebenfalls in seinen Aufzeichnungen über die experimentelle Arbeit an einem Roman . . . Dies ist nur eine Raffinesse in diesem Buch, das mit seinem hartgezeichneten Lokalkolorit der Pariser 1920er an Wildes DORIAN GRAY und Fitzgeralds GATSBY erinnert und in nichts nachsteht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Klassiker 13. August 2011
Von Carla TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Verschiedenste Personen treten auf und stellen sich dem Leser in interessanten Dialogen vor. Alle sind miteinander verwandt, freundschaftlich verbunden oder aufgrund der Liebe zur Literatur einander zugeneigt. Verschiedene Schauplätze und Handlungsstränge tun sich auf. Manche führen weiter, andere verlaufen sich im Nebensächlichen. Erst nach und nach kristallisieren sich vier Hauptpersonen heraus: zwei Schriftsteller, Edouard und Passavant, die einander nicht gewogen sind, und zwei Gymnasiasten, Bernard und Olivier, gute Freunde, die den Schriftstellern zuarbeiten, ihnen aber auch freundschaftlich und aufgrund homosexueller Neigungen verbunden sind. In den fortlaufenden Text fließen zahlreiche Passagen aus Edouards Tagebuch ein, die das Geschehen immer wieder aus seiner Sicht beleuchten, aber auch die Schwierigkeiten des Schreibens an sich aufzeigen und somit auch die Probleme und Gedanken des Autors Gide einfließen lassen. (Dem Roman ist übrigens ein Tagebuch Gides angehängt, das seine über 7 Jahre andauernde Auseinandersetzung mit dem Roman dokumentiert und zahlreich Übereinstimmungen mit dem Tagebuch Edouards erkennen lässt.) Im Wesentlichen geht es jedoch um die verkrusteten Konventionen der älteren Generation in den 1920er Jahren in Paris und die Jugend, die sich gegen diese auflehnt. Versuchter wie auch realisierter Selbstmord sowie eine Falschgeldaffäre spielen hierbei eine Rolle. Sie entwickeln sich wie in einem Kriminalroman in raffinierter Weise und geben dem Leser ein spannendes Rätsel auf. Insgesamt war ich überrascht, wie sehr mich dieser Klassiker, dieser eben gar nicht mehr zeitgemäße Roman, in seinen Bann gezogen hat. Lesen Sie weiter... ›
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4.0 von 5 Sternen Rebellion in den 20igern 18. September 2014
Von Anke Przybilla VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Ein Roman über junge Gymnasiasten in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Ein Roman über die Auflehnung gegen die bürgerlichen Ansichten, Rebellion im Anzug.

Die Literatur spielt eine tragende Rolle im Buch, ebenso die subtil angedeuteten homosexuellen Ambitionen der vier Hauptakteure - Edouard, Bernard, Olivier und Passavant.

Eine Bande von Jugendlichen, die mit Falschgeld auf die schiefe Bahn geraten, ist eine andere Form der Rebellion. Selbstmord und versuchter Selbstmord sind ebenfalls ein Thema.

Im Grunde fließt der Roman dahin und schildert die Auseinandersetzung der Personen mit ihren Idealen und der Möglichkeit der Umsetzung, mit ihren bürgerlichen Elternhäusern und ihren Beziehungen untereinander.

Offen und nicht offen ausgelebte sexuelle Abenteuer jeglicher Couleur werden angedeutet und sind nicht unbedeutend für die Ich-Findung der Gymnasiasten.

Nicht immer hat mich der Erzählstrang gefesselt, nicht immer war das Buch einfach zu lesen. Aber philosophisch hat es viel zu bieten und darum bin ich froh es gelesen zu haben.

Der Roman ist immer noch aktuell, wenn auch mit anderen Vorzeichen. Die Identitätsfindung junger Leute wird immer ein Thema sein - in der Literatur wie im Leben. "Die Falschmünzer" ist also wieder einmal ein Klassiker im wahrsten Sinne.
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