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Die Falschmünzer: Roman: Tagebuch der Falschmünzer
 
 
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Die Falschmünzer: Roman: Tagebuch der Falschmünzer [Gebundene Ausgabe]

André Gide , Peter Schnyder , Christine Stemmermann
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 488 Seiten
  • Verlag: Manesse-Verlag (1. März 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 371758264X
  • ISBN-13: 978-3717582649
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 11,3 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 368.255 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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André Gide
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Gides bedeutendstes Werk ist der erste Anti-Roman der Weltliteratur und zugleich eine spannungsreiche Mordgeschichte.

Der Schriftsteller Édouard will ein Buch schreiben, das „Die Falschmünzer“ heißen soll, und sammelt dazu Material. Mit seinen achtunddreißig Jahren steht er zwischen den beiden Generationen des Romans, den Eltern und einer Gruppe Gymnasiasten, die sich in der großbürgerlichen Pariser Welt nicht zu Hause fühlen: Gegen die etablierte Ordnung formieren sich Cliquen und schließlich eine Falschmünzerbande.

André Gide verdankt es seiner Intuition, dass er seine Figuren von innen zu erfassen und wiederzugeben vermag. Nicht nur die jugendlichen Protagonisten Olivier und Bernard, sondern auch zahlreiche Nebenfiguren werden mit großem Einfühlungsvermögen gezeichnet. Sie alle haben ihre eigene Stimme, sie alle leben mit auf ihre Weise mit Hoffnungen und Enttäuschungen, und der Leser spürt, dass ihr Leben auch nach dem Ende des Romans weitergehen kann.

„Die Falschmünzer“, entstanden 1925, ist Gides reichstes und berühmtestes Werk und ein Meilenstein in der Geschichte des Romans des 20. Jahrhunderts.

Über den Autor

André Gide (1869-1951) wurde in Paris geboren. Schon früh hatte er Kontakte zur französischen Avantgarde und schloss Freundschaft mit Mallarmé, Claudel, Valéry und Oscar Wilde. 1909 begründete er als Herausgeber die "Nouvelle Revue Française" mit und war jahrzehntelang einer der wichtigsten Literaten seiner Zeit. 1947 den erhielt er den Literaturnobelpreis. Zu seinen autobiographischen Schriften gehören u.a. "Tagebuch" (1889-1949) sowie "Stirb und werde" (1926). Seine bekanntesten erzählenden Werke sind "Der Immoralist" (1902), "Die Rückkehr des verlorenen Sohnes" (1907), "Die enge Pforte" (1909), "Die Pastoralsymphonie" (1919), "Die Falschmünzer" (1925) und "Die Schule der Frauen" (1929).

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gides Chef d'uvre 5. August 2001
Format:Ledereinband
Ich würde mich weder für einen Kenner der französischen Literatur noch Literatur im Allgemeinen bezeichnen, aber wenn ich ein Meisterwek lese, weiß ich es. So bei Gides DIE FALSCHMÜNZER. Selten durfte ich einen so sinnlichen wie scharfkantigen Roman lesen, der seine Protagonisten zwar markant darstellt, aber nicht koloriert. Die Handlung ist wie ein klassischer Kriminalfall - nur ohne Deliquenten - aufgebaut, und wie im Kriminalroman stellt der Autor den Leser vor die (nicht zu unterschätzende) Aufgabe, sich auch auf die Suche nach dem Schwarzen Mann zu machen. Hier beginnt das Buch interessant zu werden, denn schon nach hundert Seiten entdeckt man statt einer mehrere dubiose Gestalten, ja, die verächtlichen gesellschaftlichen Konventionen selbst sind das Delikt. Um die komplexe Handlung zu unterstreichen, weicht Gide von konventionellen Erzählstrukturen ab und läßt in Briefen, Tagebüchern und seitenlangen Dialogen die verschiedenen Figuren selbst zu Wort kommen. Zusätzlich erschien das TAGEBUCH DER FALSCHMÜNZER, in dem Gide über seine Arbeit an dem Roman schreibt - Schlüsselfigur Édouard schreibt ebenfalls in seinen Aufzeichnungen über die experimentelle Arbeit an einem Roman . . . Dies ist nur eine Raffinesse in diesem Buch, das mit seinem hartgezeichneten Lokalkolorit der Pariser 1920er an Wildes DORIAN GRAY und Fitzgeralds GATSBY erinnert und in nichts nachsteht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
André Gide erfand den Typus des rebel without a cause", lange bevor James Dean durch das Amerika der 1950er Jahre stolperte: Zwar stammen seine jungen Rebellen in Die Falschmünzer aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und tragen adrette Anzüge statt abgewetzter Jeans. Doch sie leiden ähnliche Qualen: Was tun in einer Welt voller intellektueller Rattenfänger, bigotter Christen und scheinheiliger Spießbürger? Wie soll sich ein junger, lebenshungriger Mensch in diesem Mief entfalten? Für Gide führt der Weg zum Ich über die Sinne und einen offenen Umgang mit der Sexualität. Zwar deutet er die homosexuellen Abenteuer so subtil an, dass man zeitweise an ihrer Existenz zweifelt. Und sicherlich könnte man damit heute keine fromme Seele mehr provozieren. Doch 1925 sorgte Gide mit seiner Ehrlichkeit für einen Skandal. Auch stilistisch verunsicherte er seine Zeitgenossen: Er schrieb ' wie andere Autoren erst drei Jahrzehnte nach ihm ' als neutraler Beobachter, der sich mal in diese, mal in jene Person hineinversetzt und nie schlauer ist als der Leser. Tragödien bleiben unerklärt, Pläne werden nie umgesetzt, und das Ende bleibt offen - wie im wahren Leben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Empfehlenswerter Klassiker 13. August 2011
Von Carla
Format:Taschenbuch
Verschiedenste Personen treten auf und stellen sich dem Leser in interessanten Dialogen vor. Alle sind miteinander verwandt, freundschaftlich verbunden oder aufgrund der Liebe zur Literatur einander zugeneigt. Verschiedene Schauplätze und Handlungsstränge tun sich auf. Manche führen weiter, andere verlaufen sich im Nebensächlichen. Erst nach und nach kristallisieren sich vier Hauptpersonen heraus: zwei Schriftsteller, Edouard und Passavant, die einander nicht gewogen sind, und zwei Gymnasiasten, Bernard und Olivier, gute Freunde, die den Schriftstellern zuarbeiten, ihnen aber auch freundschaftlich und aufgrund homosexueller Neigungen verbunden sind. In den fortlaufenden Text fließen zahlreiche Passagen aus Edouards Tagebuch ein, die das Geschehen immer wieder aus seiner Sicht beleuchten, aber auch die Schwierigkeiten des Schreibens an sich aufzeigen und somit auch die Probleme und Gedanken des Autors Gide einfließen lassen. (Dem Roman ist übrigens ein Tagebuch Gides angehängt, das seine über 7 Jahre andauernde Auseinandersetzung mit dem Roman dokumentiert und zahlreich Übereinstimmungen mit dem Tagebuch Edouards erkennen lässt.) Im Wesentlichen geht es jedoch um die verkrusteten Konventionen der älteren Generation in den 1920er Jahren in Paris und die Jugend, die sich gegen diese auflehnt. Versuchter wie auch realisierter Selbstmord sowie eine Falschgeldaffäre spielen hierbei eine Rolle. Sie entwickeln sich wie in einem Kriminalroman in raffinierter Weise und geben dem Leser ein spannendes Rätsel auf. Insgesamt war ich überrascht, wie sehr mich dieser Klassiker, dieser eben gar nicht mehr zeitgemäße Roman, in seinen Bann gezogen hat. Mir gefielen die sensiblen und so treffenden Beschreibungen von Gefühlslagen und zwischenmenschlichen Beziehungen, bzw. auch menschlichem Unvermögen, die in ein immer spannendes Geschehen eingebaut sind. Ich mochte auch die Offenheit der Handlungsstränge, die teilweise die Geschichte weiterentwickelten und zur Aufklärung der mysteriösen Geschehnisse führten, oft aber auch in die Irre leiteten oder sich völlig im Nebensächlichen verliefen. Ich kann den Roman nur wärmstens weiterempfehlen.
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