22 Jahre zählt der Autor, als er im Herbst 1942 aus dem Ghetto Theresienstadt ins Vernichtungslager Treblinka deportiert wird. Aufgrund seines kräftigen Aussehen sortiert in ein SS-Mann aus dem Transport der zum Tode Bestimmten aus und er wird als "Arbeitsjude" eingesetzt. 10 Monate verbringt er im Lager in unmittelbarer Nähe der Todesmaschinerie bis zum Aufstand im August 1943. Nur 54 der über 800 "Arbeitsjuden" gelingt es zu entkommen, darunter der Autor. Sein Fluchtweg führt ihn auf abenteuerliche Weise bis nach Deutschland, wo er in Mannheim im Mai 1945 von den Amerikanern befreit wird. Das erlebte Trauma bestimmt sein weiteres Leben. In der Tschechoslowakei, seiner Heimat, wird er in den Nachkriegsjahren diskriminiert und politisch verfolgt, 1968 geht er in die Schweiz und lebt dort bis 1995. Drei Jahre später sucht er mit 78 Jahren den Freitod. Vielleicht eine Parallele zum Leben des italienischen Schriftstellers Primo Levi, dem Verfasser weithin bekannter Bücher über sein Leben und Überleben in Auschwitz. Auch Levi scheint sein Trauma nie überwunden zu haben und schied 1995 freiwillig aus dem Leben. Man sollte deshalb Richard Glazars Buch "Die Falle mit dem grünen Zaun" mit Respekt lesen. Die manchmal flapsig/zynisch wirkenden Passagen mögen irritieren, aber man sollte sich vor Augen halten, daß das Erlebte unmittelbar nach Kriegsende niedergeschrieben wurde und daß Menschen, die den Todeslagern entronnen waren, sich wohl nur durch Zynismus vor den schrecklichen Erinnerungen retten konnten, die sie heimsuchten.