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Die Fahrt zum Leuchtturm : Roman.
  
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Die Fahrt zum Leuchtturm : Roman. [Unbekannter Einband]

Virginia: Woolf
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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Frankfurt am Main : S. Fischer, (1986)
  • ISBN-10: 3100925157
  • ISBN-13: 978-3100925152
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.306.276 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
'Zum Leuchtturm' fesselt den Leser nicht, es strengt ihn an. Man muss aufmerksam lesen, sonst bemerkt man am Ende nicht, dass der erste Teil des Romans nur die Zeit eines Nachmittages umspannt. Dennoch fasziniert das Buch, denn der Erzähler gewährt uns einen Blick in die Gedankenwelt der Menschen. Einzig um die Gedanken geht es hier, die äußere Handlung ist Nebensache. Da gibt es die Ehe zwischen Mr und Mrs Ramsay, die voller Spannungen ist. Da gibt es den ewig missmutigen Mr Tansley, der sagt, dass Frauen weder malen noch schreiben können. Und da gibt es Lily Briscoe, die Malerin ist und eigentlich gerne allein lebt, aber mit der Erwartungshaltung Mrs Ramsays, die findet, dass eine unverheiratete Frau das beste im Leben verpasst, kämpfen muss. Letztere ist der von Woolf beschriebene 'Engel im Haus', den die Schriftstellerin 'töten' musste, um schreiben zu können. Und so ist Lily ein literarisches Abbild Virginias und die Ramsays sind ein Spiegelbild ihrer Eltern. Woolf beschreibt eindringlich die Härte und das Selbstmitleid des Vaters. Bei der Mutter ist die Skizze ambivalenter: Der Leser erkennt, dass Mrs Ramsay ihre eigene Identität zugunsten ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau verloren hat, aber er sieht auch, dass sie die Seele des Hauses und der Familie ist und dass sie den Kindern gibt, was sie brauchen. Allen Figuren ist gemeinsam, dass sie über Zeit und Vergänglichkeit nachdenken, dass sie sich oft angstvoll dagegen wehren und sie schliesslich doch akzeptieren müssen. Bezüglich Handlung und Aktion liefert das Buch, das 1926 geschrieben wurde, nichts. Die Handlung findet im Kopf statt. Dort passiert nämlich das wirkliche Leben, sagt Woolf. Ich werde das Buch ein zweites Mal lesen und das tue ist fast nie.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Elegie an die Kindheit 13. Juli 2007
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die erschütterndsten Dramen dieser Welt spielen sich im Innern der Menschen ab. Davon war Virginia Woolf überzeugt, und in keinem Werk setzte sie ihre künstlerische Vision so radikal um wie in "Zum Leuchtturm". Der Inhalt: Ein kleiner Junge träumt von einer Fahrt zum Leuchtturm. Doch es droht zu regnen und der Ausflug kommt erst zehn Jahre später zustande. Um dieses dürre Gerüst wickeln sich die ununterbrochen strömenden Gedanken, Erinnerungen und Fantasien der Romanfiguren. Es gibt kaum ein existenzielles Thema, an dem nicht irgendein flüchtiger Gedanke hängen bliebe: Tod und Vergänglichkeit, die Rolle der Frau, das Wesen der Kunst und die Subjektivität der Wirklichkeit. All das klingt nicht nur sehr abstrakt, sondern ist es auch. Dennoch wirken Mr und Mrs Ramsay, ihre Kinder und Gäste authentisch - sie entstammen weitgehend den Kindheitserinnerungen der Autorin. Das Buch half ihr wie ein Psychoanalytiker, sich von der Fixierung auf die früh verstorbenen Eltern zu befreien. Einmal überlegte Woolf, es Elegie (Trauergesang) statt Roman zu nennen - ein passender Begriff für ihre rhythmisch-poetische Sprache und den melancholischen Klang der Gesamtkomposition.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein zeitloses Meisterwerk 13. April 2005
Von Zinnberg
Format:Taschenbuch
Ach, habe ich geflucht auf die Woolf! Diese Schnepfe! Was erzählt sie da am Anfang so langatmig? Warum soll ich dieses Buch zu Ende lesen? Wo ist denn hier die Geschichte? Halte ich hier vielleicht ihr schwächstes Werk in den Händen? Diese Umstandskrämerin soll weltberühmt sein? Wofür denn? Dass sie mich
anödet?

So schaukelte sich in mir die Stimmung auf, bis ich nach 50 Seiten begriff, dass Woolf so zu lesen, eher meine Unreife zeigt, als meinen Kunstsinn.

Es darf auch einmal einen Roman geben, der nicht plotprall daherkommt. Da ist ein Leuchtturm, sein Licht gleitet übers Wasser. Es ist zu sehen, es verschwindet. Mehr als mir den Weg weisen, will der Roman nicht. Es liegt an mir, die Fahrt zu wagen, die mir Virginia Woolf nahelegt. Die Fahrt führt ins 19. Jahrhundert, als Männer und Frauen noch anders lebten als heute. So richtig unterscheiden tun sie sich aber nicht, weshalb das Buch auch nicht veraltet ist.

Es wird eine Familie ins rechte Licht gerückt. Die Mutter, der Vater, die Gäste und die Kinder. Schenkt man dem Roman seine Aufmerksamkeit, wird man reich beschenkt. Es ist ein großes Werk, das im Englischen noch an Kraft gewinnt.

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