Charles Darwin hatte am 12.02.2009 seinen 200. Geburtstag. Das hat mich darauf gebracht etwas mehr über ihn zu erfahren. Besonders haben mich seine eigenen Aufzeichnungen interessiert. Ich erhoffte mir davon eine realistische Schilderung, wie die Welt in der Zeit seiner Forschungsreise ausgeschaut hat.
Er hat tatsächlich sehr ausführlich über seine Beobachtungen der geologischen Verhältnisse, wie auch über Flora und Fauna berichtet. Für einen Laien ist das meistens etwas schwer verständlich, weil er meist lateinische Namen angibt und sich zudem auf andere Wissenschaftler bezieht. Trotzdem sind diese, seine Erkenntnisse interessant.
Darüber hinaus schildert er aber auch seine Reiseerlebnisse ins Innere der besuchten Länder. Und diese erscheinen mir sehr authentisch. Es wird die Welt dargestellt (ich nenne hier Südamerika) wie sie tatsächlich um diese Zeit war. Da erfährt man vieles über die Menschen, wie sie damals lebten. Zu dieser Zeit gab es ja noch Sklaverei und freie Indianer. Manches kann man sich heute so gar nicht mehr vorstellen. Reisen konnte man nur per Pferd und auf den oft tagelangen Ritten durch einsame Gegenden musste man sich vollkommen selbst versorgen. Die Längen- und Höhenangaben sind leider in den alten englichen Maßeinheiten, so dass man oft keine richtige Vorstellung davon hat.
Ja, teilweise ist das Lesen etwas anstrengend. Viele Passagen sind recht langatmig, bei anderen würde man sich mehr Einzelheiten wünschen. Insgesamt, glaube ich, kann man sich aber doch ein authentisches Bild von dieser Zeit machen.