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Die Fahrt der Argonauten: Griech. /Dt.
 
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Die Fahrt der Argonauten: Griech. /Dt. [Taschenbuch]

Apollonios von Rhodos , Paul Dräger
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 592 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (Dezember 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 315018231X
  • ISBN-13: 978-3150182314
  • Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 9,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 190.969 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Apollonius
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.02.2003
Mit dieser Edition liegt, so Rezensent Hans-Albrecht Koch, nun zum zweiten Mal (nach Reinhold Gleis und Stephanie Natzel-Gleis ebenfalls zweisprachiger Ausgabe von 1996) ein Werk auch in deutscher Übersetzung vor, das bei uns lange Zeit nur im griechischen Original zugänglich gewesen sei, obgleich dessen Autor zu den wichtigsten der hellenistischen Literatur zähle und das Werk selbst zum Kernbestand europäischer Kultur gehöre. Nach Ansicht des Rezensenten richtet sich dieser "so sorgfältig wie praktisch gestaltete" Band an Studenten der klassischen Philologie und interessierte Laien. Beim griechischen Text folge der Herausgeber "grundsätzlich der Ausgabe der französischen Collection Bude". Das dichte Netz der mythologischen Anspielungen dieses "knapp 6000 hexametrische Verse umfassenden Werks" mit seiner beständigen Bezugnahme auf das Vorbild der homerischen Epen sieht Koch in der neuen Übersetzung "zuweilen etwas abgemildert". Auch der "zu Recht sehr ausführlich gehaltene Kommentar" - wie wir lesen ist er 200 Seiten lang - bemühe sich darum, schwierige Stellen "durch Interpretation statt durch Konjektur" verständlich zu machen. Besonders hilfreich fand Koch die Hinweise auf Details in der subtilen Sprache des Dichters. Erfreulich klar fand er auch die Kommentare in der Bibliografie gehalten.

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

"Knapp 200 Seiten umfaßt der wissenschaftliche Anhang der Drägerschen Ausgabe, den größten Teil davon nimmt ein äußerst präziser Stellenkommentar ein. Der so sorgfältig wie praktisch gestaltete Band richtet sich zugleich an Studenten der Klassischen Philologie wie an interessierte Laien, die des Griechischen unkundig sind. ... Der zu Recht sehr ausführlich gehaltene Kommentar bemüht sich darum, schwierige Stellen durch Interpretation statt durch Konjektur verständlich zu machen. Besonders hilfreich sind Drägers Hinweise auf Details in der subtilen Sprache des Dichters. ... Erfreulich klar hat Dräger auch die Kommentare in der Bibliographie gehalten, die teils auf Rezensionen der nachgewiesenen Titel verweisen, teils unmittelbar Stellung beziehen. ... [Es ist ein] Gewinn, daß einer der wichtigsten Autoren der heute kaum noch wahrgenommenen Literatur des Hellenismus in einer dem Original höchst gemäßen, zugleich gezügelten und manierierten Sprache dem deutschen Leser vermittelt wird." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mythos und Magie 25. November 2003
Format:Taschenbuch
Die 'Argonautika' des Apollonios von Rhodos sind nach den Werken Homers das bedeutendste erhaltene griechische Epos. Es entstand um 250 v.Chr. und erzählt in vier Büchern die Fahrt der Argonauten nach Kolchis, die Gewinnung des Goldenen Vließes und die Rückkehr der Argo nach Griechenland. Das Werk ist damit die ausführlichste antike Erzählung der Argonauten-Sage; er liefert sozusagen die Vorgeschichte zu der Medea-Tragödie, wie sie bei Euripides, Seneca und Ovid gestaltet wird. Der Text enthält eine Fülle an Informationen über antike Mythologie, Kultur und Lebensweise. Bemerkenswert sind vor allem die Passagen, in denen die Hexenkünste Medeas und Beschwörungen der Göttin Hekate beschrieben werden (Buch 3, V. 860 ff.), diese Passagen sind für die Religionsgeschichte und für alle an Magie Interessierten äußerst aufschlussreich.
Die vorletzte deutsche Übersetzung (aus der Feder Thassilo von Scheffers) erschien 1940 und war kaum mehr als eine Bearbeitung der alten Übertragung von C.N. Osiander (Stuttgart 1837), die Übersetzung der WBG von 1996 war kaum erschwinglich.
Dräger folgt dem Vorbild Wolfgang Schadewaldts und versucht nicht, krampfhaft deutsche Hexameter zu bilden, sondern gibt eine ansprechende Prosa-Übersetzung, die sich aber bemüht, die syntaktischen Eigenheiten des Originals weitgehend zu wahren.
Umso erfreulicher, dass dieser klassische Text jetzt in einer preiswerten Ausgabe wieder leicht zugänglich ist.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Thomas TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Argonautika des Apollonios von Rhodos ist das einzige erhaltene Epos zwischen den Gesängen des Homer und der Äneassage des Vergil. Apollonios wurde im dritten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung auf der Insel Rhodos geboren. In jungen Jahren zog er nach Alexandria und wurde Erzieher des ptolemäischen Prinzen. Wie zuvor Kallimachos leitete er auch die Bibliothek der Stadt.

Das große Vorbild der Argonautika ist Homers Ilias. Wie die Ilias vom Zorn des Achilles geprägt wird, bestimmt der Zorn des Zeus das Geschehen der Argonautika. Dräger nennt die Argonautika deshalb auch das zweite Zornepos. Seine Übersetzung ahmt nicht den epischen Stil der Vorlage nach sondern legt Wert auf eine wortgetreue Prosaübertagung.

Apollonios stellt gleich zu Beginn des ersten Buches sein Ziel vor „die Ruhmestaten der vor langer Zeit geborenen Männer ins Gedächtnis zu rufen ... und gemäß dem Auftrag des Königs Pelias die ... Argo zum goldenen Vlies hin lenkten". Die Vorgeschichte wird nur kurz und bruchstückhaft erzählt: Phrixos und seine Schwester Helle flohen vor der Stiefmutter auf einem Widder mit goldenem Fell durch die Lüfte von Griechenland nach Aia in Kolchis. Helle stürzte über dem Zugang zum Bosporus ins Meer, welches fortan ihren Namen Hellespont trug. Der König der Kolcher Aietes nahm Phrixos auf und gab ihm seine Tochter Chalkiope zur Frau. Die Gebeine des verstorbenen Phrixos wurden in das goldene Fell des geschlachteten Widders gebettet und nach Brauch der Kolcher in einem Baum bestattet. Diese für Griechen schmähliche Bestattungsart erregte den Zorn des Zeus.

Iason, der Sohn Aison, trifft bei einem Opferfest seinen Onkel Pelias, den König von Iolkos. Pelias wurde von einem Orakel geweissagt, dass er durch einen Mann mit nur einer Sandale bekleidet den Tod fände. Nun hatte Iason bei der Überquerung des Anauros Flusses eine Sandale verloren und sofort „ wie er diesen erblickte, schoss es ihm (Pelias) durch die Sinne, und er trug ihm die Mühsal einer leidvollen Seefahrt auf, damit er auf dem Meer oder auch unter fremdstämmigen Männern die Heimkehr verliere."

Ausführlich vorgestellt werden dann die 54 Helden, die mit Iason aufbrechen, um das goldene Vlies aus Kolchis nach Griechenland zu führen. Unter ihnen waren so klangvolle Namen wie: Herkules, Kastor und Pollux oder Orpheus, der mit seinem Gesang die Seeleute begleitete.

Erster Ankerplatz der Argo war die Insel Lemnos. Die Frauen dieser Insel hatten ihre Männer ermordet und verführten nun die Argonauten und verzögerten dadurch die Weiterfahrt. Auch Iason verliebte sich in die hübsche Hypsipyle. Herkules drängt zur Weiterfahrt. Bei einem Zwischenaufenthalt wird Hylas von einer Quellnymphe in die Tiefen eines Sees gezogen. Herkules macht sich auf die Suche und wird von den aufbrechenden Argonauten „unwissentlich zurückgelassen". Ein weiteres Abenteuer erwartet den bärenstarken Pollux bei den Bebrykern. Der „übermütige" König Amykos fordert ihn heraus und wird im Faustkampf getötet.

An der gegenüberliegenden Küste fristete der Seher Phineus sein Dasein. Weil er den „heiligen Sinn ... des Zeus selbst den Menschen zuverlässig" gekündet hatte, raubten ihm fliegende Ungeheuer, die Harpyien, seine Nahrung. Die zwei Söhne des Boreas vertrieben sie für immer, durften sie aber nicht töten. Phineus sagte ihnen den Weg bis Kolchis voraus. Die Meeresenge zwischen Bosporus und Schwarzem Meer wurde von zwei gegeneinander schlagenden Felsen, den Symplegaden, bewacht. Auf des Phineus Rat hin wurde eine Taube ausgesendet. Sollte sie die Felsen unbeschadet durchqueren, dann konnte ihr die Argo folgen. „Die Felsen aber hatten der Taube die Spitzen der Schwanzfedern abgeschlagen. Doch sie war unversehrt davongeflogen, und die Ruderer schrien laut auf ... und da stemmte sich Athene gegen den wuchtigen Felsen mit der Linken, mit der Rechten aber gab sie ihm (dem Schiff) einen Stoß, damit es durchkäme". Während der Fahrt an der Insel Aretias vorbei wurden die Helden von den Ares Vögeln attackiert. Zur Abwehr verhüllte ein Teil der Argonauten mit ihren Schilden das Schiff, der andere Teil ruderte.

Endlich in Kolchis angekommen stellte König Aietes dem Helden Iason drei Proben als Bedingung für die Übergabe des goldenen Vlieses. Zuerst musste Iason die feuerschnaubenden ehernen Stiere anspannen, dann mit den Stieren das Aresfeld pflügen und zuletzt die aus der Erde wachsenden Krieger besiegen. Diese Aufgaben konnte Iason nur mit der Zauberhilfe Medeas, der Tochter König Aietes, bewältigen. Medeas Liebe zu Iason wurde durch Eros Pfeilschuss entflammt. Das schwanken der Jungfrau zwischen Vater und Ehre einerseits und Geliebtem und Gefühlen anderseits zählt zu den bewegendsten Momenten des Epos. Medea betäubt auch die nimmer schlafende Schlange, die das goldene Vlies bewacht und flieht nach dem Raub mit den Argonauten.

Da den Helden unbekannt ist, dass die Symplegaden inzwischen stillstehen, wählen sie für die Rückfahrt eine andere Route. Ihr Weg führt sie über das Schwarze Meer und den Istros (Donau) in die Adria. Die Kolchern und ihr Anführer Apsyrtos, der jüngere Bruder Medeas, nehmen die Verfolgung auf. Im älteren Mythos wird Apsyrtos von seiner Schwester getötet und in Stücke gehauen ins Meer geworfen, um die Verfolger aufzuhalten. Apollonios lässt Iason und Medea gemeinsam den Mord planen und Iason ausführen. Ermordung und Erdbestattung des Kolchers erregen den Zorn des Zeus und zwingt den Argonauten weitere Prüfungen auf. Die Helden steuern die Argo über den Eridanos (Po), die Keltischen Seen und die Rhone ins Tyrrhenische Meer. Circe entsühnt Medea und Iason von Ihrer Tat. Vorbei geht die Fahrt an der Insel der Sirenen, deren Stimmen Orpheus mit seiner Leier übertrifft. Zwischen Sizilien und der Südspitze Italiens werden Scylla und Charybdis bezwungen. Ein Sturm treibt die Argo bis an die Küste Libyens und die Mannen um Iason sind gezwungen ihr Schiff durch die Wüste zu tragen. Kurz bevor die Argo ihren Heimathafen erreicht, verabschiedet sich der Dichter abrupt ohne den sicher freudigen Empfang zu besingen.

Im Gegensatz zu den Homerepen denken und handeln die Menschen des Apollonios Rhodos modern. Man spürt die Einflüsse der griechischen Tragödie.

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