Ich schicke voraus, dass ich ein harter Kritiker der FPÖ bin Eine Partei, die hart an (manchmal auch über) die erlaubten Grenzen geht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man, bei aller berechtigter Kritik, immer die Objektivität im Auge behalten sollte.
Dieses Buch ist eines von vielen Büchern über die FPÖ, die ich gelesen habe, doch leider war es auch eines der schlechtesten. Neben inhaltlichen Fehlern - der Wahlslogan "Daham statt Islam" kam bei der FPÖ 2006 und nicht wie im Buch bereits auf der ersten Seite beschrieben 2008 zum Einsatz - findet man auch einige Satz- und Tippfehler. Es kommt beim Leser so rüber, als ob das Buch aus einer Wut heraus im Affekt verfasst wurde und der Autor es danach nicht mehr durchgelesen hätte.
Hinzu kommt, dass der Autor die FPÖ geradezu krampfhaft ins rechte Eck stellen möchte, was meiner Meinung nach völlig unnötig ist. Es hätte genügt, wenn der Verfasser das Agieren der Partei dokumentiert hätte, das alleine treibt die FPÖ schon ins rechte Eck.
Auch der Schreibstil ist mir etwas zu offensiv, so als wolle der Verfasser dem Leser sagen "Die FPÖ ist böse, glaub mir das endlich einmal".
Doch um das zu vermitteln ist das Thema meiner Meinung nach viel zu oberflächlich behandelt.
Leider nur 2 Sterne. Potential wäre da gewesen, aber es wurde nicht genutzt.