Von allen ZDF-Dokumentationen, die den Saharaforscher Dr. Stefan Kröpelin von der Uni Köln auf verschiedenen Expeditionen begleitet haben, hat mich die ins Ennedi-Massiv, die Mourdi-Depression und das Erdi Ma (Ostsahara, Tschad) am meisten fasziniert.
Da in dieser Doku u.a. der Schriftsteller Raoul Schrott als Expeditionsteilnehmer auftaucht, bin ich auf diese seine private Doku gestoßen, die einen weit philosophischeren Blick auf die Ereignisse und Entdeckungen wirft, als es das Fernsehen tut. Zu dem erfahren wir, dass das Fernsehen z.T. eine äußere Dramaturgie hinein schwindelt, die so offenbar nicht stattgefunden hat.
Der persönliche Reisebericht erfüllt die Fernsehbilder unglaublicher Landschaften erst richtig mit Leben.
Der literarische Stil von Raoul Schrott und seine bisweilen unkonventionelle Wortwahl erzeugen zusammen mit der Vorstellung grandios karger Landschaften eine Stimmung, die wohl nur durch eine eigene Reise zu überbieten sind.
Jedenfalls bin ich seither dabei, das Internet nach Möglichkeiten zu durchforsten, dieses zu den entlegensten Ecken dieser Welt zählende Gebiet selbst zu bereisen.