Die Füchsin 1: Fleisch und Schwefel
Die Serie DIE FÜCHSIN (im Original: Mortepierre) erschien von 2001-2003 bei Carlsen Comics.
Der letzte, fehlende Band Nr. 5 wurde von Finix im Jahre 2008 auf den Markt gebracht.
Geschrieben wurde die Serie von Brice Tarvel, der bislang in Deutschland nur die URWALDSAGA bei Aboris veröffentlicht hat. Als Zeichner fungierte bei beiden Serien Mohamed Aouamri, der außerdem noch mit 'Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit 6' in Deutschland präsent war.
Handlung:
Anno 1317, finsteres Mittelalter.
Florie, die wegen ihrer roten Haare meist die 'Füchsin' genannt wird, ist ungehalten, hat doch der für den Landstrich zuständige Adlige Mortepierre ihre Schwester auf ihrer Hochzeit entführt, um das Recht der ersten Nacht einzufordern - und gleich mal den Schwager aufgeknüpft.
Bei der Suche nach ihr stellt die Füchsin fest, daß sie über gewisse magische Kräfte verfügt. Es gelingt ihr und ihrem Partner, dem Holzfäller Garin, in die Burg Montepierres einzudringen. Kann ihnen die geistig verwirrte Ehefrau des Adligen, die zurückgezogen mit Dutzenden Katzen lebt, helfen? Eine spannende Jagd beginnt...
Fazit:
Brice Tarvel legt hier eine Serie vor, die zu 80% aus Mittelalter, und zu 20 % aus Hexerei besteht. Dabei entwickelt er die Handlung oft entgegen gängigen Genreklischees. So wird die Entstehung einer 'Schicksalsgemeinschaft' schnell durch brutale Gewalt in jeglicher Form verhindert.
Noch ist die Füchsin dabei, ihre Kräfte zu verstehen, so daß sie sich nicht aus jeder Situation heraushexen kann. Das macht die Handlung spannend, schützt Florie aber nicht vor körperlichen Angriffen und Vergewaltigung.
Die verspielten, detailreichen Zeichnungen von Mohamed Aouamri harmonieren gut mit den Farben von Ives Lecot, und runden das Bild ab.
Aufgrund des hohen Gehalts an Gewalt und Erotik eignet sich die Serie keinesfalls für Kinder.