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62 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Blüten aus dem KZ., 5. Januar 2008
Regiseur Stefan Ruzowitzky hat ein ehrgeiziges Projekt an die Kinokassen geführt. Eingebettet in die persönliche Geschichte des Salomon Sorowitsch (Karl Markovics), des Königs der Geldfälscher, berichtet er über die "Operation Bernhard", die bis heute größte, organisierte Geldfälscheraktion in der Geschichte unseres Planeten. Das diese Aktion im Dritten Reich und dazu noch im Konzentrationslager Sachsenhausen stattfand, das ist so überraschend wie makaber.
Berlin 1936, Salomon Sorowitsch lebt auf der Sonnenseite des Lebens. Er ist ein genialer Geldfälscher und druckt sich seinen Reichtum selbst. Allerdings stolpert er über den US-Dollar und wird von Kripoermittler Herzog festgenommen. Da Sorowitsch jüdischer Herkunft ist, landet er im KZ. Kurze Zeit später wird er nach Sachsenhausen überstellt und sieht sich dort wieder Herzog gegenüber. Der hat mittlerweile Karriere in der Partei gemacht und leitet die "Operation Bernhard." In großem Stil sollen England und die USA mit Falschgeld überschwemmt werden, damit die Wirtschaft dieser Länder zusammenbricht. Herzog weiß, war er an Sorowitsch hat. Die Häftlinge dürfen unter besten Bedingungen und mit den neuesten technischen Mitteln ihre Aufgabe erledigen. Während um sie herum die jüdischen Häftlinge grauenvoll sterben, leben die Fälscher sicher im Herzen des KZ. Aber das geht nicht lange gut. Das Gewissen des Chefdruckers Burger(August Diehl) regt sich. Nachdem das Pfund exakt kopiert werden konnte, sabotiert er die Produktion des Dollar. Das bringt die Fälschergruppe in Lebensgefahr. Sorowitsch muss entscheiden, auf welcher Seite er steht. Überleben um jeden Preis, oder aber Widerstand leisten und sterben...
-Die Fälscher- ist keiner der üblichen Filme über das Dritte Reich. Der Hauptdarsteller ist die Geschichte. Unglaublich, faszinierend, schrecklich und mitreißend. Karl Markovic führt uns als Sorowitsch durch alle Höhen und Tiefen des Lebens. Bis zum Schluss wissen wir nicht, hat Sorowitsch das Geld gefälscht, um seinen Freunden das Leben zu retten oder wollte er doch nur das perfekte Falschgeld herstellen. Sorowitsch Verhältnis zu Herzog, so zwiespältig und surreal es auch erscheint, wirft dabei einen völlig neuen Blick auf das Lagerleben der Häftlinge. -Die Fälscher- ist mutiges Kino, das Anspruch und Unterhaltung auf gleicher Ebene transportiert. Ein hervorragender Film über eine grauenvolle Zeit in unserer Geschichte.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Moral oder eigenes Überleben?, 5. August 2009
Von einem eher unbekannten Kapitel aus der Zeit deutscher Schreckensherrschaft handelt dieser Fim aus dem Jahr 2007, der im Febr. 2008 für Österreich den Oscar als "Bester fremdsprachiger Film" gewann. Denn die Basis und Grundidee zum Film des Regisseurs Stefan Ruzowitzky lieferte die als "Aktion Bernhard" gelaufene größte Geldfälscheraktion in der Geschichte des Deutschen Reiches:
Im KZ Sachsenhausen fälschten mehr als 100 Häftlinge in einem separierten Gefangenenblock während des 2. Weltkriegs in großem Stil Ausweispapiere, Briefmarken und vor allem Geldnoten ausländischer Währungen.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Salomon Sorowitsch (Karl Markovics), ein bereits in der Berliner Unterwelt der späten 30er Jahre bis zu seiner Verhaftung agierendes Fälscher-Genie, und der Kommunist Adolf Burger (August Diehl), welche beide von SS-Obersturmbannführer Herzog (Devid Striesow) in dieses Häftlingsteam integriert werden und die Verantwortung für die Qualität der Fälschungen übertragen bekommen.
Und während man sich bei Salli Sorowitsch bis beinahe zum Schluss nicht sicher ist, ob nicht der Ehrgeiz über die Moral siegt und er die Chance einer perfekten technischen Ausstattung für die Gelegenheit nutzt, DEN perfekten Dollar fälschen zu können, nutzt der Setzer und Drucker Adolf Burger die Möglichkeit zur Sabotage unter Akzeptanz der stetigen Gefahr, das Leben des gesamten Teams auf's Spiel zu setzen.
Mein Fazit: Ein fesselnder Film über eine mir bisher nicht bekannte wahre Geschichte, der sehr nachdenklich stimmt und betroffen zurücklässt. Der einzige Mangel ist für mich die Tonqualität der DVD, welche manchmal frustriert, weil ich einfach die Dialoge oft nicht verstehen konnte.
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
interessantes Drama um moralische Fragen im KZ, 29. Dezember 2007
Ein reichsbekannter jüdischer Fälscher wird 1938 festgenommen und kommt ins KZ. Dort arbeitet er im Steinbruch und wird von einem KZ-Bewacher aufgrund seiner kunstvollen Zeichenkünste entdeckt. In der weiteren Zeit überlebt er (im Gegensatz zu den anderen Häftlingen) recht angenehm, indem er Portraits der Wärter und sogar des Lagerleiters sowie Wand-Propagandabilder malt.
Schließlich kommt er mit vielen anderen Häftlingen, allesamt Fälscher, Drucker, Bankangestellte etc ins KZ Sachsenhausen, in die baracke 19. Dort leben sie fast im Luxus, in weichen Betten und mit guter Versorgung. Dort sollen Sie für die Nazis Banknoten drucken, erst britische Pfund, später US-Dollars. Ursprünglich wollte man damit den Markt überschwemmen und die Bankwirtschaft zum Kollabieren bringen. Da die falschen Noten aber so gut sind ändert man den Plan, man will stattdessen damit den Krieg finanzieren.
Während man die britischen Pfundnoten schnell in Spitzenqualität herstellen kann (und der Reichsführer ja so stolz ist) steht als nächstes Projekt der Dollar an. Nur ein Mithäftling sabotiert die Arbeit.
Die Geschichte ist war. KZ-Häftlinge haben mehrere Millionen Pfund hergestellt. Und viele von denen haben überlebt. Bei Kriegsende wurden die Druckanlagen abgebaut, die Kisten mit den falschen Pfundnoten wurden im Toplitzsee versenkt. Der Film ist sehr gut gemacht, er zeigt, wie die Häftlinge aus Angst um ihr Überleben für die Nazis Falschgeld und Ausweise druckten, um den Krieg und damit ihr Leiden zu verlängern. Gerade der hauptdarsteller (bekannt als Assistent von Kommissar Rex) spielt sehr überzeugend.
Immer schwebt eine Frage über den Film: Darf man moralisch dem Peiniger helfen, den krieg zu verlängern, um sein eigenes Leben zu retten? Überraschenderweise sagt der Film aus: Ja, der Mensch tut alles für sein Überleben. Sehr überzeugend und spannend auch die Spannungen zwischen den Häftlingen um diese Frage.
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