Ein Buch, das den Studierenden einlullt. Die Fälle sind wunderschön einfach, man kann sie gut lösen, wenn man die Anfängervorlesung besucht hat - selbst wenn man die Vorlesung nicht besonders gut nachbereitet haben sollte. Die Autoren führen mit flotter Sprache durch das Buch und motivieren den Leser zum Arbeiten. Das alles ist in Ordnung.
Das Problem dabei: Due Autoren lullen den Leser ein, so daß er glaubt, alles wäre in Ordnung. Ist es aber nicht. Die Anfänderklausur ist viel schwieriger und besteht auch nicht nur aus BGB-AT - jedenfalls in Bayern, wo ich an einer Juristischen Fakultät arbeite und Klausuren stelle. Für die Vorbereitung auf die Übungsklausur ist es vielmehr wichtig, Fälle zu lösen, die vernetzt aus mehreren Rechtsgebieten, also BGB AT, SchR AT, Deliktsrecht etc. bestehen, denn so sehen Klausuren tatsächlich aus. Man gewöhnt sich also bei der Arbeit mit diesem Buch an einen Schwierigkeitsgrad, der oftmals nicht zum Bestehen der Klausur ausreicht, wie ich aus Beschwerden einiger Studierenden über das buch weiß. Also: Suchen Sie sich entweder gleich ein anderes Buch oder benutzen Sie das vorliegende Buch nur zum "Einstieg" und nehmen Sie dann unbednigt noch ein anderes Werk zur Hand.