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Die Evolution des Gehirns - die Erschaffung des Selbst
 
 
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Die Evolution des Gehirns - die Erschaffung des Selbst [Taschenbuch]

John C. Eccles , Friedrich Griese
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 450 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492237096
  • ISBN-13: 978-3492237093
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,1 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 451.809 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Lange Zeit war Evolution Ausdruck von Anpassung, Organismen stellten sich auf neue Lebensumstände ein oder qualifizierten sich für neue Herausforderungen der Natur. Sie war letztlich die Richtgröße. Das änderte sich rapide, als in Ostafrika vor rund 1,5 Millionen Jahren der Homo erectus die Bühne des Lebens betrat. Mit dieser ersten menschlichen Intelligenz entstand das Handeln nach der Maxime "Macht Euch die Erde untertan", die Evolution setzte beim Menschen nun alles auf die Weiterentwicklung des Gehirns und löste die natürliche Umwelt als Maß aller Dinge ab.

John C. Eccles vertritt den orthodoxen Darwinismus, wie er von dem Verhaltensforscher David Lack gesehen wurde. Demnach war die Evolution durch natürliche Selektion nicht zufällig sondern das Ergebnis von Naturgesetzen. Allerdings stößt dieses Konzept bei dem rätselhaften Auftreten des Bewusstseins an seine Grenzen. Die physikalistische Welt steht nach Karl Popper neben denen von objektivem Wissen und subjektivem Empfinden -- ein großer Bogen, den Eccles hier schlägt, und ein nicht ganz einfacher dazu. Der Hirnforscher und Nobelpreisträger hat sein Lebenswerk bis ins hohe Alter in einer ganzen Reihe von herausragenden, weit über den Kreis der Wissenschaftler hinaus gelesenen Büchern niedergeschrieben. Dieses hier ist sicher eines der besten, aber auch eines der vielseitigsten und detailliertesten Bücher über die menschliche Evolution.

Dabei macht Eccles immer wieder auf die eindrucksvollen Aspekte der gegenseitigen Wechselwirkung zwischen anatomischen und kreativen Fortschritten aufmerksam. Der aufrechte Gang, der zu einer Verkleinerung des Beckens führte, worauf eine kürzere Schwangerschaft folgte, was wiederum eine verbesserte elterliche Fürsorge nach sich zog, und und und. Die Evolution von Kultur und Gesellschaft bedingt auch den vielleicht spannendsten Aspekt überhaupt, nämlich, dass der Mensch die Rolle der Evolution -- zumindest für sich -- außer Kraft gesetzt hat, denn theoretisch liegt es allein in seiner Hand, welche Zukunft er auf Erden hat. --J. Schüring -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

– »Ich finde dieses Buch einzigartig. Seit Darwins ›Entstehung der Arten‹ ist die Frage nach der Abstammung des Menschen intensiv erörtert worden, aber nie zuvor hat ein Hirnforscher das gesamte Tatsachenmaterial im Hinblick auf das bedeutendste der großen Probleme – die Evolution des menschlichen Gehirns und des menschlichen Geistes – zusammengetragen.« Karl R. Popper

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
John Eccles, mit dem Nobelpreis ausgezeichneter Gehirnforscher, versucht in diesem Buch zu zeigen, wie das menschliche Gehirn im Lauf der Evolution das hominide Dasein bestimmt hat und wie sich schließlich ein Bewusstsein und dann ein Selbst-Bewusstsein auf unser nunmehriges Leben niedergeschlagen hat.

Ausgehend von der Geschichte der Australopithecinen über Homo habilis und Homo erectus zeigt Eccles verschiedene Alternativen, wie sich Homo sapiens sapiens - der Mensch wie du und ich - entwickeln konnte. Er geht der Frage nach, was den Menschen vom Tier unterscheidet (u.a. sehr interessante Berichte von Versuchen mit Schimpansen, diesen eine Sprache beizubringen, um so zu testen inwiefern von einem "Verstand" bei diesen Tieren gesprochen werden kann.)

Nebenbei erfährt der Laie viel über die Funktionsweise und den Aufbau des Gehirns - natürlich im Rahmen des bisherigen, sehr eingeschränkten Wissens über diese äußerst komplexe Struktur.

Gegen Ende des Buchs entwickelt Eccles eine Theorie des "Selbst". Er versucht zu zeigen, wie freier Wille möglich ist und das Selbst das Gehirn "steuert". Aufbauend auf den Ergebnissen des Buchs "Das Ich und sein Gehirn", das Eccles gemeinsam mit Karl R. Popper geschrieben hat, kommt er zu sehr interessanten Ergebnissen, weiß aber meiner Meinung nach nicht recht zu überzeugen.

Eindeutiger Schwachpunkt des Buchs (und deshalb nur 4 Sterne) sind die Passagen über die Abläufe im Inneren des Gehirns. Diese sind zu sehr mit Fachausdrücken überfrachtet und der Laie verliert sich schnell darin. Positiv sind hier der Glossar und dass der Lesefluss durch Überspringen dieser (teilweise sogar speziell gekennzeichneten) Textstellen nicht wirklich gestört wird.

Alles in Allem ein sehr informatives und interessantes Buch das jedem zu empfehlen ist, der sich mit der Problematik des freien Willens und des Ich schon ein wenig auseinandergesetzt hat.

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