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Die Euro-Misere: Essays zur Staatsschuldenkrise [Gebundene Ausgabe]

Michael von Prollius
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

27. September 2011
Die Essays des Geldexperten Michael von Prollius beschäftigen sich mit den unser Geld betreffenden grundsätzlichen Fragen und bieten eine alternative Sicht auf dessen Funktionsweise und damit auf die Finanz- und Wirtschaftskrise. Nicht zuletzt entwickelt der Autor einen Ausweg aus dem Missbrauch des Geldes durch die Regierungen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Tvr Medienverlag; Auflage: 1 (27. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940431303
  • ISBN-13: 978-3940431301
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 611.741 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Der Wirtschaftsexperte Dr. phil. Michael von Prollius ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zum Geldsystem. Seine finanzwissenschaftlichen Beiträge erscheinen zumeist in wissenschaftliche Zeitschriften, aber auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Fuldaer Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung sowie in der Internetzeitung Die Freie Welt, aber auch auf der von ihm begründeten Internetplattform "Forum Ordnungspolitik", die für eine Renaissance ordnungspolitischen Denkens und eine freie Gesellschaft wirbt.

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5.0 von 5 Sternen Staatsgeld = Staatsmonopol = Krise 13. Juni 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Der Staat besitzt das Monopol auf das Gut "Geld". Und jeder weiss, dass Monopole aus Sicht des Kunden IMMER schlecht sind. Ebenso verhält es sich beim staatlichen Papiergeldsystem. Die Zentralbanken legen den Leitzins fest. Die Zentralbanken sind nicht der Markt sondern eine Behörde mit politischen Befugnissen. Sie besitzen Macht. In einem freien Geldmarkt würde niemand die Macht besitzen, das Geld aller Menschen zu manipulieren und für politische Zwecke gefügig zu machen. In einem freien Geldwesen gäbe es einen freien Markt aus Anbietern und Nachfragern. Es gäbe einen freien Preis für das Geld und eine freie Wahl darüber, welches Gut als Geld benutzt würde. Indem das Geld unter staatlichen Einfluss steht, dient es der herrschenden Klasse, politische Versprechungen einzulösen, die Abhängigen des Wohlfahrtsstaates zu finanzieren (die zuvor durch staatliche Eingriffe erst in die Arbeitslosigkeit oder Chancenlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt fündig zu werden, gedrängt wurden). Durch die Manipulation (oder Moneypulation) des Leitzinses durch die Zentralbanken, werden Private angeregt, Schulden aufzunehmen um mehr zu konsumieren. Die an staatlichen Bildungseinrichtungen gelehrte Irrlehre von der Doktrin des Konsums, der zu Wohlstand führen solle, findet in dieser Geldpolitik ihren Ausdruck. Durch Konsum, so die Essenz der Lehre, würde der Wohlstand wachsen. FALSCH. Durch Produktion von Gütern, durch die Bereitstellung von Dienstleistungen in freiem Wettbewerb mit anderen und der separat dazu erhaltenen Kaufkraft des Geldes, entsteht Wohlstand, der nicht auf Pump basiert. Langsamer, stetig wachsender und durch die Gewinnorientierung freier miteinander im Wettbewerb stehender Unternehmen würde Verschwendung und somit Ressourcenverschleuderung Einhalt geboten. Das Geld ist ein Bestandteil einer funktionierenden, nachhaltigen Ökonomie. Geld alleine schafft definitiv keinen Wohlstand und umso mehr Geld im Umlauf ist, so erbringt dies keinen zusätzlichen sozialen Nutzen. Mehr Geld bedeutet nur, dass jenes Geld, dass neu in den Wirtschaftskreislauf gelangt, dazu führt, dass die Preise sukzessive steigen und die Erstbezieher des Geldes sich die Güter für die alten Preise leisten können, während die Letztbezieher des neu in den Wirtschaftskreislauf gelangten Geldes, bereits die gestiegenen Preise zu zahlen haben. Besonders Menschen mit festen Einkommen, wie zum Beispiel Rentner, vom Sozialstaat abhängige oder Angestellte mit monatlichem Fixeinkommen, werden auf diese Weise de facto enteignet. Sie können sich mit ihrem Geld weniger leisten. Ihr Gehalt oder ihr monatlicher Bezug wird nicht angehoben, sobald das neue Geld in Umlauf gerät, denn ansonsten wäre es unsinnig, überhaupt neues Geld in Umlauf zu bringen - (Es ist auch unsinnig). Ihr Einkommen wird maximal dann angehoben (und eben auch nicht bei allen), wenn die neuen Preise schon existieren. Zudem ist es der Fall, dass, sollte ein Inflationsausgleich bei den Einkommen stattfinden, dieser nur an die offiziell ausgewiesene Inflationsrate angepasst ist. In der Tat ist aber die tatsächliche Inflation stets höher und wird mittels des Warenkorbindex lediglich politisch geschönt um keine sozialen Unruhen aufkommen zu lassen. Die gefühlte Inflation vieler Menschen ist tatsächlich näher an der realen Inflation dran als jene, die Behörden und politische Statistiker niederschreiben (da diese Gruppen oft keine Ahnung haben wozu ihr Handeln tatsächlich führt - Stichwort, sie sind wie die Zauberlehrlinge die versuchen das zuvor gezauberte mit dem Zauberstab wieder wegzuzaubern, was den gegenteiligen Effekt hat). Was dem Kaufkraftverlust des politischen Inflationismus abbremst ist die Globalisierung, der Produktivitätsfortschritt. Mit diesen Elementen lässt sich der Pauperisierung immer breiterer gesellschaftlicher Schichten begegnen aber das geht nicht endlos. Denn das billige Geld führt in der Industrie, der Produktion, der Investition, zu Blasen, zu Fehlkalkulationen, zu letztlich unrentablen, nicht nachhaltigen Projekten, zu einem künstlichen Boom, indem die Kapazitäten hochgefahren werden, die dann, wenn sich rausstellt, dass dem nichts zugrunde liegt, kein tatsächlicher Wohlstand, der Bust, der Zusammenbruch, die Krise folgt, wo die Kapazitäten zur Marktbereinigung zurückgefahren werden. Es wäre die Krise wie das Wort sagt, eine Chance um zu gesunden, doch verhindert die Politik stets diesen Prozess, weil sich mit der Angst und Unzufriedenheit der Menschen erfolgreich Wählerstimmen erlangen lässt. Leider läuft das am Ende auf eine noch schlimmere Krise hinaus, weil der Bereinigungsprozess hinausgeschoben und die gemachten Fehler nicht bereinigt werden. Das alles gipfelt am Ende in einem Zusammenbruch des Systems, es kulminiert zwangsläufig. Die Brände die entstehen werden durch die Politik mit noch mehr Benzin gelöscht. Die Marktteilnehmer dursten nach noch mehr Geld, dass die Probleme erst geschaffen hat. Erhalten sie dieses, sind sie kurzfristig ruhig gestellt, doch verschleiert dies nur die tiefergehenden Probleme. Und so schreien die Marktteilnehmer erneut um die nächste Liquidität. Dass das nicht ewig so weitergeht ist sicher jedem bewusst, der das liest. Es liegt in der Verantwortung eines jeden Einzelnen, sich selbst geistig vor jenen zu schützen, die der Logik zuwiderhandeln. Die österreichische Schule der Nationalökonomie bietet hierzu den bestmöglichen Zugang um zu verstehen, warum dieses System scheitern muss. Und Michael von Prollius ist einer ihrer Vertreter :).
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politisches Zwangsgeld 28. Februar 2012
Von Treb Melsa TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In diesem Band hat Dr. Michael von Prollius seine in den letzten Jahren erschienenen Artikel zum Generalthema EURO gesammelt und in als Buchform neu herausgebracht. Alle diese Artikel sind flüssig geschrieben und lesenswert - gerade, wenn sie heute mit Bezug auf Ersterscheinung im Rückblick gelesen und verortet werden!
Die von Politikern und den meisten staatsdienenden Presseorganen (i. d. R. die Führungsorgane der Medienlandschaft) verbreitete Ansicht ist, dass nur die unregulierten und ungezügelten Finanzmärkte durch die irrationale Gier der dort führenden Manager die Finanz-, Währungs- und Staatsschuldenkrise verursacht haben; die Politik und ihre Systemmedien versuchen den Menschen einzutrichtern, dass der Kapitalismus, also die freie Marktwirtschaft, der Schuldige ist.
Dieser weitverbreiteten Mär tritt Dr. von Prollius in diesem Essayband entgegen. Er zeigt, dass der Finanzsektor - hinter dem Sozialversicherungssektor - der Markt mit den engmaschigsten Regulierungen war und ist. Also trotz (oder wegen) einer Überdichte der staatlichen Kontrolle erleben wir seit 2007/08 eine Finanzkrise vom "Feinsten". Es handelt sich - und dies zeigt Dr. von Prollius - also um Politikversagen und keineswegs um Marktversagen.
Auch die Gründe, warum und weshalb es immer und immer wieder zu Krisen, Einschnitten und Verwerfungen kommen muss, werden von Dr. von Prollius klar und schlüssig nachgezeichnet: Der Grund liegt im staatlichen Geldmonopol, einem immateriellen Zwangs- und Scheingeld ohne jeglichen inneren Wert.
Politiker missbrauchen das Geldmonopol, über ihr willfähriges Werkzeug - einer scheinbar unabhängigen und angeblich für Stabilität sorgenden - Zentralbank wird die Geldmenge beliebig aufgebläht und dies führt zu Verwerfungen und Preissteigerungen. Geldmenge und Zins werden primär durch die Zentralbankpolitik, welche die staatliche Politik zu unterstützen und zu flankieren hat, gesteuert, d. h. zentral geplant. Das Geld als wichtigstes Gut der Wirtschaft wird mittels zentraler Planung "produziert" und ebenfalls der Zins, der Preis des Geldes, wird zentralplanerisch festgesetzt. Die Geschichte hat oft genug gezeigt: Preiskontrollen funktionieren nicht, auch nicht beim wichtigsten Preis in der Wirtschaft, dem Preis für das Geld.
Die falschen Signale, die durch die Geld- und Zinspolitik des Staates bei den Unternehmungen und Haushalten ankommen, führen zu Verwerfungen der individuellen Wirtschaftsrechnung und führen zu maßgeblichen Irrtümern bei den individuellen Plänen beim Privathaushalt und beim Unternehmen.
Die weltweit geltenden Regulierungen, z. B. Basel I + II, welche die Politiker entworfen und festgelegt haben, bestimmen, dass eine Bank z. B. ihre Wertpapiergeschäfte gestaffelt nach Risiko mit Eigenkapital zu unterlegen hat. Ein erfolgsabhängiges Banken-Management hatte zu reagieren, auch darauf, dass diese Regulierungen keine Hinterlegung mit Eigenkapital bei Staatsanleihen vorsahen. Diese gelten als absolut sicher und stellen außerdem noch eine Art "eiserner Liquiditätsreserve", denn die Banken können sich z. B. durch Wertpapierpensionsgeschäfte mittels Staatsanleihen bei der Zentralbank unbeschwert refinanzieren. Zwingende Schlussfolgerung hieraus: Die Politiker benutzen die Banken, um über Staatsanleihen Mittel zu kreieren, die sie sonst über Steuererhöhungen hereinholen müssten - oftmals unpopulär und unerwünscht. Da die Staatsanleihen absolut sicher sind und für die Bank probate Papiere zur Liquiditätsversorgung bei der Zentralbank sind, benutzten die Politiker die Banken auch, um die Geldmenge hemmungslos auszudehnen.
Mittels einer u. U. enorm gewachsenen Geldmenge wird nun von den Menschen (private Haushalte und Unternehmen) mehr oder weniger eine gleiche Gütermenge nachgefragt; dies kann nur zu Preissteigerungen und Kaufkraftverfall des Geldes führen. Die Politiker und ihre dienstbereiten Medien sprechen dann natürlich von Preistreiberei u. ä., und nur die Gier der Unternehmer trägt hier die Schuld. Aber die wirklich Schuldigen, dies sind die Politiker, welche die Regeln machen und die Geldmenge ausdehnen: Und die nie die Schuld haben werden, denn die Diebe machen nicht nur die Regeln, sondern sitzen noch dazu über sich selbst zu Gericht -> Freispruch!
Die Krisenverursacher sind die Politiker, weil sie die Macht über das immaterielle Zwangsgeld haben und per Gesetz die Menschen zwingen mit solch einem Scheingeld zu handeln. Egal ob dieses Scheingeld Euro, Dollar oder sonst wie heißt, für Dr. von Prollius ist eines klar: Der Politik muss die Macht über das Geld genommen werden. Marktwirtschaft auch beim Geld, dann würden wir zwar nicht im Paradies leben, aber eine Vielzahl von politikverursachten Problemen würden uns nicht weiter knebeln.

Fazit:
Dieser Essayband von Dr. von Prollius ist sehr empfehlenswert. Natürlich liegt es an der Natur einer Artikelsammlung, dass es hier und da zu Wiederholungen und Überschneidungen kommt, aber dies ist m. E. sogar vorteilhaft, weil dadurch das gleiche Problem mehrmals und auch aus verschiedenen Blickwinkeln kommend betrachtet wird. Der EURO ist nicht alternativlos, die EURO-Zone ist nicht die EU und die EU ist eben auch nicht Europa. Der EURO ist ein Werkzeug der politischen Einfalt, aber Europas Stärke war und ist die Vielfalt!
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