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Drei Jahre nach Erscheinen des Buches «Die Euro-Kläger. Warum die Währungsunion scheitern muss» stellen die vier Autoren Hankel, Nölling, Schachtschneider und Starbatty unter dem Titel «Die Euro-Illusion. Ist Europa noch zu retten?» die zentralen Fragen an die Währungsunion noch einmal. Sie tun es diesmal vor der Öffentlichkeit und nicht vor dem höchsten deutschen Gericht, das ihre Euro-Klage verworfen hat. Sie werfen dem Bundesverfassungsgericht vor, es habe, «statt Recht vor Politik zu stellen, Politik vor Recht gesetzt». Die Währung sei «nicht Sache einer Regierung, sondern des Volkes». Ihre Analyse führt sie zu einem vernichtenden und düsteren Urteil: «Innere Spannungen, die nicht mehr über Wechselkursventile entweichen und über nationale Geldpolitiken austariert werden können, drohen die Währungsunion und damit auch das europäische Aufbauwerk zu sprengen.» Dieser Grundton zieht sich wie ein roter Faden durch die sieben Kapitel, in denen der Euro als Gefahr für Europa, als Rechtsbruch, Stabilitätsbruch, Sozialstaatsbruch und Integrationsbruch charakterisiert wird. Fast versöhnlich dann allerdings die Konklusion: «Wir Fachleute können nicht mehr tun, als Schwachstellen, Defekte und Gefahren aufzuzeigen.» Den Kritikern ist entgegenzuhalten, dass die Währungsunion heute eine Realität ist und die Europäische Zentralbank die Möglichkeit hat, mit einer Politik der mittelfristigen Preisstabilität zur Sicherstellung eines langfristigen Wachstums beizutragen.
Anton Föllmi
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gute Zusammenfassung der Euro-Problematik,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Euro-Illusion (Taschenbuch)
Die Autoren (drei Professoren für Volkswirtschaftslehre, einer für Öffentliches Recht) beleuchten die Europroblematik ausführlich von verschiedenen wirtschaftlichen als auch (verfassungs-)rechtlichen Seiten. Dabei wird darauf geachtet, dass keine fundierten Kenntnisse von Wirtschaftstheorie bzw. Rechtswissenschaft notwendig sind, um die Probleme, die mit dem Euro kommen werden bzw. schon bestehen, zu verstehen. Es ist also einfach zu lesen und erfordert nicht, dass man sich mit dem Gebiet schon auseinandergesetzt hätte. Die Darstellung knüpft dabei großenteils an aus den Medien bekannte Fakten (zB verfehlen selbst der Minimalkonvergenzkriterien) an, und verdeutlicht daran welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Das Buch bezieht durchweg kritisch Stellung zur (zu frühen) Einführung des Euro als gesetzliches Zahlungsmittel und überzeugt auch Eurobefürworter durch seine Argumente. Alles in allem: Äusserst empfehlenswert!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Fall Griechenland(s)...,
Rezension bezieht sich auf: Die Euro-Illusion (Taschenbuch)
...gibt den Kritikern von damals eine Aktualität und ihren Argumenten ein Gewicht, das man so wohl nie für möglich gehalten hätte. Gute Analyse und common sense haben sich bezahlt gemacht. Glückwunsch
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