Wie die anderen Rezensenten schon schrieben, ist ihr diesmal der Plot nicht sehr gelungen. Der Schwerpunkt liegt eher auf der persönlichen Entwicklung der Protagonistin und ihre Erfahrungen auf ihrer Reise ( vorsicht Taoismus, insofern ist der Plot ein Teil der Aussage des Buches und durfte nicht spannend, willens- und zielbetont sein ). Das ist ihr in meinen Augen recht gut gelungen, aber z.B. in Linke Hand der Dunkelheit war es besser. Das Thema ist die Unterdrückung einer Kultur durch den "Fortschritt" der Zivilisation. Sie hat mit diesem Buch nach eigener Aussage (sie hat ne gute homepage!) die Ausrottung des Taoismus in China verarbeitet, der zwar zu ihrer Lebenszeit (Kulturrevolution von Mao) passierte, von der sie aber auch sehr lange garnichts wusste. Ich habe das Buch durchaus genossen und Le Guin-Fans dürfen bedenkenlos zugreifen, aber es ist kein Roman für Le Guin-Einsteiger, denn sie hat schon besseres geschrieben.