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Die Eroberung Mexikos. Cortes und Montezuma
 
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Die Eroberung Mexikos. Cortes und Montezuma [Gebundene Ausgabe]

Hugh Thomas
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Kurzbeschreibung

Bis heute ist es eines der großen Rätsel der Menschheitsgeschichte, warum es dem Spanier Hernan Cortés zwischen 1519 und 1521 mit einigen hundert Männern gelang, das hochzivilisierte, wohlhabende und mächtige Reich des Gottkönigs Montezuma zu erobern. Und die Folgen dieser spektakulären Landnahme prägen den Planeten bis heute: Europa zeigte, daß es nahezu überall präsent und dominant sein konnte, so daß Cortés als einer der Begründer der heutigen, europäisch-westlich bestimmten Weltordnung gelten kann. Der englische Historiker Hugh Thomas, international bekannt geworden durch seine grandiose Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs, hat nun erneut ein opus magnum vorgelegt. Mit imponierender Sachkenntnis einerseits und unbändiger Erzählfreude andererseits schildert er die Begegnung zwischen zwei Kulturen, Denkweisen und Mentalitäten. Er läßt das alte Aztekenreich mit seiner Hauptstadt Tenochtitlan, die ein Weltwunder gewesen sein muß, wiedererstehen und rekonstruiert die Weltsicht der spanisch-katholischen Eroberer. Er schildert in spannender Weise die militärischen Aktionen, die den Untergang des Weltreichs besiegelten, und er porträtiert die handelnden Personen mit dem bewährten, klaren Blick des Angelsachsen für Charaktere und ihre Eigenheiten. Im Mittelpunkt seiner romanhaften Geschichtserzählung steht dabei das Aufeinandertreffen der beiden Hauptpersonen: der herrschaftlich-unbewegliche Montezuma und der dynamisch-rücksichtslose Abenteurer Cortés.

Über den Autor

Hugh Thomas, geboren 1935, studierte u.a. in Cambridge und lehrte Geschichte an der University of Reading. Seit 1981 ist er Mitglied des House of Lords. Bekannt wurde er als Meister der lebendig erzählenden Geschichtsschreibung, unter anderem durch seine große Darstellung des Spanischen Bürgerkriegs Thomas lebt in London. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein unglaubliches Buch: selten sind historische Werke so abwechslungsreich, spannend und mitreißend verfasst. Der Autor entwirft ein unvergessliches Szenario an Personen, Landschaften und Begebenheiten. Die kaum zu überblickende Detailfülle ist es, die diesem Buch die Aura einer perfekten, scheinbar selbst erschaffenen Welt verleiht.
Dank der jahrelangen Auswertung der zahlreichen Zeugenberichte, der Vernehmungen und den im 16. Jh. verfassten "Codizes" über die Ereignisse in Mexiko wird ein hohes Maß an Objektivität erzeugt und in dramatischer Form dargeboten. Im Ringen mit der Fülle an überlieferten Details über das Geschehen werden die fantastisch anmutenden Abenteuer, Intrigen, Machtspiele, Kriege und die rohe Gewalt der Conquistadoren in fast buchhalterisch nüchterner und dadurch, so scheint's bezweckt, in oft ironischer Form präsentiert. Der Leser befindet sich mitten drin im Aufeinanderprallen zweier Kulturen im exotischen Mittelamerika. Gleichzeitig hat er die Möglichkeit - eben anhand der Detailfülle -, sich zu distanzieren, Partei zu ergreifen, Schilderungen in Frage zu stellen... vor allem aber mitzudenken und mitzuerleben!
Thomas schildert ausführlich die Kultur der Mexika (Azteken), beschreibt die politischen Zustände des spanischen und des mexikanischen Imperiums und vergißt bei allem Schlachtgetümmel und der starken Fokussierung auf einzelne Charaktere nicht das eigentliche Problem der Conquista: die Zerstörung einer Hochkultur und das Auslöschen ganzer Völkerstämme, das von Goldgier und Macht getriebene Vorgehen der Spanier und ihr respektloser Umgang mit der Kultur und Religion der neuen Welt.
Trotz der scheinbaren Objektivität zum Geschehen kommt die Leidenschaft des Autors für eine der Hauptpersonen immer wieder zum Vorschein: Hernan Cortés, der Führer (caudillo) des Unternehmens wird - auch dies geschieht oft ironisch - überhöht dargestellt. Gottgleich handelt er mit Weisheit, Voraussicht, Hinterlist und Unfehlbarkeit, besitzt Charisma und Eingebung genug, um in jeder Lage taktisch klug zu entscheiden. Doch es ist pures Vergnügen, ihm (in der Beschreibung des Autors) zu folgen. Spätestens nach der Hälfte des Buches wird das Vergnügen zum Verlangen.
Das Buch lebt neben der eigentlichen Handlung von seiner lebendigen (für Hugh Thomas typischen) Sprache, die auch durch die Übersetzung nicht eingebüßt hat. Selbst die durch Einzelheiten verschachtelten Sätze klingen wie Musik, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, die spanischen Namen der Eroberer und vieler Ortschaften fehlerfrei zu lesen (und sogar mitzusprechen!): z.B. Bernal Díaz del Castillo, Villa Rica de la Vera Cruz usw. Oder wie wär's mit den indianischen Namen für Personen und Städte? Die Hauptstadt Mexikos, Tenochtitlan, ist da noch ziemlich einfach. Schwieriger wird es bei Huitzilopochtli, Ixtlilxochitl oder Cuauhtémoc.
Wer bereits andere Werke von Thomas kennt - wie das voluminöse "Cuba" (leider nur gekürzt u. ungenügend ins Dt. übersetzt) oder "The Atlantic Slave Trade" (noch keine dt. Ausg. erschienen) - weiß seinen Stil sicher zu schätzen und kann sich mit diesem Buch in gewohnter Ausführlichkeit auf die spannende Reise nach Mexiko begeben. Für alle, die Hugh Thomas noch nicht gelesen haben: Kauft! Lest! - Und lasst euch nach Mexiko entführen!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nichts ist spannender, als die Wahrheit. Hier werden geschichtliche Fakten so lebendig erzählt, daß aus Historie eine fesselnde Geschichte wird. Eine besondere Leistung von Thomas ist es, beide Kulturen (die spanische und die mexikanische) und beide Charaktäre (Cortes und Montezuma) so objektiv darzustellen, daß beide Positionen ohne weiteres nachvollziehbar werden. Diese Episode der Weltgeschichte ist ein unfassbares Drama, das jede fiktive Geschichte in Sachen Spannung und Unterhaltungswert in den Schatten stellt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Untergang einer Hochkultur 19. Oktober 2004
Von "aiace"
Format:Gebundene Ausgabe
meisterhaft und ohne falsche Sentimentalität. Der Autor hat sich tatsächlich in diese Archive in Spanien "vergraben"und hat alles für uns rausgeholt. Und eines der spannendsten Bücher über diese Zeit geschrieben. Cortes, Montezuma, die Conquistadoren, die Azteken, die Waffen, die Hunde, die Pferde, die Krankheiten, die Schiffe, die Fehler - alles wird mit äußerster Hingabe zum Detail beschrieben.
Was mich am meisten beeindruckt hat war seine Frage über unser mögliches Verhalten "heute" ggü einer solchen Kultur. Was hätte ein Europäer von heute getan angesicht einer solchen, von grausamen Riten durchtränkten Hochkultur? -Ich bin noch auf keine akzeptable Antwort gekommen...
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