Ich war und bin ein großer Fan der orginalen Werke. Alles was die Herren Brian Herbert und Anderson geschrieben haben kann nicht an die Genialität des Meisters heranreichen. Punkt! Was hier aber geschaffen wurde ist, ganz unabhängig von der Qualität des Werkes die logische Konsequenz der Vor-Wüstenplanet-Teile und der Reihe an sich. Bleiben wir ohne alles zu verraten, (was hier zum Teil schon geschehen ist) bei dem was der Leser weiß. Es gibt im Original das alte Paar. Wer sollte es denn sein, wenn nicht die hier vorgelegte Lösung? Die Idee ist meiner Meinung nach eindeutig die Original Idee! Wenn auch wie schon von anderen bemerkt der Stil, der nun einmal durch Herrn Anderson geprägt ist, mehr auf Effekte Wert legt, so bleibt doch die Grundidee, die Suche nach dem Weg - dem goldenen Pfad für die inteligenten Lebensformen der Galaxis als zentraler Kern der Reihe. Die vielfältigen philosophischen Überlegungen, die gerade die Originalreihe so lesenswert machte, kommen nicht wieder, schwingen aber im Hintergrund immer noch mit. Wenn überhaupt die Skizzen und Ideen von Frank Herbert verarbeitet wurden, dann in diesem Teil der Reihe. Er hätte sicher vieles anders arrangiert und auch ganz besonders anders geschrieben. Doch wie schlecht wären diese Teile geworden, wenn beide Autoren versucht hätten ihn zu kopieren? Das konnten sie nie erreichen und so steht es in der Einleitung zu Band 7 wollten sie nicht. Warum also gerade das den beiden zum Vorwurf machen. Alle Leser haben nach diesem Ende gerufen und gebettelt! Sie haben es geschrieben und ich muss sagen mehr als alle anderen zugeordneten Werke hat mich dieses Buch von den beiden überzeugt, es ist ein Hauch des Wüstenplaneten zu spüren. Es weckt wieder die Verbudnenheit mit den Personen, wenn auch nur wenige die Charakterstärke der Originale erreichen. Wer im Original zu Paul geworden war, wird ihn hier nicht finden und das ist vielleciht auch gut so, aber er spürt ihn, irgendwo da draußen in der Wüste ist er und wartet, genauso wie Shai Hulud.
Ich habe das Buch skeptisch begonnen und hatte an den Langweiler im vorherigen Band geglaubt, doch nach den ersten 100 Seiten wird es ein Buch, das überzeugt. Es führt zum Ende. Hat man dieses Ende erwartet? Vielleicht nicht, doch und da muss ich anderen Meinungen widersprechen, ich finde es ein logisches und für mich plausibles Ende. Und liest man noch tiefer zwischen den Zeilen, so kann man doch genügend Stoff finden um die philosophischen Themen, um die es in DUNE geht hinter all dem SF und all der Fantasy geht auch noch zu durchdenken und zu diskutieren.
Ich sage danke, dass Frank Herbert die Ideen hinterlassen hat, ich sage danke, dass die beiden die Ideen verarbeitet haben, egal was für Beweggründe es waren, egal, wie flach manche der vielen Bände ausgefallen sind, sie wollten das Vermächtnis ehren und das sollte man anerkennen.
Wenn sich ein Buch der beiden wirklich lohnt, dann dieses. Nicht nur der Wüstenplanet ist erlöst, nein auch wir, die treuen Fans sind erlöst, das Ende ist erreicht und wem das so nicht gefällt, die Phantasie ist frei und jeder kann sie sich selbst schreiben, die andere Geschichte vom Wüstenplaneten.
Fazit: Empfehlung!