Es ist schon betörend eindringlich und auch recht eigentlich schön, wie hier geschrieben wird. Und was zu Papier gebracht wurde, läßt auf einiges in Zukunft noch hoffen. Da mag man sich auf weiteres gefasst machen. Das Leben als solches in diesem unserem Lande ist immer beschreibenswert. Vor und nach der Wende insbesondere. Als Jugendlicher, Herwachsender und auch als Erwachsener gibt es ja doch einiges auszustehen, um nicht zu sagen auszusitzen. Beruhigend ist, daß auch auf politische Probleme eingegangen wird und auf Menschliches allemal. So ist ein großes Werk enstanden, das man versucht ist als durchaus modern zu betiteln (ohne es zu betutteln), denn mit der Postmoderne hat es wohl nicht viel im Sinn, weil es recht eigentlich verständlich gehalten ist. Sehr schön, daß es keine zu penetranten oder aufgezwungenen Passagen gibt, wie ab und an bei den Jungen wohl so üblich (Sibylle Berg). Aber damit will ich auch schon schließen , nicht ohne zu verhehlen, daß auch gelegentliche erotische Schmankerl recht eigentlich ganz lieb sind, besonders wenn sie so schön dezent versaut sind . Aber: nicht weitersagen !