Hallo,
endlich mal ein Buch über die 15 Ergänzungssalze! - Ja, - endlich.
Der "Nebel", der nach den Schüsslersalzen 1 bis 12 einsetzt ist ziemlich dick und recht undurchdringlich. - Wenn auch Dr. Schüssler die 15 weiteren Salze nicht entdeckt hat, spielen sie heute doch eine Rolle, und in Zukunft bestimmt eine zunehmende. - Umso mehr tut Information darüber Not. - Information über deren biochemische Wirkungsweise im Körper, wie auch erfahrungsbasiertes Wissen aus der Praxis.
Vistara Haiduks Buch "Die 15 Ergänzungssalze" trägt beidem Rechnung. - Und so kann man mit dem Werk endlich einmal vernünftig mit den Ergänzungsmitteln hantieren.
Während selbst Thomas Feichtinger in seinem sehr ausführlichen Werk
Handbuch der Biochemie nach Dr. Schüßler: Grundlagen, Materia medica, Repertorium zu den 12 Basisalzen viel sagt, kommen darin die Ergänzungsmittel sehr kurz.
Darum tut es Not, gutes und vor allem anwendbares Wissen über die Salze 13 - 27 zur Hand zu haben.
V. Haiduks Buch handelt nun aber nicht ausschließlich von den Ergänzungssalzen, und läßt die Nummern 1 bis 12 außen vor - so daß man unbedingt noch ein Werk zu den Basismitteln benötigte (wobei das sicher sinnvoll ist) -, nein: auch diese kommen darin vor - wenn auch nur sehr kurz behandelt. - Im Anwendungsteil sind sie ebenso mit aufgeführt.
Wie viele Bücher zum Thema beginnt dieses mit Grundinfos zum Thema "Schüsslersalze", wie Historisch-hinführendes, Potenzierungen, Einnahmearten etc..
Einen großen Bereich nehmen dann die Salzbeschreibungen ein:
- zuerst eine allgemeine Beschreibung,
- gefolgt von "körperlichen Merkmalen",
- dann eine kleine Grafik zum Konstitutionstyp und seinen Haupteigenschaften,
- weiter: eine auf Körperregionen - einschließlich des Psychischen - bezogene Symptomliste,
- Kombinationmöglichkeiten (gegenseitige Unterstüztung) mit anderen Salzen,
- hiernach: "psychische Zeichen des Mineralbedarfs",
- weiterhin: etwas zum Thema seelisch-geistiger Hintergrund,
- schließlich kommt der Bereich: "äußerliche Kennzeichen" und
- ganz zum Schluß: Besonderheiten bei einem Salzmangel.
Das erstreckt sich immer auf ca. fünf bis sechs Seiten.
Häufig gestellte Fragen und Fallbeispiele fehlen natürlich nicht, wenn es sich auch nur um wenige (vor allem bei letzteren) handelt.
Ein recht großes Repertorium folgt, in dem alle hilfreichen Salze pro Beschwerde - also von allen 27 - aufgeführt sind. - Einzig die Ausführlichkeit der einzelnen Symptom-Beschreibungen könnte besser sein. - Beispiel: beim Symptom "Kopfschmerzen" sind 13 der 27 Salze angeführt, aber für welche Art Kopfschmerz, oder für welche Begleiterscheinung das jeweilige Salz wirksam ist, ist nicht angegeben. - D.h. man sollte sich zu den jeweiligen Salzen speziell informieren, oder man nutzt eine der dann im Buch folgenden Listen.
Vorgenannte seien hier wärmstens empfohlen:
Diese - an homöopathische Fragestellungen - erinnernden "Tabellen" im weiteren Verlauf des Buches stellen eine gute Möglichkeit dar, das für die jeweilige Situation passende Salze besser zu bestimmen.
Zunächst folgt eine Tabelle über "allgemeine Einsatzfelder", dann eine über "Verlangen und Heißhunger", "Abneigungen", "Besserung der Beschwerden", "Verschlimmerung der Beschwerden", "Wachzeiten" (in der Schlafphase) und schließlich "Fragebögen zur Eigendiagnose", welche für jedes Salz (13 - 27) ca. 10 Fragen zur Präzisierung bereithält.
Fazit:
zum Thema "Ergänzungssalze" ist dieses Buch das Beste, das ich bisher gesehen habe. - Es vermittelt einen guten Eindruck von den Salzen und beschreibt deren Anwendungsbereiche. - Sehr flüssige Lesbarkeit und ein wirksamer Präzisierungsbereich helfen bei der Salzfindung. - Natürlich sind die Salze darin nicht abschließend behandelt, aber das Buch bietet eine gute Grundlage für Weiteres. -