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Die Erfindung des jüdischen Volkes: Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand [Gebundene Ausgabe]

Shlomo Sand , Alice Meroz
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

15. April 2010
Gibt es ein jüdisches Volk? Nein, sagt der israelische Historiker Shlomo Sand und stellt damit den Gründungsmythos Israels radikal in Frage. Vertreibung durch die Römer? Exodus? Rückkehr nach 2000 Jahren ins Land der Väter? Alles Erfindungen europäischer Zionisten im 19. Jahrhundert, schreibt Sand in seinem aufsehenerregenden Buch, das in Israel und Frankreich zum Bestseller wurde und heftige Kontroversen ausgelöst hat.  Sand gehört einer Gruppe israelischer Historiker an, die sich kritisch mit der Geschichte Israels und des Zionismus befassen. Nicht das Existenzrecht Israels stellen sie in Frage, sondern den auf Legenden beruhenden Alleinanspruch auf das Gelobte Land. Das Judentum, so Sand, ist eine religiöse, keine ethnische Gemeinschaft. Wenn überhaupt, sind eher die Palästinenser als die aus Europa eingewanderten Juden ethnische Nachkommen der biblischen Israeliten. Bei aller Provokation stellt Sands Buch eine fundierte Auseinandersetzung mit der 3000-jährigen Geschichte des Judentums dar. Doch weil der Autor als engagierter Vorkämpfer für eine offenere Politik Israels gegenüber seinen arabischen Nachbarn auftritt, ist es vor allem als Streitschrift wahrgenommen worden. Gerade in Deutschland wird das Buch für Aufsehen und breite Diskussionen sorgen.

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Die Erfindung des jüdischen Volkes: Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand + Die Erfindung des Landes Israel: Mythos und Wahrheit
Preis für beide: EUR 47,94

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Pressestimmen

"Shlomo Sand hat sich einer der Aufgaben der modernen Geschichtsforschung gestellt, indem er sinnstiftende Geschichtsbilder der Kritik unterzieht. Er tut dies radikal, kenntnisreich und mit großem Mut Über seine Thesen wurde in Israel, Frankreich und in der angelsächsischen Welt bereits heftig debattiert." (Klaus Bringmann, SZ vom 13.4.2010)

"Ein Utopist, gewiss, aber einer, der als Historiker weiß, warum." (Jüdische Zeitung, Eik Dödtmann, April 2010)

Über den Autor

Shlomo Sand, geboren 1946 als Kind polnischer Juden in Linz. 1949 Übersiedlung der Familie nach Israel. Nach dem Studium der Sozialwissenschaften in Paris lehrt Sand Geschichte an der Universität Tel Aviv. Er zählt zu den führenden Intellektuellen Israels und zu den schärfsten Kritikern der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern.



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127 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gemeinsam über Provokationen nachdenken 5. Mai 2010
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Gerade wir Deutschen haben es schwer wenn es um Israel geht. Schauen wir uns allein die Biografie des Autoren an. 1946 wurde er als Kind polnischer Juden in Linz geboren. 1949 ging die Familie nach Israel. Shlomo Sand studierte Sozialwissenschaften in Paris und lehrt heute an der Universität in Tel Aviv. In seinem Land Israel gehört er zu den führenden Intellektuellen und zugleich zu den schärfsten Kritikern der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern.

So widmet der Autor sein Buch allen Flüchtlingen die das Land erreichten, und all jenen, die es verlassen mussten. Allein diese Widmung macht bereits den mächtigen Spannungsbogen spürbar in dem wir uns befinden wenn wir auf die über 3000 - jährige Geschichte des Judentums schauen.

Zu Beginn klärt der Autor Begriffe wie Nation und Mythos. Er ist dicht an der Bibel und an Gott und verwundert mich mit revolutionären Gedanken, mit denen er sicher bei vielen nicht gut ankommt. "Ich halte die Juden nicht für ein Volk, denn der heutige Gebrauch des Begriffes zielt auf eine Gruppe von Menschen ab, die ein bestimmtes Territorium bewohnt, auf dem sich eine bestimmte Alltagskultur entwickelt hat . . ." so schreibt der Autor und sieht dies im vorliegenden Falle als nicht gegeben an.

Es kommt noch provokativer. Sand stellt in keiner Zeile seines Buches das Existenzrecht des Staates Israel in Frage, aber den Alleinanspruch auf das Gelobte Land schon. Er bezeichnet die Juden als religiöse Gemeinschaft, keinesfalls als ethnische Gemeinschaft. Das birgt Konflikte in sich. Aber Shlomo Sand steht nicht allein mit seiner Meinung im eigenen Land.

Und er geht noch einen Schritt weiter in seinen spektakulären Überlegungen. Seiner Ansicht nach sind heute viel eher die Palästinenser die ethnischen Nachkommen der biblischen Israeliten.

Wenn der Leser bereit ist mit dem Autoren gemeinsam über solche Provokationen nachzudenken und nachzuvollziehen wie Shlomo Sand zu diesen Überzeugungen gekommen ist, wird er dieses Buch wie einen Krimi verschlingen. Für mich war es das Interessanteste was ich in den letzten Jahren zu diesem Thema auf deutsch zu lesen bekam. Wer über Israel nachdenken will, der kommt an diesem Buch nicht vorbei.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Buch des Jahres 6. Juli 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Als Geschichts- und Politikwissenschafter gab es in den letzten Jahren nur wenige Bücher, die mir wesentlich neue Erkenntnisse vermittelt hätten. Shlomos Sands "Erfindung des jüdischen Volkes" gehört dazu. Sand bringt gut belegte und mit Masse überzeugende Nachweise, dass zunächst einmal die Bibel nicht als Geschichtsbuch ("Die Bibel hat doch recht") sondern eher als politisch-religiöse Kampfschrift zur Förderung des jüdischen Monotheismus und zur Festigung der Bedeutung Jerusalems als religiöses Zentrum zu betrachten ist. Er weist überdies nach, dass es keine Nachweise für eine Massenvertreibung der jüdischen Bevölkerung (Diaspora) weder unter den Römern noch unter den Arabern gibt, die Palästinenser daher am ehesten jüdisch-biblische Wurzeln aufweisen. Er weist auch nach, dass was die Juden weltweit verbindet nicht die gemeinsame Abstammung von den Vätern der Bibel, sondern allein die Religion ist, die heute überwiegend von Konvertiten aus aller Herrn Länder getragen wird. Seine Erkenntnisse stehen daher der (aktuellen) zionistischen Überzeugung diametral entgegen, dass die Bibel als Geschichtsbuch zu verstehen ist und aus ihr der Anspruch des angeblich vertriebenen jüdischen Volkes auf Rückkehr in ihre alte Heimat abgeleitet werden kann. Sand erhebt nun die logische Forderung, den Palästinensern -zumindest jenen in den anerkannten Grenzen Israels- die Friedenshand zu reichen und eine gemeinsame Zukunft als Israelis aufzubauen. Was das Buch so überzeugend macht ist die Tatsache, dass Sand als einschlägiger Professor auf der Universität von Jerusalem auch heute noch tätig ist. In dieser Funktion wird er als Verfasser dieses Werkes wohl sehr darauf Bedacht genommen haben seine Thesen sehr gewissenhaft zu überprüfen und ausreichend abzusichern, widrigenfalls nicht nur seine Reputation als Wissenschafter, sondern auch seine Professur gefährdet gewesen wäre. Bislang ist aber die Kritik in der Fachwelt sehr verhalten geblieben und beschränkte sich auf Details,sieht man vom stereotypen Vorwurf gegenüber Antizionisten ab, er würde Antisemiten Munition für ihre Umtriebe liefern. Absolut lesenswert !
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56 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegen den Strom 2. Juli 2010
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
"Wir Deutschen haben eben ein besonderes Verhältnis zum Staat Israel". Dieser Satz wird nur zu gerne gebraucht, wenn es darum geht, ethnische Säuberungen, Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen oder die Praxis der "Verwaltungshaft" Israels kleinzureden.

Als Nächstes folgt dann unverzüglich der Hinweis auf das Existenzrecht Israels. Als Begründung hierfür wird fast immer die Niederschlagung des Bar-Kochba-Aufstandes im Jahre 135 n. Chr. angeführt, die angeblich zur Vertreibung des jüdischen Volkes aus ihrem Heimatland Judäa führte. Wer etwas anderes zu sagen wagte, der bekam sehr schnell die weltweit reichende Macht der "Anti-Defamation League" zu spüren.

Seit einigen Jahren sind es jüdische Wissenschaftler und Gelehrte, die sich mutig mit der eigenen Geschichte zu beschäftigen beginnen. Israel Finkelstein und Neil A. Silberman machten mit ihrem Werk "Keine Posaunen vor Jericho" 2003 den Anfang. Norman G. Finkelstein folgte 2005 mit seinem Buch "On the Misuse of Anti-Semitism and the Abuse of History". Ilsan Pappe veröffentliche 2007 "The Ethnic Cleansing of Palestine".

Nun also Shlomo Sand. Akribisch setzt er sich mit dem Dogma von der Vertreibung des jüdischen Volkes auseinander. Er führt es schnell und überzeugend ad absurdum. Die Juden sind kein Volk, sondern eine Religionsgemeinschaft.

Man muss kein Prophet sein, um festzustellen, dass Sands Werk keine kurzfristigen Auswirkungen auf den Nahostkonflikt oder auf die bemitleidenswerte Situation der Nichtjuden im Staate Israel haben wird. Bei diesem Buch handelt es sich nämlich "nur" um eine intellektuelle Auseinandersetzung, die an den Grundfesten des Judentums rüttelt. Macht wird heutzutage aber nicht von Intellektuellen ausgeübt, sondern von Medienmogulen und Politikern.

Dieses Buch ein Muss für all diejenigen, die an einer sachlichen Diskussion zum Thema Judentum interessiert sind.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Hervorragend
dieses Buch bringt neue Gedanken in eine alte Debatte! Eine Pflichtlektüre für alle, denen Israel am Herzen liegt, und die sich den Frieden in dieser Region sehr... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von C. Chorherr veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Plausibel
Shlomo Sands Erklärungen über die Entstehung des jüdischen Volkes/ der jüdischen Religionsgemeinschaft / der jüdischen Ethnie klingen sehr plausibel und... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von belfor veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Historisches Fachwissen
Ein interessantes Buch, mir leider zu stark historisch und viel zu detailgenau.
Direktere Bezüge zum heutigen Konflikt habe ich leider bei laaangem Lesen nicht finden... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Sigrid veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sand und Finkelstein zwei wahre Antihelden
Da greift dieser Shlomo Sand das Thema der khasARISCHen AshkeNAZIm auf und belegt wissenschaftlich, dass es wohl eher so ist, dass Israel von Theodor Herzl und den Rothschilds... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Niemand Namenlos veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Zionismus ist Rassismus - Antizionismus ist kein Antisemitismus!
@Für den Leser meiner Rezension!!!
Auf Amazon werden Rezensionen schon lange nicht mehr anhand ihrer Behilflichkeit und anhand ihres Informationsgehalts bewertet, sondern... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Dipl.-Ing. D. I. Schulz veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen non olet
In Kürze:
ein Buch lebt von und verkauft sich über die Qualität seines Inhaltes oder der Monströsität seiner Provokation. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von aneagle veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Prädikat besonders wertvoll
So wie "Keine Posaunen vor Jericho" von Finkelstein/Silberman ein hervorragender Beitrag zur älteren jüdischen Geschichte ist, gehört Shlomo Sands Buch zu den... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Fredy Tester veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nachhaltig
Das Buch ist nach grosser und aufwendiger Recherchearbeit geschrieben worden. Es ist sehr detalliert,tiefgruendig, spannend und ueberzeugend. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Dr. Izzeddin Musa veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen An argumentative thesis not scientifically based
This book is not a scientific work. It is full with mistakes and prejudices. A good example being the Khazars, whose nobility converted to Rabbinic Judaism and disappeared into the... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Mai 2011 von Hennenberg
5.0 von 5 Sternen Die Streitschrift, die eigentlich gar keine ist
Herr Sand hat es gewagt, die göttliche Berufung des jüdischen Volkes und die hartnäckige Behauptung, das jüdische Volk sei einzigartig und eine eigene "Rasse",... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. September 2010 von Platinum
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