Ich habe bisher vier Bücher von Jules Verne gelesen und ich muss leider sagen, ich war von Buch zu Buch enttäuschter.
Angefangen mit "20.000 Meilen unter dem Meer", was wie ich finde ein wirkliches Meisterwerk an Geschichte und Schreibstil ist! Danach las ich "Die geheimnisvolle Insel", wo schon die Geschichte an manchen Stellen sehr vorhersehbar und alles in allem die ganzen Dinge, die die Gestrandeten auf die Beine stellen wollten viel zu glatt lief. Vom Schreibstil aber noch ein sehr gutes Buch. Dann kam "Reise zum Mittelpunkt der Erde" an die Reihe. Hier lies die Geschichte schon deutlich nach und der Schluss kam zu abrupt.
Nun zu "Die Erfindung des Verderbens". Von der Idee her hätte man daraus ebenso ein Meisterwerk machen können wie 20.000 Meilen unter dem Meer. Aber die Umsetzung ist meines Erachtens miserabel. Ich kann nicht sagen, ob es an der Übersetzung liegt, aber es ist geschrieben wie ein Kinderbuch. Es baut sich überhaupt keine Spannung auf und die Geschichte ist enttäuschend schnell vorhersehbar. Hätte ich es als erstes Buch von Verne gelesen, wäre ich bei ihm definitiv nicht hängen geblieben!
Und es wird auch das letzte Buch von ihm gewesen sein was ich gelesen habe. Schade eigentlich, denn die Ideen und Visionen, die er zu seiner schon hatte, fand ich recht beeindruckend.