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Die Erfindung des Landes Israel: Mythos und Wahrheit Taschenbuch – 10. März 2014


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (10. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548612040
  • ISBN-13: 978-3548612041
  • Originaltitel: Matai ve`ekh humtzea Erez Israel?
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 2,5 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 33.303 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein sachlicher Beitrag zum Verständnis des Nahostkonflikts.", Deutschlandfunk, "Andruck", Helge Buttkereit, 12.11.2012 »Für alle zu empfehlen, die sich tiefer in die Geschichte Israels beziehungsweise Palästinas einarbeiten wollen.«, Deutschlandfunk, "Andruck", Helge Buttkereit, 12.11.2012

Klappentext

Shlomo Sand gehört einer Gruppe israelischer Historiker an, die sich kritisch mit der Ges-chichte Israels und des Zionismus befassen. Nicht das Existenzrecht Israels stellen sie in Frage, sondern den auf Legenden beruhenden Alleinanspruch auf das Gelobte Land. Das Judentum, so Sand, ist eine religiöse, keine ethnische Gemeinschaft. Wenn überhaupt, sind eher die Palästinenser als die aus Europa eingewanderten Juden ethnische Nachkommen der biblischen Israeliten. Bei aller Provokation stellt Sands Buch eine fundierte Auseinandersetzung mit der 3000-jährigen Geschichte des Judentums dar. Doch weil der Autor als engagierter Vorkämpfer für eine offenere Politik Israels gegenüber seinen arabischen Nachbarn auftritt, ist es vor allem als Streitschrift wahrgenommen worden. Auch in Deutschland sorgte das Buch für Aufsehen und breite Diskussionen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Volker Punzel am 14. November 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Shlomo Sand hat ein Buch vorgelegt, an dem sich nicht nur die Geister scheiden, sondern dass auch noch eine sehr gute Hilfe ist, um dem Antisemitismus ein für allemal den Boden zu entziehen.

Juden sind Mitglieder einer Religionsgemeinschaft (!!), wie auch die Christen und die Moslems, und es steht niemandem zu, sie einfach zu Angehörigen einer besonderen Rasse oder zu Mitgliedern eines Volkes bzw. einer Nation zu machen.
Indem die bürokratischen Kommunisten in der Sowjetunion "jüdisch" zu einer Nationalität erhoben, leisteten sie dem Bestreben der Nationalsozialisten in Deutschland Vorschub, die Angehörigen der in ihrem Land lebenden jüdischen Religionsgemeinschaft aus der deutschen Nation auszugrenzen. Was letztlich mit deren körperlicher Vernichtung endete.
Der Staat Israel tut gut daran, die von Shlomo Sand vorgelegten Belege nicht einfach zu ignorieren. Soll Israel eine Zukunft haben, müssen seine staatsrechtlichen Grundlagen einer sehr sorgfältigen Prüfung und unbedingt einer Überarbeitung unterzogen werden.
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41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 25. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Es ist gut, dass ausgerechnet ein Jude dieses Buch geschrieben hat. Alles andere wäre um des Themas Willen nicht gut gewesen. Um so mehr bewundere ich den Mut des Historikers Shlomo Sand für seine klaren Aussagen und Analysen.

"Während Jerusalem in den fünf Büchern Mose überhaupt nicht erwähnt wird, taucht das Land Kanaan bereits im Buch Genesis mehrfach auf und dient fortan als Ziel, Schauplatz, Geschenk, Erbe, erwählter Ort und vieles mehr." (93)

Bleibt die alles entscheidende Frage: Was ist Israel also? Der Autor hat den großen Vorteil seit Jahrzehnten in Israel zu leben. Auch wenn das Buch zunächst den Eindruck macht, als würde es sich um ein wissenschaftliches Werk in trockenem Intellektuellendeutsch handeln, liest es sich schnell und außerodentlich leicht, weil der Autor oft große religiöse oder politische Sachverhalte an eigenem Erleben oder dem seiner Familie beschreibt. Immer wieder beeindruckt Sand mit Hinweisen darauf, dass Israel nicht so einfach als das angestammte Land der Juden bezeichnet werden kann.

"Bereits auf dem Berge Sinai, unmittelbar nach Aushändigung der Zehn Gebote, verspricht Jahwe, wie gesagt, die autochthone Bevölkerung des Landes zu vertreiben, um Platz für seine auserwählte Gefolgschaft zu schaffen." (97)

Dieser Art der Beweisführung folgen noch viele Beispiele. Aber der Autor fürchtet sich nicht auch die politischen Ereignisse der letzten Jahrzehnte genau ins Visier zu nehmen und stellt den politisch Verantwortlichen des Staates Israel kein gutes Zeugnis aus.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ulrich Gellermann am 16. Dezember 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Es ist die leichte, elegante Sprache für ein schweres Thema, die von Beginn an für Schlomo Sands Buch "Die Erfindung des Landes Israel" einnimmt. Und es ist die Empathie des israelischen Historikers, die seinen brillanten Verstand zu Erkenntnissen führt, die der Mehrheit seiner Mitbürger bisher verschlossen bleibt. Ganz am Anfang des Buchs erinnert sich der Autor an seinen ersten Auslandsaufenthalt: Als junger Soldat überschritt er im Juni 1967 die israelisch-jordanische Grenze, eine Grenze, die seine Kameraden nicht sehen wollten: Für sie waren auch die Jerusalemer Berge das Land Israel. Auch verfolgt ihn die Erinnerung an einen alten, gefangen genommenen Palästinenser, der vor seinen Kameraden mit brennenden Zigaretten gefoltert wurde, um irgendein Geständnis zu erzwingen. Der Sohn polnischer Eltern, die mit Glück den Nazis entkommen waren, liebt sein Land. Und gerade dieser Liebe wegen sorgt er sich über die Entwicklung Israels zu einem "kolonialistischen, ethnozentristischen und segregierenden" Staat.

Zur ideologischen Rechtfertigung eines Groß-Israels muss in der offiziellen Propaganda die Bibel herhalten. Obwohl die Bibel, wie andere Glaubens-Schriften auch, kaum als wissenschaftliches Werk einzuschätzen ist. Doch weil die heilige Schrift inzwischen zu einem Reiseführer in das historische Israel geworden ist, setzt sich Sand mit den darin enthaltenen geopolitischen Behauptungen auseinander und findet das von Gott dem Moses versprochene Land Kanaan: Nicht nur, dass Kanaan vor dem Auszug der Kinder Israels aus Ägypten bereits von anderen Völkern bewohnt war, auch das heute als "ungeteilte Hauptstadt Israels" apostrophierte Jerusalem lag dort eben nicht. Selbst das "Land Israel" taucht im 5.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Andreas (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT am 3. Dezember 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Shlomo Sands Buch "Die Erfindung des Landes Israel. Mythos und Wahrheit" ist ein hochpolitisches und engagiertes Werk. Der Autor argumentiert sowohl stringent als auch leidenschaftlich, ohne zu pauschalisieren, zu verurteilen oder polemisch zu werden. Im Gegenteil, er will eine differenzierte und sachliche Debatte. Er will von Mythen befreien und aufklären.

Seine These, dass das Land Israel eine Erfindung des Zionismus sei, die weder aus der Geschichte noch aus der Theologie fundiert begründet werden kann, soll nicht das Existenzrecht Israels in Frage stellen, sondern den radikalen Kräften in Israel den Wind aus den Segeln nehmen. Es geht Sand darum, historische Realitäten anzuerkennen, wie sie der Staat Israel auch eine ist, um überhaupt möglich zu machen, zu einem friedlichen Miteinander im nahen Osten zu kommen.

Sand zeigt auf eindrucksvolle Art, wie sich Diskurse verändern, wie relativ junge Ideologien einen sachlichen Blick auf die Geschichte ganzer Jahrtausende verstellen können. Diesen Blick versucht Sand wieder zu ermöglichen. Der Leser wird vielleicht nicht allen Thesen zustimmen, aber der Versuch als Ganzes ist auf überzeugende Art und Weise gelungen. Die Lektüre ist allen Interessierten zu empfehlen.
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