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am 8. Oktober 2013
"Die Erde von oben" - den Bildband kennt fast jeder. Den Fotografen, Yann Arthus-Bertrant, kennen namendlich weit weniger. Während des Studiums habe ich mich intensiv mit ihm beschäftigt und einen großen Respekt vor diesem Mann entwickelt! Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erde fotografisch zu dokumentieren und so das Erhaltenswerte unseres Planeten herauszustellen. Immer versehen mit vielen Informationen. Eine Bestandsaufnahme.

"Unsere Erde ist viel schöner, als ich gedacht hatte. Seit ich sie bewusst sehe, hat sie mich immer wieder aufs Neue überrascht. Seit ich ihre Schönheit durch das Objektiv meiner Kamera entdecke, bin ich ein anderer Mensch. Und gerade weil die Erde so schön ist engagiere ich mich für die Umwelt."

Heute, 20 Jahre später, hat er ein neues Buch herausgebracht. Denn auch wenn es viele Abkommen gibt, viele runde Tische, "häufen sich seit 20 Jahren die Alarmsignale". Darauf soll dieses Buch hinweisen.

Einsortiert in die Themen "Ernährung", "Verschmutzung", "Energie" und weitere finden sich aussagekräftige Doppelseiten. Immer rechts ein Foto, links Informationen zu einem konkreten Thema. Jedes Thema beinhaltet zudem ein doppelseitigen Interview eines Spezialisten.

Die Fotos
Die Bilder sind einfach gut. Sie zeigen die Schönheit, aber auch die Zerstörung unseres Planeten. Wäre es nicht zu schade um das Buch, hätte ich jetzt mehrere Dutzend Bilder für meine Wohnung!

Die Texte
Jeder Text beginnt mit einer prägnanten Zahl. "80% der Menschen, die auf der Welt Hunger leiden, sind Bauern" beispielsweise. Als Einstieg in das Thema super gemacht, allerdings finde ich nicht alle Zahlen aussagekräftig. "+75% weltweiter BIP-Anstieg 1992-2010" etwa ist eine Zahl, mit der ich gar nichts anfangen kann. Denn sie sagt nichts darüber aus, wie es den Menschen dahinter geht. Das steht zwar auch im Text, aber dann bringt mir diese Zahl nichts. Oder "+1500% Anstieg der Zahl der weltweit nach ISO 14001 erteilten Zertifikate im Zeitraum 1999-2009". Das könnten auch vorher 1 und jetzt 16 sein. Da wird auch im Text keine absolute Zahl genannt.
Diese Anreißer empfinde ich als leicht reißerisch-populärwissenschaftlich. Manchmal werden sie im Text dann aufgelöst, manchmal aber auch nicht.

Andererseits: Auf einer einzigen Seite ein Problem der Menschheit aufzubereiten, das ist gar nicht so einfach. Abgesehen von den Anreißern, die nicht immer allzu viel aussagen, wurde es meiner Meinung nach bestmöglich gelöst. Kurze Informationshappen, inhaltlich tief genug, um die Dringlichkeit zu begreifen - ohne jedoch durch Länge oder Fachbegriffe abzuschrecken.
Fazit

Dieses Buch ist kein reiner Bildband für gemütliche Sofaabende. Er ist eine Mahnung an uns alle. Unangenehm. Aber dennoch wahr und wichtig.
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am 11. September 2013
nachdem ich die Bücher und fotos von arthus-bertrand alle kenne, war ich enttäuscht. ich hatte erwartet, mehr gegenüberstellungungen von damals und heute zu finden.
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am 24. Juni 2013
„20 Jahre lang habe ich die Erde fotografiert und gesehen, wie sie sich verändert“, schreibt Yann-Arthus Bertrand im Vorwort zu der aufrüttelnden Dokumentation „20 Jahre danach“. Es sind traumhaft schöne Bilder mit einer alptraumhaften Botschaft: 20 Jahre nach dem Weltklimagipfel von Rio haben wir nicht eines der großen Probleme der Menschheit gelöst – und das, obwohl immer mehr Staaten immer mehr Abkommen zum Schutz der Umwelt unterzeichnet haben. Allerdings gibt es in bestimmten Gebieten auch gute Ansätze wie die „Green Economy“, den Rückgang der Luftverschmutzung, mehr Chancengleichheit, die Ausweitung der Schutzgebiete. Doch immer noch sind 925 Millionen Menschen unterernährt – und das obwohl wir Fleisch im Überfluss produzieren. Und immer noch ist die Ungleichheit der Kontinente riesengroß: „Teilt man die Gesamtfläche durch die Weltbevölkerung, so entfallen auf jeden Erdenbewohner etwa 1,8 Hektar. Ein Amerikaner ‚verbraucht‘ im Schnitt aber 9,4 Hektar, ein Europäer 4,8 Hektar. Würden alle Menschen wie die Amerikaner leben, so wären dafür fünf Erden erforderlich.“ Die oft graphischen – immer aber schmerzhaft schönen - Fotos von Yann-Arthus Bertrand veranschaulichen, was die Mitarbeiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen in ihren alarmierenden Texten schreiben: Um unsere Welt zu erhalten, ist radikales Umdenken nötig. Wie schnell sich Dinge entwickeln können, hat der arabische Frühling gezeigt, zeigen die Demonstrationen in Istanbul und Rio. „Wer friedliche Revolutionen verhindert, macht gewaltsame Revolutionen unausweichlich“, wird John F. Kennedy zitiert. Die Gegenwart gibt ihm Recht. Und die ungerechte Verteilung der Ressourcen und Reichtümer könnte in den nächsten 20 Jahren zu noch größeren politischen Umwälzungen führen. Es ist also höchste Zeit für Veränderungen – und dazu kann jeder sein Scherlein beitragen, mahnt Yann-Arthus Bertrand.
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