es sind wie im ersten foto-klotz wiederum die schönen bilder zu betrachten: rote ibisse überfliegen den urwald, ein eisbrecher schlägt sich in finnland eine bresche, venedig oder dubrovnik strahlen uns an - oder eine sehr ähnlich gebaute mexikanische lagunenstadt. viele fotografien aber sind kontrastierend hintereinandergesetzt, um im betrachter ein nicht-nachdenken unmöglich zu machen: dem foto einer kuh zwischen blühenden obstbäumen folgt eines vom blutigen schlachthaustreiben in neu delhi; dem durch das attentat entkernten manhattan folgt umgehend das luftbild eines dörfleins aus einem der ärmsten länder der welt; ein kanadischer nationalpark wird kontrastierend gesetzt gegen die luftaufnahme eines hubschrauber-friedhofes: alle maschinen sind vom tschernobyl-unglück verstrahlt. in eindrücklichen begleittexten wird unsere verantwortung für unsere erde thematisiert; typische überschrift: "armut, eine verletzung der menschenrechte"; und so stehen direkt hintereinander aufnahmen der hochhauswüste von benidorm und solche der überfluteten gebiete in bangladesch; villen der superreichen wirken absurd neben massenbehausungen in belfast oder in mexiko (infonavit-häuschen - sehen aus der luft nicht viel anders aus als die kästen eines riesigen europäischen getränkemarktes). yann arthus-bertrand hat mit dieser zweiten fotosammlung eine weitere, sich nicht wiederholende und vor neuigkeit strotzende informationsbasis geschaffen, die viele menschen interessieren sollte - die naturschwärmer als auch die zivilisationskritiker - und vielleicht hilft eine visuelle brücke wie diese dabei, beide gruppen, die romantischen wie die verzweifelten, einander näher zu bringen: im gemeinsamen bemühen, dabei zu helfen, diesen planeten für die nächsten generationen halbwegs zu retten und nicht noch weiter herunterzuwirtschaften ...