Kurzbeschreibung
Der Band beschreibt erstmals die spannende Kulturgeschichte der Erdbeere von den Wildsorten bis zur Königin der Früchte, die mit Gold aufgewogen wurde. Man kultivierte sie schon in den mittelalterlichen Klostergärten als irdisches Abbild einer paradiesischen Frucht. Der Anbau in den Vierlanden bei Hamburg ist schon 1693 belegt. Die "Vierländer" oder Moschuserdbeere wurde wegen ihres Duftes ein Begriff. Man lernte den Zeitpunkt der Reife zu steuern und konnte mit verschiedenen Sorten die Saison von Mai bis Juli ausdehnen. Das Buch präsentiert viele alte, zu Unrecht vergessene Sorten, schreibt die Geschichte von Anbau und Verwertung, gibt Tipps für Bezug, Bepflanzung, Ernte und Verarbeitung. Es liefert auch entsprechende Rezepte vom Erdbeerwein bis zu Kuchen und Eis. Auch der Volksglaube rund um die Erdbeere bietet spannende Einblicke in weit zurückreichende Traditionen um diese faszinierende Frucht.
Über den Autor
Torkild Hinrichsen, geb. 1948, studierte Kunstgeschichte, Vor- und Frühgeschichte und Archäologie in Hamburg. Von 1979 bis 1980 war er wissenschaftlicher Angestellter am Altonaer Museum in Hamburg, von 1980 bis 1986 als Kulturhistoriker und stellvertretender Direktor am Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund. Seit 1986 ist er Hauptkustos und stellvertretender Direktor des Altonaer Museums. Seine besonderen Arbeitsgebiete sind die Kulturgeschichte der Kindheit und das weihnachtliche Brauchtum.