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Die Erbschaft
 
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Die Erbschaft [Taschenbuch]

Connie Palmen , Hanni Ehlers
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257233426
  • ISBN-13: 978-3257233421
  • Originaltitel: De Erfenis
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,6 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 215.578 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Connie Palmen
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Schriftstellerin Lotte Inden stirbt. Langsam, aber sicher geben ihre Muskeln den Dienst auf, zuletzt auch ihr Herzmuskel. Für die Zeit, die ihr noch bleibt, stellt sie den jungen Max Petzler als "Mädchen für alles" ein. Er soll ihr nicht nur die schwindende Muskelkraft ersetzen, sondern wird auch Archivar ihres geistigen "Erbguts", ihrer Gedanken, Essays, ihres in all den Jahren gesammelten Wissens. Seine Aufgabe ist es, ihre Erinnerungen so zu bündeln und zu ordnen, dass Lotte auch noch im Endstadium ihrer Krankheit darauf zugreifen kann. Mit seiner Hilfe hofft sie, noch ihren letzten, ganz großen Roman fertig stellen zu können.

Max taucht bei seiner Archivarbeit immer tiefer ein in Lottes Gedankenwelt, ist mit jedem Tag faszinierter von der eigensinnigen Frau. Eine zögernde, zarte Liebe, deren Ende schon zu Beginn feststeht, wächst zwischen den beiden. Am Schluss ist Max bereit, den großen Roman auch ohne Lotte, aber in ihrem Sinn fertig zu stellen. "Ich warte im Buch auf dich" sind ihre letzten Worte an ihn.

Lotte Indens Traum, ihre Erinnerungen und Weisheiten in einem großen Roman unterzubringen und so unters Leservolk zu bringen, ist der Autorin Connie Palmen gelungen. Zum einen ist ihr Roman Die Erbschaft eine gelungene Verknüpfung intelligenter Gedanken über Lesen und Schreiben, Liebe und Selbstliebe, Originalität und Inspiration zu einer runden Geschichte. Manche von Palmens Sätzen möchte man sich abschreiben und an die Wand nageln, so klar, klug und richtig sind sie. Zum anderen ist der Amsterdamerin, derzeit der wahrscheinlich erfolgreichste literarische Export der Niederlande, eine bewegende, mit Samthandschuhen geschriebene Liebesgeschichte geglückt. Gehaltvoller Inhalt in gefühlvoller Verpackung -- was will man mehr? --Beate Strobel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Balz und Schmalz

«Die Erbschaft»: Connie Palmen pflegt den Genremix

Lotte Inden ist allein zu Haus. Ihr Sekretär und Krankenpfleger hat Ausgang. Da zappt die todkranke Schriftstellerin zum Zeitvertreib durch alle Fernsehkanäle, bis sie an einen Dokumentarfilm über die Balz der Paradiesvögel auf Borneo gerät. Und ihr Leben wird auf den Punkt gebracht. Anstatt sich nämlich mit dem knallbunt strotzenden männlichen Federvieh der Tropen zu identifizieren, entdeckt Lotte Inden ihre Seelenverwandtschaft zu den fliegenden Dschungelweibchen: «Aber das graue Laubenschleierchen! Sein ganzes Leben verwendet es darauf, ein geniales Bauwerk zu schaffen.»

Wie das Laubenschleierchen, so die Lotte. Von Kopf bis Fuss auf Wahrhaftigkeit eingestellt – den Prototyp des Narzissten verachtend, der «unter der gähnenden Leere in seinem eigenen Herzen leidet». Aus dem Fundus ihres Literaturarchivs namens «Erbgut» und dem Rückzug in die kreative Einsamkeit schöpft die sieche Verehrerin von Samuel Beckett und Marguerite Duras Kraft bis zum Abwinken. Dem «dummen Gewettere der Kritiker» trotzt sie mit Inbrunst: «Ich lass mir auf zwei Gebieten von niemandem etwas vorschreiben: auf dem Gebiet, was gut und was schlecht ist in der Liebe, und auf dem Gebiet, was gut und was schlecht ist in meinem Werk. Das ist allein meine Sache.» Moralisch einwandfrei betreibt die Schriftstellerin ihr Engagement gegen Selbstgefälligkeit und Egomanie. Und sagt doch dauernd «ich». Die Bestandsaufnahme dieses fünfzigjährigen Lebens liefert die niederländische Bestsellerautorin Connie Palmen in ihrem Roman «Die Erbschaft».

Nachdem Palmen 1991 mit «Die Gesetze» ein spritziges Début gegeben und zuletzt in dem autobiographisch geprägten Text «I. M.» (1998) den Verlust ihres Geliebten, des Talkmasters Ischa Meijer, lakonisch beklagt hat, leidet das fünfte Buch unter dem Gewicht des schweren Empfindens. Zwar versucht die Autorin wieder, die bewährten Themen von Liebe, Tod und Schreiben in einen luftigen Dreiklang zu verwandeln. Doch zu vorhersehbar entwickelt sie den Plot, zu eindimensional das Personal. Von vornherein steht fest: Lotte Inden wird an einer unheilbaren Muskelkrankheit sterben. Patent, wie sie nun einmal ist, engagiert sie einen Pfleger. Der dreissigjährige Lektor Max Petzler erweist sich als die ideale Besetzung. Er versorgt die Gelähmte nicht nur vorbildlich, sondern ordnet und verwaltet auch ihren literarischen Nachlass. Seine beinahe untertänige Bewunderung prädestiniert ihn darüber hinaus zum letzten Liebhaber der Patientin. Ausserhalb der vorlauten Welt, in der Kritiker und andere Besserwisser den Ton angeben, gehen die Dichterin und ihr getreuer Eckermann eine Symbiose ein. – Im stillen Grachtenhaus und bretonischen Feriendomizil erproben sie das Glück im Winkel. Und auf der Zielgeraden werden endlich alle Wünsche wahr – so schwarzweiss gemalt von Connie Palmen, dass sie ihr Image der gewitzten Virtuosin einer gehobenen Unterhaltungsliteratur empfindlich beschädigt. Wohl unterbricht Palmen den berechenbaren Handlungsstrang durch den Methodenwechsel, welcher auch ihre vorherigen Romane auszeichnet. Ein Genremix aus Erzählung, Zitaten berühmter Autoren, fiktiven Briefen und Lottes belehrenden Allgemeinplätzen plustert den Text auf, ohne ihn allerdings tiefenwirksam anzureichern. Kunst solle wirken wie «ergreifende Balz», wünscht sich Lotte Inden, woraus Max Petzler demütig folgert, dass «Schreiben verführen» bedeuten müsse. Diese Ansprüche ihrer Protagonisten setzt Connie Palmen in der «Erbschaft» nicht um. Stattdessen verdriesst sie den Leser mit Plattitüden, die des brasilianischen Weltenseelsorgers Paulo Coelho würdig sind. «Kein Kind verdient es, misshandelt zu werden», verkündet Lotte Inden pathetisch wie eine Küchenphilosophin. Und weiss genau, wo der Kohldampf wohnt: «Im Herzen der Liebe ist ein Hunger.» So fliegt das graue Laubenschleierchen unermüdlich von Ast zu Ast, will sein geniales Bauwerk vollenden, kommt jedoch über dessen Entwurf nicht hinaus.

Christiane Schott -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein bißchen enttäuscht bin ich von diesem Buch schon, vor allem wenn ich es mit dem vielschichtigeren, schillernderem Titel "Die Gesetze" der Autorin vergleiche. "Die Erbschaft" wirkt so, als hätte der Verlag Connie Palmen den Tipp gegeben "Schreib mal was Kurzes im Stil von Paulo Coelho, das bringt sicher hohe Auflage ..." Die Autorin macht das zwar gekonnt, aber die Story wirkt etwas kopflastig, die angekündigte Liebesgeschichte geht ziemlich unter bzw. wirkt nur als Vehikel der Autorin, Erkenntnisse übers Schreiben, Lesen, Fernsehen ... unters Volk zu bringen. Naja, ein bißchen ungerecht ist der Vergleich mit Coelho doch - Connie Palmen klingt nicht so esoterisch umwölkt, sie hat ihr philosophisches Handwerkszeug sicher gelernt. Vielleicht hätte das Buch 100 Seiten umfangreicher sein müssen, damit die Figuren für den Leser etwas mehr mit Leben (bzw. Sterben) erfüllt werden.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "dickesb"
Format:Taschenbuch
Ich möchte mich der Meinung des ersten Rezensenten z.T. anschliessen.
Wenn man die "Erbschaft" gelesen hat, werden einem die vorangegangenen Bücher Palmens noch einmal erklärt, so scheint es. Mir ging es jedenfalls bei dem Buch so, als läse ich einen Essay- Band, quasi als Kommentar zu den drei anderen Büchern ( was mich als Leser verwundert hat, denn auch bei "IM" hatte ich das Gefühl, eine Erklärung, besonders zu der "Freundschaft" zu bekommen ).
Warum dann drei Sterne?
Weil das Buch im Palmen- Sound geschrieben ist( und der ist echt ein Gewinn!). Die Organisation von Individualität im Wechselspiel mit Philosophischem ( oder dem, was alle Menschen angeht) gelingt ihr immer wieder. Wer Geschichten satt hat, in dem das Individuum als bar jeder Bindung referiert wird, findet hier einen guten alteuropäischen Trost.
Zusammenfassend bekam ich den Eindruck, dass hier eine gute Autorin ein zu mageres Thema abarbeitet.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Muss man nicht kaufen! 1. September 2002
Von A. Rank
Format:Gebundene Ausgabe
Die Erbschaft ist ein dünnes Büchlein über eine unheilbar kranke Schriftstellerin, die einen jungen Lektor einstellt, um ihr, die sie selbst schleichend immer kränker werden wird, bei ihrem literarischen Nachlass, dem "großen Roman" zu helfen. Liebäugelt Connie Palmen nach dem Tod Ischa Meyers (und dessen Aufbereitung im Buch IM) nun selbst mit dem Gedanken zu sterben und zurückzulassen?
Weite Teile des Buches sind Dialoge und Monologe, Zitate und Aphorismen, weitgehend gelungen und in den Dialogen dergestalt, dass man dazwischenrufen und selbst mitreden möchte.
Die Geschichte selbst, geschrieben aus der Sicht des jungen Mannes, bleibt dünn und wie so oft bei Connie Palmen, ein Selbstbespiegeln. Wohl muss Connie Palmen der Vorwurf, sie würde egozentrisch schreiben, schon öfter gemacht worden sein, denn eine zentrale Stelle des Romans dreht sich um den Narzißmus, um den autobiographischen Roman (also darum, dass im Grunde jedes Schreiben autobiographisch sei). Ihre Argumente - nicht nur an dieser Stelle- überzeugen, sind aber dennoch keine Begründung dafür, dass dieser Roman, vor allem wenn man ihr sonstiges Werk kennt, nichts Neues mehr bringt.
Soll das jetzt Palmens "Großer Roman" sein?
Vielleicht hätte sie den Roman als Essaysammlung herausgeben sollen- denn die Gedanken sind gut- und nicht künstlich (und ärgerlich!) eine Geschichte darumherumschreiben.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Autobiographisch.. merkts denn keiner??
Dieses Buch ist absolut autobiographisch.. merkts denn keiner.. Sie liebte jemanden.. der tot ist.. mit einer Abkürzung versehen wird.. Sie hat den Roman .. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Iris Basan veröffentlicht
Enttäuschend
Enttäuschend. Das Werk über die Reife entpuppt sich leider nicht als Werk der Reife. C. P. hat offensichtlich Schwierigkeiten, fiktiven Personen Leben einzuhauchen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juni 2009 von S. Ritter
Brillant
In dieser Geschichte wird von den letzten Jahren der Schriftstellerin Lotte Inden erzählt, die, wissend um den tödlichen Ausgang ihrer Krankheit, lange vor ihrem Tod... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. April 2008 von Maxim Reiter
An Ödnis kaum zu überbieten !!!
Nachdem ich "I.M.Ischa Meijer.In Margine.In Memoriam." gelesen hatte, ein wirklich bewegendes, fabelhaft geschriebenes, autobiographisches Buch, kaufte ich mir einige Zeit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2007 von Sina Gerritsen
einfach schön.
Das dachte ich als ich die ersten Seiten dieses Buches gelesen habe. Das dachte ich auch den folgenden 10, 20,140 Seiten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Juli 2006 von Klose, Regina
Literarischer Leckerbissen
Schriftstellerin Lotte Inden ist unheilbar krank. Sie engagiert den leidenschaftlichen Leser Max, der ihr helfen soll, ihren großen Roman zu vollenden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Juli 2005 von Susanne Henke
literarische Perlen in schwacher Rahmenhandlung
Die erfolgreiche Schriftstellerin Lotte Inden erfährt von ihrer unheilbaren Krankheit. Sie stellt einen jungen Mann ein, der sich nicht nur um ihren zunehmend schwächer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. November 2004 von Wolfgang Gonsch
Es geht um weitaus mehr als Geld oder alte Möbel.
Tiefgründig und sensibel sind wohl die Worte, die am ehesten auf dieses Buch zutreffen. Eine berühmte Schriftstellerin erfährt von ihrer schweren Krankheit und... Lesen Sie weiter...
Am 30. März 2001 veröffentlicht
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