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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grandios,
Rezension bezieht sich auf: Die Erbin der Welt. (Taschenbuch)
Die vorhandenen Rezensionen machten mich neugierig, vor allem der Schreibstil der Autorin wurde ja als außergewöhnlich und zum Teil sogar gewöhnungsbedürftig beschrieben. Da war ich skeptisch, denn ein mühsamer Schreibstil liegt mir nicht und trägt höchstens dazu bei, dass ich das Buch entnervt in die Ecke schmeiße, egal, welcher ach so berühmte Autorenname auch draufsteht. Nur ein kurzer Blick ins Buch belehrte mich eines Besseren. Der Schreibstil ist perfekt. Die Protagonistin ist eine Ich-Erzählerin, durch und durch. Sie gibt uns Einblick in ihr Wesen, ihre Empfindungen, ihre Gedanken und Schlussfolgerungen. Dazu gehören auch kurze (wirklich kurze) Abschweifungen und Informationen (ich würde sie dennoch nicht als Infodump bezeichnen), die den Leser an der entsprechenden Stelle aus dem Lesefluss reißen, aber so subtil sind, dass sie die Geschichte mit winzig kleinen Bausteinen stützen und erweitern und so zu einem umfassenden Gesamtbild beitragen. Auch die immer wiederkehrenden Dialogsequenzen der Protagonistin mit ihrem zweiten Ich (darauf gehe ich nicht näher ein ;-) ) fügen sich wunderbar in die Story ein und tragen dazu bei, dass man als Leser nach und nach besser versteht, wie weitreichend die Ereignisse, von denen die Hauptfigur berichtet, sind.Die Protagonistin Yeine Darr wird als mögliche Erbin in den Palast ihres Großvaters gerufen. Schnell wird klar, dass sie dort nicht willkommen ist, vor allem die beiden anderen Erben sehen das missratene Mischlingskind als Ärgernis. Während Yeine versucht, den Mord an ihrer Mutter aufzuklären, gerät sie in ein verstricktes Verwirrspiel um die absolute Macht - über die Welt und ihre versklavten Götter. Um zu überleben geht Yeine ein Bündnis ein, das ihr am Ende vielleicht erst recht den Tod bringen wird. Niemand sollte sich durch das Wort "Intrigen" abschrecken lassen. Sie bilden zwar den Hauptstrang, sind aber so geschickt in Yeines Geschichte verwoben, dass sie nicht ermüden, sondern zur Spannung beitragen. Yeine ist eine sympathische Figur, die sich selbst und ihrem Volk treu bleibt, sich aber dennoch weiterentwickelt. Anfangs ist sie ein reiner Spielball zwischen den Fronten, doch nach und nach gewinnt sie an Stärke und damit die Sympathie ihrer Bündnispartner. Und hier kommt die bereits angesprochene Liebesgeschichte zum Tragen, die sich durch das ganze Buch zieht. Sie ist anders, das ja, aber trotzdem wunderbar und hat - auf ihre Weise - sogar ein Happy End. Fazit: Ein wirklich gelungenes Debüt und für weibliche und männliche Leser gleichermaßen geeignet. Ohne große Kampfszenen, dafür mit "göttlicher" Fantasy, alltäglicher Magie, viel Spannung, Verwirrspiel und einer gefährlichen Liebesgeschichte. Unbedingt lesen!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
44 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das High Fantasydebüt des Jahres 2010,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Erbin der Welt. (Taschenbuch)
2008 war das Jahr von Patrick Rothfuss, 2009 das von Peter V. Brett.2010 könnte der Name N. K. Jemisin in aller Munde sein, denn ihr High Fantasy Debütroman DIE ERBIN DER WELT zeugt von unglaublichen Können. Jemisin schafft es die Balance zwischen Originalität und Vertrautem, Eigenwilligkeit und universeller Gefälligkeit zu halten. Kombiniert mit einer markanten Heldin, einer herausragenden Erzählweise, aufwändigem Setting und komplexen Themen schafft sie es eine aufregende Geschichte zu erzählen. Eine junge Frau kommt an den Hof und wird prompt in tödliche Intrigen verwickelt. Füge Magie, Götter und eine romantische Verwicklung hinzu und man könnte meinen, dass es sich hierbei um einen 0815 Fantasyroman handelt. Wie Patrick Rothfuss tritt Jemesin den Beweis an, dass es nicht darum geht, welches Knochengerüst die Geschichte hat, sondern was man darauf aufbaut - wie tief man gräbt um die Wahrheit in den Klischees zu finden. Jemisins Stärke liegt darin, Charaktere, Setting und Handlung mit Grundsatzfragen zu unterfüttern. So erhält man mehr als nur eine spannende Geschichte über Hofintrigen und Beziehungen. Besonders berührt hat mich dabei die Auseinandersetzung mit Rassismus, an die sich viel zu wenige Fantasyautoren heranwagen. Hier nimmt sie einen zentralen Stellenwert ein, denn die Heldin ist ein Mischlingskind und wird in keiner ihrer Welten so recht akzeptiert. In diesem Licht ist die Covergestaltung von Blanvalet umso enttäuschender. Es geht gerade darum, dass Yeine keine großgewachsene Blondine wie der Rest der Herrschaftsklasse ist und dass ihr diese Tatsache wahrscheinlich das Leben kosten wird. Weitere wichtige Themen sind der Umgang mit Macht und ihre Konsequenzen. Die Reaktionen der versklavten Götter macht das besonders deutlich. Sie nutzen den kleinsten Spielraum in ihren Befehlen um unglaubliche Verheerung anzurichten. Die Mythologie in Jemesins Setting basiert auf einer Mischung aus griechischer und Hindumythologie. Faszinierend fand ich außerdem die Frage, was besser ist: ein totalitäres Regime, das seinen Bürgern Frieden und Wohlstand bringt oder in Freiheit zu leben, zu glauben, was man möchte, auch wenn so eine Lebensweise Krieg und Hungersnöte bedeuten könnte. Jemisins Stil stellt für mich ein Highlight des Romans dar. Die Autorin versteht ihr Handwerk derart gut, dass sie gängige Regeln in den Wind schießen kann. Sie verwendet Ein-Satz-Absätze, bricht die vierte Wand (Erzähler adressiert den Leser) und unterbricht den Fluss der Geschichte mit Rückblenden und Infodumps. Ich habe keine Ahnung, wie das Ergebnis dadurch noch stärker werden konnte, aber es ist so. Hat man sich erst einmal an den ungewöhnlichen Stil gewöhnt, hilft er den Leser in den Bann der Geschehnisse zu ziehen und Empathie für die Heldin zu entwickeln. Yeine ist kein offener, lebenslustiger Charakter, dem leicht Sympathie geschenkt wird. Aufgrund ihrer Erfahrungen als Mischlingskind und Herrscherin eines unterdrückten Landes hat sie sich eine harte Schale zugelegt. Doch der Erzählstil gewährt einen derart guten Einblick in ihre Emotionen, dass man so richtig mit Yeine mitleben und -leiden kann. Zudem wird der Unterschied zwischen Yeine, der älteren Ich-Erzählerin, und Yeine, die diese Ereignisse erlebt, deutlich gemacht. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass es sich hierbei um keine romantische Fantasy handelt. Ein Beziehungsfaden ist zwar vorhanden und er entwickelt eine große Bedeutung, aber er nimmt einen verschwindend kleinen Anteil an der Handlung ein und ich würde diese Beziehung nicht als "romantisch" im landläufigen Sinn bezeichnen. DIE ERBIN DER WELT ist eine hervorragende, charakterorientierte Geschichte über politische Intrigen und Beziehungen, die aufgrund der komplexen Thematik einen hohen Wiederholungswert hat. Im Gegensatz zu Rothfuss Trilogie braucht man auf den zweiten Teil nicht lange warten. Die Gefährtin des Lichts: Roman soll im November 2010 erscheinen und der abschließende Band von Jemisins Trilogie ist auch bereits geschrieben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unglaublich.,
Rezension bezieht sich auf: Die Erbin der Welt. (Taschenbuch)
Als ich das Buch in den Händen hielt und mir den Klappentext durchlas, dachte ich nur -Das kann ja eigentlich nichts Gescheites sein-. Ich holte es mir trotzdem, da ich eigentlich so ziemlich alles lese und die Bücherstube in der ich einkaufen war nicht wirklich viel Auswahl hatte.Zu meinem Erstaunen stellte ich fest, dass ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte, als ich angefangen hatte zu lesen. Dieses Buch ist fesselnd, bietet abwechslungsreiche Thematik und ist einfach nur in einer unglaublichen Weise geschrieben. Ich hätte am liebsten geweint, als ich das Buch durchhatte, einfach nur, weil es zu Ende war. Die Geschichte der Yeine Darr, die in den Palast gerufen und in Intrigen und Liebesgeschichten hinein gerät, ist eine der besten Ausführungen fantastischer Erzählung, die ich bisher je gelesen habe. Ich warte gespannt auf das Erscheinen des Buches: "Die Gefährtin des Lichts", Jemisins zweites Buch, in der Hoffnug, dass es sich ebenfalls um ein solches Meisterwerk handelt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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