"Die Erben Kains" ist der erste Teil von John Jakes "Fackeln-im-Sturm"-Trilogie.
Der Roman schildert eindringlich das gesellschaftliche Leben Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA mit all seinen Problemen: religiöse Differenzen, das Gefälle zwischen Reichtum und Armut und natürlich vor allem die innere Zerrissenheit der Nation wegen der Frage der Sklaverei. Auch die politischen und geschichtlichen Entwicklungen kommen dabei nicht zu kurz.
Die Figuren sind glaubhaft gezeichnet, die bösen "Buben" sind hassens- teilweise sogar bedauernswert (allen voran Justin LaMotte und Elkanah Brent).
Und dennoch: die möglichen Konflikte und die schwelenden Spannungen hätten noch etwas deutlicher herausgearbeitet werden können. Das geschieht jedoch leider nicht, und so verpufft so mancher qualmende Krisenherd wirkungslos in der Luft.
Alles in allem aber dennoch lesenswert, sofern einen historische Roman interessieren.