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Die Entzauberung Asiens: Europa und die asiatischen Reiche im 18. Jahrhundert Taschenbuch – 20. März 2013

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 574 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 2 (20. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406598978
  • ISBN-13: 978-3406598975
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 4 x 21,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von euripides50 TOP 500 REZENSENT am 3. März 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Die asiatische Geschichte gilt auch erfahrenen Reisenden gemeinhin als ein Buch mit sieben Siegeln. Die vorliegende Veröffentlichung, hervorgegangen aus dem Fernstudienkurs "Neuzeitliches Asien" der Fernuniversität Hagen, gibt deswegen dankenswerterweise sieben Antworten auf Grundfragen der asiatischen Geschichte, die zugleich als ein vielseitig verwendbares Reisebuch zur Einführung in die asiatischen Gegenwart gelesen werden können. "Asien ist eine Erfindung Europas" heißt es in der Einleitung, in der die Grundkonstanten der asiatischen Geschichte seit dem Beginn der Entdeckungen bis zum Abschluß der Entkolonialisierungsbewegungen umrissen werden. An sieben Fallbeispielen werden sodann die großen geschichtliche Wegmarken nachgezeichnet, anhand derer sowohl die Art der europäischen Herausforderung wie auch die jeweils spezifische und kulturgebundene Form der japanischen, philippinischen, iranischen, indischen oder chinesischen Antwort deutlich wird. Wieso gelang Japan in der Meji-Restaurtion jene staunenswerte "Revolution von oben" und damit der blitzartige Sprung vom Feudalismus in die Industriegesellschaft? Wie entwickelte sich die Sonderstellung der Philippinen als des einzigen katholischen Landes Asiens? Wie wurde der schiitische Islam, einer der bewegenden aktuellen Kräfte im westasiatischen Raum, zur iranischen Staatsreligion? Welche Spuren hinterließ der britische Kolonialismus in den nordindischen Provinzen, die heute zu den dichtbesiedeltesten Regionen der Erde gehören? Wie verlief der Prozeß der intellektuell-weltanschaulichen Neuorientierung in China nach dem Ende des Kaiserreiches? Die aktuellen Bezüge dieser und anderer kurz und verständlich geschriebenen Abhandlungen sind unübersehbar.Lesen Sie weiter... ›
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Andreas (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT am 15. Dezember 2010
Format: Taschenbuch
Wie bei fast allen Werken von Osterhammel lohnt sich die Lektüre auch bei diesem Buch sehr. Allein die Materialfülle, die schiere Faktenflut ist das Geld wert. Sicher wirkt sie oft erschlagend, aber durch den erzählsicheren Schreibstil entsteht aus der Aneinanderreihung von Fakten ein Bild des 18. Jahrhunderts, welches geprägt ist von mannigfachen Beziehungen zwischen Asien und Europa. Geschichtsschreibung sollte eben nicht nur die Wiedergabe der Fakten und deren Interpretation sein, sie sollte die Geschichte lebendig werden lassen und dem Leser eine bildhafte Vorstellung vergangener Zeiten geben. Das vermag Osterhammel meisterhaft.

Ebenso heißt Geschichte auch immer den Gegenwartsbezug herauszuarbeiten. Geschichte ist immer nur interessant in ihrer Wirkung auf das Heute. Osterhammel zeigt mit seinem Werk, wie wechselhaft von Epoche zu Epoche das Bild von fremden Völkern ist. Das Europa des 18. Jahrhundert sah im Großen und Ganzen Asien ohne jegliche Abwertung. Die Länder China, Japan, Indien, das osmanische Reich oder Persien konnten in der europäischen Literatur den Rang beispielhafter Staatswesen erreichen. Mongolische Heerführer konnten als weise Staatsmänner gepriesen werden. Der Eurozentrismus brach erst nach der Aufklärung in Europa aus. Die Arroganz gegenüber dem Rest der Welt als Grundlage eines weltweiten Kolonialismus war gerade erst im Entstehen begriffen.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jayzee am 22. Juli 2013
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Ein großer Fachverlag wie C.H. Beck sollte sich wirklich schämen, eine e-Book-Ausgabe *ohne* Referenz auf Seitenzahlen der gedruckten Ausgabe zu verkaufen. Diese Selbstverständlichkeit, ohne die jeder wissenschaftlich arbeitende Leser rein gar nichts mit der kindle-Edition anfangen kann - da nicht zitierbar - kostet technisch ungefähr eine halbe Stunde. Und das, obwohl der Preis der kindle-Edition nur wenig unter dem des gedruckten Buches liegt.
Also, lieber Verlag C.H. Beck, gehen Sie in sich und schwören Sie, nie wieder solche schlampig gemachten kindle-Ausgaben zu verkaufen. Und ein Update diese Malaise wäre auch gut, zumal Sie an Osterhammels Büchern durchaus ordentlich verdienen dürften.
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Von Susa M. am 29. Juni 2015
Format: Taschenbuch
"Die Entzauberung Asiens" beschäftigt sich mit der Frage, wie Asien im 18. Jahrhundert in Europa wahrgenommen wurde.

Der Blick der Gelehrten und Gebildeten Europas im Zeitalter der Aufklärung war von ihrer kosmopolitischen Haltung geprägt: Asien, ein Kontinent mächtiger Reiche, wohlhabender Gesellschaften, glanzvoller Kulturschöpfungen und ehrwürdiger Religionen, wurde zwar durchaus als „fremd“ und „anders“, aber dennoch als ebenbürtig und gleichberechtigt angesehen. In den chinesischen Gelehrtenbeamten glaubte man sogar ähnlich gesinnte Geister und Wegstreiter in der Mission der Wissensmehrung gefunden zu haben. Entsprechend gross war das Interesse an Berichten aus aussereuropäischen Ländern. Ergebnis dieses Interesses war die im Titel erwähnte „Entzauberung“: Die Zivilisationen Asiens, durch rationale Beschreibungen und Analysen vertraut und begreifbar gemacht, verloren ihre Märchenhaftigkeit und ihren Glanz – aber auch ihre Dämonie.

Grundlage von Osterhammels Ausführungen sind Texte, vor allem Reiseberichte, in deutscher, englischer und französischer Sprache. Der Autor hat hunderte dieser Texte analysiert und in seinem Buch verwertet. Er gesteht zu, dass durchaus nicht alle dieser Reiseberichterstatter zuverlässige und qualitativ hochstehende Darstellungen hinterlassen haben, geht aber doch grundsätzlich davon aus, dass Reisende für gewöhnlich gebildet waren, Gelehrte oder Forscher, philosophisch veranlagt und von grosser Autorität und Glaubwürdigkeit.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Im Zentrum des ersten Teils, Wege des Wissens, steht die Entstehung von Texten.
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