| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Entdecken Sie den Campus-Shop. |
Produktinformation
Möchten Sie die Produktinformationen aktualisieren oder Feedback zu den Produktabbildungen geben?
Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel? |
Bei all denjenigen, die andere für Pannen verantwortlich machen, wird sich Sprenger sicher keine Freunde machen. Und diejenigen, die ihr Leben bereits nach dem Sprengerschen Modell führen, werden sich bestätigt fühlen. Rigoros lehnt der Autor angebliche Sachzwänge oder Opferhaltungen als Ausreden für Mißerfolge ab. Er mag mit seiner konsequent rationalen Sichtweise vielfach recht haben, doch erhebt er seine Grundsätze zum Dogma. Und das macht ihn nicht besser als die anderen, die jammern.
Sprenger stellt sich dem Extrem der Opferhaltung genau gegenüber und beißt sich dort in seine Ansätze fest. Was fehlt, sind die Zwischentöne. Der Verfasser kann nicht nachvollziehen, daß Raucher zum Rauchen verführt werden. Wie sehr die Werbung in die Psychotrickkiste greift, ist längst bekannt. Und auch dem stärksten Rationalisten wird es schwer fallen, sich dem zu entziehen.
Sprenger gibt sich mit seinem Leitfaden als Psychologe, ist aber keiner. Gefühle, Ängste, Hoffnungen oder gar den Glauben negiert er und versucht, alles zu rationalisieren. Für ihn stimmt die Gleichung, daß ein Mensch über einen Willen verfügt und die freie Wahl hat, zu entscheiden. Sicherlich ist es richtig, daß hinter einem dauernden Abwägen eines Tuns vielleicht Feigheit steckt. Aber der Autor hinterfragt nicht, woher das kommt. Und er geht davon aus, daß jeder eine seiner Ansicht nach falsche Vorgehens- oder Sichtweise willentlich ändern kann. Doch dazu gehört eine gehörige Portion Selbstvertrauen, das nicht jeder aus seiner kindlichen Entwicklung mitbringt.
Der Ratgeber enthält wichtige Kernsätze und Denkanstöße zu einem glücklicheren und selbstverantwortlicheren Leben. Niemand sollte sich jedoch von den als Leitsätzen formulierten Thesen bange machen lassen. --Corinna S. Heyn -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Ähnlich wie der amerikanischen Kulturkritiker Robert Hughes, dessen Slogan Nachrichten aus dem Jammertal Sprenger für den ersten Teil seines Buches entliehen hat, diagnostiziert er eine ausgeprägte Opferkultur. Sie fußt auf der Weigerung des einzelnen, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Schuld sind die anderen, die Umstände, das System. Wir entlasten uns, um uns nicht zu ändern. Das ist bequem. Das ist passiv. Schlimmer noch, es macht unzufrieden, denn wir haben damit das Steuer aus der Hand gegeben, uns gleichsam selbst entmündigt.
Soweit, so gut. Sprenger wendet sich seiner zweiten zentralen Frage zu: Woher beziehen wir unsere Motivation? Von außen, durch Anreiz, Belohnung und Prämien? Oder aus uns selbst heraus? In erstem Fall sind wir Belohnungs-Junkies, deren Dopingmittel Prämien, Status, Boni und Beförderung sind. Wie bei jeder Abhängigkeit muss die Dosis ständig erhöht werden. Irgendwann ist das System ausgereizt. Es kollabiert.
... Lesen Sie weiter... ›|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|