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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine gelungener Leitfaden über das Thema "Zeit", 5. Juli 1999
Von Ein Kunde
Der Held des Romans ist eine Person der Geschichte, John Franklin, der Entdecker der Nordwest-Passage. Das Buch spielt zu Beginn des 19. Jhrds. Jedoch ist das Buch keine trockene Biographie, sondern der Versuch, sich mit Hilfe von J. Franklin dem Empfinden der Zeit zu nähern. Der Leser lernt sehr schnell, daß mit John etwas nicht stimmt: Er ist viel langsamer, als die übrigen Menschen. Wer sich jedoch die Mühe macht, in die Gedankenwelt von Franklin einzutauchen, entdeckt bald eine faszinierende Welt. Gerade am Ende des 20. Jhrds. in einer hektischen, von Maschinen geprägten Welt scheinen wir das perönliche Verhältnis zur Zeit verloren zu haben. Der Leser kann in diesem Buch entdecken, wie wundervoll es ist, sich Zeit für den eigenen Rhythmus, den eigenen Traum und das geruhvolle Entdecken der Umwelt zu nehmen. Entdecken Sie mit John Franklin auf seiner "Zeitreise" die fremdartige, faszinierende Welt der Langsamkeit.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Entdeckung der Langsamkeit - Sten Nadolny, 11. Mai 2004
Ich finde es erstaunlich, wie der Autor es schafft, das Prinzip der Langsamkeit in sein Buch zu projizieren. Es entsteht der Eindruck, Teil vom Leben Franklins zu sein. Seine täglichen Erfahrungen, seine Vor- und Nachteile mitzuerleben. Später merkt man eine Anstrengung, die Langsamkeit zu durchbrechen und dem Leser wird dieses Gefühl erfahrbar gemacht. Während der Lektüre drängte sich mir des öftern die Frage auf, ob es eigentlich Vor- oder Nachteile mit sich bringt, langsam zu sein. Ich merkte, dass ich meine gefasste Meinung des öftern revidieren musste und beschloss dann diese erst am Ende zu bilden. Die Langsamkeit - Eine Gabe, sich nicht von der Hektik des Lebens mitreisen zu lassen. John ist ein Lebenskünstler. Er bleibt seiner Person treu und fängt an mit seinem "Handicap" zu leben. Man sieht, dass wenn der Langsame nicht aufgibt, in manchen Situationen ihn der vermeintlich Schnellere nicht unterzukriegen vermag. Ich könnte mir vorstellen, dass dies dem Vergleich des Fortschrittes und des Althergebrachten dient. Der Fortschritt versucht das Alte in den Hintergrund zu drängen, wird es aber nie vollständig erreichen. Ein wertvolles Buch, von einem sagenhaften Autor. Ich bin völlig von der Wortgewalt, den Eindrücken und Erfahrungen, welche enstehen, gefesselt worden.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Abenteuer Zeit, 9. Mai 2004
John Franklin, der Protagonist der Geschichte ist langsam, sehr langsam. Wenn die Kinder mit dem Ball spielen, kann er nur die Schnur halten. Diese hält er aber stundenlang, ohne dass sie sich auch nur ein bisschen regt. John ist langsam aber stetig. Die vermeintliche Behinderung hat aber auch Vorteile, die er langsam auszunützen weiss. John geht zur Marine und nimmt schon als Jugendlicher an Seeschlachten teil. Aber sein grosses Ziel bleibt die legendäre Nord-Westpassage zu entdecken. Die positiven Aspekte der Langsamkeit scheinen in unserer Gesellschaft keine Existenzberechtigung zu haben, doch John kann uns eines Besseren belehren. Die Sicht auf das Detail und nicht nur die Ergründung der Oberflächlichkeit ist seine grosse Gabe. John verliert nicht an Zeit, er weiss sie einfach anders zu nutzen. Mit der Zeit schafft er es auch Situationen zu bewältigen, die schnelleres Handeln erfordern, dies auf seine eigene Art und Weise. Mit einer anderen, flexibleren Sicht auf die Probleme, die sich ihm stellen, schafft er diese schneller zu lösen, als manch anderer. Sten Nadolny hat mit seiner subtilen Sprache dazu beigetragen, die Entwicklung der Langsamkeit im Buch mit zu erleben, sie zu verstehen. Der Roman ist zeitlos, obwohl die Handlung in einer geschichtlichen Epoche eingebettet ist. Dass der Roman auch jetzt noch hochaktuell ist, erstaunt mich nicht, denn das Streben nach Schnelligkeit ist ein jahrhundert altes Ziel der Menschheit. Dass die Geschichte des Seefahrers John Franklin weitgehend auf wahre Begebenheiten beruht, übt eine weitere Faszination auf mich aus. Ich empfehle dieses Buch zu lesen, denn es ermöglicht einem eine völlig neue Wahrnehmung der Zeit und ihrer Erscheinungen. Sich Zeit zu nehmen, eine Blüte einer Blume zu beobachten, diese im Detail zu studieren, das lehrt einem John. Die Kunst besteht darin, auch das zu lesen, was zwischen den Zeilen steht und dann entpuppt sich dieses Buch als Anreiz zu philosophieren.
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