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Die Entdeckung der Langsamkeit [Taschenbuch]

Sten Nadolny
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (117 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

2012
»Die Entdeckung der Langsamkeit« ist auf den ersten Blick zugleich ein Seefahrerroman, ein Roman über das Abenteuer und die Sehnsucht danach und ein Entwicklungsroman. Doch hat Sten Nadolny die Biografie des englischen Seefahrers und Nordpolforschers John Franklin (1786–1847) zu einer subtilen Studie über die Zeit umgeschrieben.

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Die Entdeckung der Langsamkeit + Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Roman.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 47. (2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492207006
  • ISBN-13: 978-3492207003
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (117 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.699 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

ßDie Entdeckung der Langsamkeitß ist auf den ersten Blick zugleich ein Seefahrerroman, ein Roman über das Abenteuer und die Sehnsucht danach und ein Entwicklungsroman. Doch hat Sten Nadolny die Biographie des englischen Seefahrers und Nordpolforschers John Franklin (1786 - 1847) zu einer subtilen Studie über die Zeit umgeschrieben. ßNadolny und sein John Franklin entdecken die Langsamkeit als menschenfreundliches Prinzip. Man könnte auch sagen: die Bedächtigkeit, den vorsichtigen Umgang mit sich selber und den Dingen.ß (Die Zeit) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Entdeckung der Langsamkeit
OA 1983 Form Roman Epoche Moderne
Der preisgekrönte Roman Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny behandelt – wie fast alle seine Bücher – das Thema Reisen. Dabei mischt der Autor authentische Ereignisse mit fiktionalen Elementen.
Inhalt: Der Roman erzählt das Leben des englischen Seefahrers und Nordpolforschers John Franklin (1786–1847), der schon als Jugendlicher an Seeschlachten teilnahm (Kopenhagen 1801, Trafalgar 1805). Sein Lebensziel war die Entdeckung der Nord-West-Passage nördlich des Nordamerikanischen Festlandes, der Verbindung von Atlantik und Pazifk. Nach zwei Arktisexpeditionen war Franklin kurzzeitig Gouverneur in Australien, bevor er auf der dritten Forschungsreise einen Schlaganfall erlitt und mit seiner Mannschaft im ewigen Eis starb.
Die Entdeckung der Langsamkeit ist zugleich Abenteuer- wie Entwicklungsroman. Nadolny greift die biografischen Fakten aus dem Leben Franklins auf, ergänzt das Porträt des Kapitäns jedoch um einen wesentlichen Punkt: Franklin ist ein langsamer Mensch, im Denken, Sprechen und Handeln, eigentlich zu langsam für die moderne Zeit der industriellen Revolution. Die vermeintliche Schwäche des Außenseiters wird jedoch als Ausdauer, Gründlichkeit und Gelassenheit zur Stärke. Franklin entzieht sich der Beschleunigung des Zeitalters und setzt ihr seine Haltung und Anschauung entgegen, nach der jedes Individuum seinen Fähigkeiten entsprechend einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann. Damit ist er zugleich Kritiker der modernen Zivilisation wie als Forscher deren typischer Vertreter. Franklins Langsamkeit erscheint geradezu als Voraussetzung für eine humane Gesellschaft, getragen vom Respekt der Menschen untereinander und einem verantwortungsvollen Umgang. Sein Prinzip bewährt sich sowohl auf der Polarexpedition wie in der Liebe. Zum Scheitern verurteilt ist lediglich sein Versuch, sein Vorgehen als Gouverneur einer Strafkolonie in der Politik einzuführen. Dennoch bleibt letztlich die Botschaft, dass seine umsichtige, bedächtige Art zum Frieden zwischen den Menschen und Völkern beiträgt.
Wirkung: Bereits drei Jahre vor Veröffentlichung des Romans erhielt Nadolny für das fünfte Kapitel den Ingeborg-Bachmann-Preis. Das Werk gilt bei Kritik und Publikum als das beste des Autors und wurde in alle Weltsprachen übersetzt. P. Z.

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56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Abenteuer Zeit 9. Mai 2004
Format:Taschenbuch
John Franklin, der Protagonist der Geschichte ist langsam, sehr langsam. Wenn die Kinder mit dem Ball spielen, kann er nur die Schnur halten. Diese hält er aber stundenlang, ohne dass sie sich auch nur ein bisschen regt. John ist langsam aber stetig. Die vermeintliche Behinderung hat aber auch Vorteile, die er langsam auszunützen weiss. John geht zur Marine und nimmt schon als Jugendlicher an Seeschlachten teil. Aber sein grosses Ziel bleibt die legendäre Nord-Westpassage zu entdecken.
Die positiven Aspekte der Langsamkeit scheinen in unserer Gesellschaft keine Existenzberechtigung zu haben, doch John kann uns eines Besseren belehren. Die Sicht auf das Detail und nicht nur die Ergründung der Oberflächlichkeit ist seine grosse Gabe. John verliert nicht an Zeit, er weiss sie einfach anders zu nutzen. Mit der Zeit schafft er es auch Situationen zu bewältigen, die schnelleres Handeln erfordern, dies auf seine eigene Art und Weise. Mit einer anderen, flexibleren Sicht auf die Probleme, die sich ihm stellen, schafft er diese schneller zu lösen, als manch anderer.
Sten Nadolny hat mit seiner subtilen Sprache dazu beigetragen, die Entwicklung der Langsamkeit im Buch mit zu erleben, sie zu verstehen. Der Roman ist zeitlos, obwohl die Handlung in einer geschichtlichen Epoche eingebettet ist. Dass der Roman auch jetzt noch hochaktuell ist, erstaunt mich nicht, denn das Streben nach Schnelligkeit ist ein jahrhundert altes Ziel der Menschheit.
Dass die Geschichte des Seefahrers John Franklin weitgehend auf wahre Begebenheiten beruht, übt eine weitere Faszination auf mich aus.
Ich empfehle dieses Buch zu lesen, denn es ermöglicht einem eine völlig neue Wahrnehmung der Zeit und ihrer Erscheinungen.
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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gelungener Leitfaden über das Thema "Zeit" 5. Juli 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Held des Romans ist eine Person der Geschichte, John Franklin, der Entdecker der Nordwest-Passage. Das Buch spielt zu Beginn des 19. Jhrds. Jedoch ist das Buch keine trockene Biographie, sondern der Versuch, sich mit Hilfe von J. Franklin dem Empfinden der Zeit zu nähern. Der Leser lernt sehr schnell, daß mit John etwas nicht stimmt: Er ist viel langsamer, als die übrigen Menschen. Wer sich jedoch die Mühe macht, in die Gedankenwelt von Franklin einzutauchen, entdeckt bald eine faszinierende Welt. Gerade am Ende des 20. Jhrds. in einer hektischen, von Maschinen geprägten Welt scheinen wir das perönliche Verhältnis zur Zeit verloren zu haben. Der Leser kann in diesem Buch entdecken, wie wundervoll es ist, sich Zeit für den eigenen Rhythmus, den eigenen Traum und das geruhvolle Entdecken der Umwelt zu nehmen. Entdecken Sie mit John Franklin auf seiner "Zeitreise" die fremdartige, faszinierende Welt der Langsamkeit.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein werk voll poetischer wärme 8. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich muss ehrlich sagen, selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so ins Schwärmen gebracht hat. Es erzählt die Geschichte eines friedfertigen Jungen, der eine andere Sicht für die Dinge hat. Und ganz anders, als die Menschen vorschnell annehmen, ist seine Langsamkeit keine Schwäche, sondern eine bemerkenswerte Gabe. Gleichzeitig ist es ein Seefahrtsroman, der den endlosen Weg eines Entdeckers schildert, dabei mit poetischer Kraft die Seefahrt so wundervoll beschreibt, dass man sich selbst wünschte, man wäre mit John Franklin auf seinem Schiff. Diese Buch ist durchzogen von romantischen Bildern, Menschen und Geschichten, wenn man die Welt aus Franklins Sicht betrachtet und seine Geschichte erfährt, dann wird sie zu einem wunderbaren Traum.
Eines der beeindruckendsten Bücher, die ich je gelesen habe.
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unverzichtbar! 23. Juli 2003
Format:Taschenbuch
Auf meiner persönlichen Liste vollkommen unverzichtbarer Bücher rangiert dieses ziemlich weit oben. Gehetzte Manager bekommen es heute von ihren hochbezahlten Coaches geschenkt. An der Beschleunigung der Welt Verzweifelnde trösten sich an seinen Gedanken. Die Geschichte des John Franklin ist dabei im Grunde genommen beinahe schon zweitrangig. Fast alles, was dieses Buch ausmacht, steht zwischen den Zeilen der Handlung. Ein Makel, eine Behinderung - nämlich langsamer zu sein als andere, wird zum Vorteil, erweist sich als Stärke. Für mich war das Buch nicht nur ungeheuer sinnstiftend und beruhigend. Es ist schlicht große Literatur, denn es gibt nur selten Bücher, die einem so viel für das eigene Leben mitgeben, ohne belehrend oder besserwisserisch zu werden. Die einfach nur eine Geschichte erzählen. Über den Polarforscher John Franklin...
Wenn mich heute jemand fragt, was ich im Job für einer bin, kann ich ohne Zweifel sagen "ich bin ein langsamer Typ in einem schnellen Geschäft". Früher wäre das undenkbar gewesen, ohne sich damit ein Eigentor zu schießen. Es heute zu sagen ist fast eine Tugend. Nadolny hat daran ebenso großen Verdienst wie der Zusammenbruch der atemlosen New Economy. Nein eigentlich ist es sogar anders: Weil "Die Entdeckung der Langsamkeit" schon einige Jahre vor dem Dotcom-Wahn bekannt war, wirkt das Buch im Rückblick wie ein Mene Tekel...
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer gestreßt? Nie Zeit für irgend etwas? 15. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Immer gestreßt? Nie Zeit für irgend etwas? Unsere Zeit, das Informationszeitalter ist von Kurzlebigkeit gekennzeichnet, was vorhin noch galt ist schon längst überholt. Schon die Kinder haben einen Terminkalender. Doch das ist nicht gut. Auch wer langsam ist kann Erfolg haben. Das zeigt Sten Nadolny in dem Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit". Die Geschichte orientiert sich am Leben des Sir John Fraklin, ein englischer Seefahrer, der tatsächlich gelebt hat, Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Doch der Franklin aus Nadolnys Geschichte ist sehr langsam, so langsam das er als Kind z.B. keine Ballspiele spielen konnte, da er der Bewegung des Balls nicht folgen kann. Aber das macht ihn später zu einem einzigartigen und erstklassigen Seemann. Durch seinen Sprachstil zieht Nadolny denn Leser in seinen Bann und man folgt Franklin in seine Welt der Langsamkeit. Denn beim Lesen des Buches bleibt rund um einen die Zeit stehen, man erlebt mit dem "Helden" seine Abenteuer und geht mit ihm auf Reisen. Selten habe ich ein so fesselndes Buch gelesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3.0 von 5 Sternen Ein Kunstwerk mit einigen Haken
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Vor 24 Tagen von I. Peters veröffentlicht
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Viele schreiben momentan über "Entschleunigung", und so.
Schöne Geschichte, bei der man immer 2-gleisig fährt: Handlungsstrang des Buches und spiegeln... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von cdittmer@gmx.de veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr gut zum Lesen, kein kompliziertes Buch, gute Moral an der...
Nadolny erklärt uns Lesern, es ist gut auch mal langsam zu sein und das muss kein Nachteil sein. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Peter Ensing veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Fantastisches Buch
Ich bin mit großen Erwartungen an diese Buch herangegangen und wurde nicht enttäuscht!
Super Story, toller Schreibstil plus Lebenskenntnis. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Daniel Kruse veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, der man gelesen haben sollte
Gutes Buch mit einer ruhigen Sprache, in die man sich anfangs erstmal einlesen muss.
Eine Abenteuergeschichte, die zum Nachdenken anregt.
Vor 4 Monaten von Amazonkundin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Entdeckung der Langsamkeit- 5 Sterne de luxe
Ein tolles Buch. Eines der besten, die ich gelesen habe. Der Typ Roman, von dem man sich wünscht, dass er nie zu Ende geht. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Andre Thomas Wels veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Meisterwerk
Sten Nadolny hat mit seinem Buch 'Die Entdeckung der Langsamkeit' auf Grundlage der ebenso ehrenvollen wie tragischen Biografie des Polarforschers Sir John Franklin (1786-1847) ein... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Frank veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Nicht schlecht
Nicht schlecht, aber laaangweilig. Jeder lobt das Buch, kann ich nicht verstehen. Ich quäle mich damit herum. Sicher, es ist sprachlich einwandfrei. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Silvia D. veröffentlicht
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John Franklin, der Mann der seine Schuhe gegessen hat, ist für seine Suche nach der Nordwest-Passage und seiner Expedition mit den Schiffen “Erebus” und “Terror” einer der... Lesen Sie weiter...
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"Langsamkeit kam zu Ehren, Schnelligkeit stand zu Diensten." (S.193)

Zum Inhalt: Als kleiner Junge in England mit dem Handicap eines langsamen Geistes aufzuwachsen war... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Kucher Wolfgang veröffentlicht
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