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Die Entdeckung der Langsamkeit: Roman
 
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Die Entdeckung der Langsamkeit: Roman [Gebundene Ausgabe]

Sten Nadolny
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (97 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 359 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 3., Aufl. (Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492045588
  • ISBN-13: 978-3492045582
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (97 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 512.948 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sten Nadolny
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Entdeckung der Langsamkeit
OA 1983 Form Roman Epoche Moderne
Der preisgekrönte Roman Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny behandelt – wie fast alle seine Bücher – das Thema Reisen. Dabei mischt der Autor authentische Ereignisse mit fiktionalen Elementen.
Inhalt: Der Roman erzählt das Leben des englischen Seefahrers und Nordpolforschers John Franklin (1786–1847), der schon als Jugendlicher an Seeschlachten teilnahm (Kopenhagen 1801, Trafalgar 1805). Sein Lebensziel war die Entdeckung der Nord-West-Passage nördlich des Nordamerikanischen Festlandes, der Verbindung von Atlantik und Pazifk. Nach zwei Arktisexpeditionen war Franklin kurzzeitig Gouverneur in Australien, bevor er auf der dritten Forschungsreise einen Schlaganfall erlitt und mit seiner Mannschaft im ewigen Eis starb.
Die Entdeckung der Langsamkeit ist zugleich Abenteuer- wie Entwicklungsroman. Nadolny greift die biografischen Fakten aus dem Leben Franklins auf, ergänzt das Porträt des Kapitäns jedoch um einen wesentlichen Punkt: Franklin ist ein langsamer Mensch, im Denken, Sprechen und Handeln, eigentlich zu langsam für die moderne Zeit der industriellen Revolution. Die vermeintliche Schwäche des Außenseiters wird jedoch als Ausdauer, Gründlichkeit und Gelassenheit zur Stärke. Franklin entzieht sich der Beschleunigung des Zeitalters und setzt ihr seine Haltung und Anschauung entgegen, nach der jedes Individuum seinen Fähigkeiten entsprechend einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann. Damit ist er zugleich Kritiker der modernen Zivilisation wie als Forscher deren typischer Vertreter. Franklins Langsamkeit erscheint geradezu als Voraussetzung für eine humane Gesellschaft, getragen vom Respekt der Menschen untereinander und einem verantwortungsvollen Umgang. Sein Prinzip bewährt sich sowohl auf der Polarexpedition wie in der Liebe. Zum Scheitern verurteilt ist lediglich sein Versuch, sein Vorgehen als Gouverneur einer Strafkolonie in der Politik einzuführen. Dennoch bleibt letztlich die Botschaft, dass seine umsichtige, bedächtige Art zum Frieden zwischen den Menschen und Völkern beiträgt.
Wirkung: Bereits drei Jahre vor Veröffentlichung des Romans erhielt Nadolny für das fünfte Kapitel den Ingeborg-Bachmann-Preis. Das Werk gilt bei Kritik und Publikum als das beste des Autors und wurde in alle Weltsprachen übersetzt. P. Z. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Pressestimmen

»Nadolny ist ein Erzähler unvergeßlicher Geschichten.« Frankfurter Allgemeine

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Abenteuer Zeit 9. Mai 2004
Format:Taschenbuch
John Franklin, der Protagonist der Geschichte ist langsam, sehr langsam. Wenn die Kinder mit dem Ball spielen, kann er nur die Schnur halten. Diese hält er aber stundenlang, ohne dass sie sich auch nur ein bisschen regt. John ist langsam aber stetig. Die vermeintliche Behinderung hat aber auch Vorteile, die er langsam auszunützen weiss. John geht zur Marine und nimmt schon als Jugendlicher an Seeschlachten teil. Aber sein grosses Ziel bleibt die legendäre Nord-Westpassage zu entdecken.
Die positiven Aspekte der Langsamkeit scheinen in unserer Gesellschaft keine Existenzberechtigung zu haben, doch John kann uns eines Besseren belehren. Die Sicht auf das Detail und nicht nur die Ergründung der Oberflächlichkeit ist seine grosse Gabe. John verliert nicht an Zeit, er weiss sie einfach anders zu nutzen. Mit der Zeit schafft er es auch Situationen zu bewältigen, die schnelleres Handeln erfordern, dies auf seine eigene Art und Weise. Mit einer anderen, flexibleren Sicht auf die Probleme, die sich ihm stellen, schafft er diese schneller zu lösen, als manch anderer.
Sten Nadolny hat mit seiner subtilen Sprache dazu beigetragen, die Entwicklung der Langsamkeit im Buch mit zu erleben, sie zu verstehen. Der Roman ist zeitlos, obwohl die Handlung in einer geschichtlichen Epoche eingebettet ist. Dass der Roman auch jetzt noch hochaktuell ist, erstaunt mich nicht, denn das Streben nach Schnelligkeit ist ein jahrhundert altes Ziel der Menschheit.
Dass die Geschichte des Seefahrers John Franklin weitgehend auf wahre Begebenheiten beruht, übt eine weitere Faszination auf mich aus.
Ich empfehle dieses Buch zu lesen, denn es ermöglicht einem eine völlig neue Wahrnehmung der Zeit und ihrer Erscheinungen. Sich Zeit zu nehmen, eine Blüte einer Blume zu beobachten, diese im Detail zu studieren, das lehrt einem John. Die Kunst besteht darin, auch das zu lesen, was zwischen den Zeilen steht und dann entpuppt sich dieses Buch als Anreiz zu philosophieren.
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Held des Romans ist eine Person der Geschichte, John Franklin, der Entdecker der Nordwest-Passage. Das Buch spielt zu Beginn des 19. Jhrds. Jedoch ist das Buch keine trockene Biographie, sondern der Versuch, sich mit Hilfe von J. Franklin dem Empfinden der Zeit zu nähern. Der Leser lernt sehr schnell, daß mit John etwas nicht stimmt: Er ist viel langsamer, als die übrigen Menschen. Wer sich jedoch die Mühe macht, in die Gedankenwelt von Franklin einzutauchen, entdeckt bald eine faszinierende Welt. Gerade am Ende des 20. Jhrds. in einer hektischen, von Maschinen geprägten Welt scheinen wir das perönliche Verhältnis zur Zeit verloren zu haben. Der Leser kann in diesem Buch entdecken, wie wundervoll es ist, sich Zeit für den eigenen Rhythmus, den eigenen Traum und das geruhvolle Entdecken der Umwelt zu nehmen. Entdecken Sie mit John Franklin auf seiner "Zeitreise" die fremdartige, faszinierende Welt der Langsamkeit.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich muss ehrlich sagen, selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so ins Schwärmen gebracht hat. Es erzählt die Geschichte eines friedfertigen Jungen, der eine andere Sicht für die Dinge hat. Und ganz anders, als die Menschen vorschnell annehmen, ist seine Langsamkeit keine Schwäche, sondern eine bemerkenswerte Gabe. Gleichzeitig ist es ein Seefahrtsroman, der den endlosen Weg eines Entdeckers schildert, dabei mit poetischer Kraft die Seefahrt so wundervoll beschreibt, dass man sich selbst wünschte, man wäre mit John Franklin auf seinem Schiff. Diese Buch ist durchzogen von romantischen Bildern, Menschen und Geschichten, wenn man die Welt aus Franklins Sicht betrachtet und seine Geschichte erfährt, dann wird sie zu einem wunderbaren Traum.

Eines der beeindruckendsten Bücher, die ich je gelesen habe.

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Langsam aber sicher
Der Werdegang des Polarforschers John Fanklin als Roman.
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Vor 23 Tagen von Nicht-die-Mama veröffentlicht
ein lesenswertes Buch
Dieses Buch ist vieles in einem: ein Entwicklungsroman, eine Geschichte über Erforschung und Abenteurertum; aber auch die Geschichte eines nicht immer erfolgreichen... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von C. Chorherr veröffentlicht
Bestens
Selten so eine fesselnde Geschichte mit einem so interessanten Charakter gelesen. Vielleicht nicht mit der Klasse von Süskinds Parfüm, aber doch sehr unterhaltsam und... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Franziska Franke veröffentlicht
die Entdeckung eines außergewöhnlichen Menschen
John Franklin ist kein gewöhnlicher Mensch. Manche würden ihn als geistig behindert bezeichnen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Mephista veröffentlicht
Sten Nadolny - eine Entdeckung!
Dem Roman von Sten Nadolny gelingt es, die Langsamkeit zu einer wahrhaften Kunstform zu erheben. Dabei stört es keineswegs, dass der Autor dem historischen John Franklin, dem... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Media-Mania veröffentlicht
Großes Abenteuer
Die Polarfahrten des John Franklins wurden nie in derart hochwertiger Prosa beschrieben. Nadolny zeigt, wie eine Schwäche - die Langsamkeit - als Stärke genutzt wird oder... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Franz Michelbrink veröffentlicht
Seemannsgarn
Viele Fachausdrücke in der ersten Hälfte des Buches verleihen der Erzählung zwar den rechten Anstrich, lassen den mit der Seefahrt Unerfahrenen etwas hilflos... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Thomas40 veröffentlicht
Langsam ist der Rhythmus der Natur
Und so ist auch dieses Buch. Was nicht heißt langweilig, sondern in einer Geschwindigkeit, die die Geschichte nötig hat. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Peter Steffen veröffentlicht
ein kleines Wunder, dieses Buch
dieses Buch ist mir vor über zwanzig Jahren in die Hände gefallen und ich habe es als eine Art Offenbarung
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Vor 5 Monaten von Linus veröffentlicht
'Das Unglück steckt in seinen eigenen Schuhen'
Inhalt:
Bereits im Alter von 10 Jahren ist John Franklin außergewöhnlich langsam, geduldig und ausdauernd und träumt davon, zur See zu fahren. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von sabatayn76 veröffentlicht
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