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Die Entbehrlichen: Roman [Gebundene Ausgabe]

Ninni Holmqvist , Angelika Gundlach
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

1. Januar 2008
Ein Sanatorium voller Luxus und Komfort. Eine Gesellschaft, die nur auf ihre produktivsten Mitglieder, die »Benötigten«, setzt. Und eine Frau, die ihnen ihren Körper und ihr Leben opfern soll. Weil sie fünfzig ist. Weil sie keine Kinder hat. Und weil sie liest. Eine Entbehrliche. Dorrit Wegner lebt in nicht allzu ferner Zukunft. Sie gehört zu den »Entbehrlichen«, denjenigen, die ihre Produktivität nicht durch die Geburt eines Kindes unter Beweis gestellt haben. Und so wird sie an ihrem 50. Geburtstag in die »Einheit« eingewiesen, eine Anlage, die – obwohl mit allem nur erdenklichen Luxus ausgestattet – nur einem Zweck dient: Die Bewohner müssen sich für psychologische Tests und Organentnahmen zur Verfügung stellen – bis hin zu einer radikalen Operation, der so genannten »Endspende« für die »Benötigten«, die zum sicheren Tod des Spenders führt.Überraschend schnell gewöhnt sich die eigentlich freiheits-liebende Dorrit in die »Einheit« ein – bis sie in dem Mitbewohner Johannes die erste große Liebe ihres Lebens findet. Mehr noch: Sie wird schwanger – just in dem Moment, in dem Johannes erfährt, dass er für die finale Operation vorgesehen ist. Ein ebenso kluger wie beklemmender Roman, der auf brillante Weise die Abgründigkeit einer Welt vor Augen führt, in der die menschlichen Werte endgültig aufgegeben sind. Ein Text, der gerade darin mit allem Nachdruck auf der Sinnhaftigkeit des Lebens beharrt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 269 Seiten
  • Verlag: Pendo; Auflage: 1 (1. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940813001
  • ISBN-13: 978-3940813008
  • Originaltitel: Enhet
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 14,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 212.910 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Was ist ein Mensch wert? Was ist eine Frau wert, die alleine lebt, keine Kinder hat, deren Eltern gestorben sind und die vordergründig nichts für die Gesellschaft leistet? In Ninni Holmqvists Gesellschaftsentwurf ist eine solche Frau mit 50 Jahren entbehrlich - und soll ihren Tribut zahlen, indem sie in einer so genannten Einheit lebt. Eine Einheit, in der es ihr nicht schlecht geht, in der sie gut ernährt und medizinisch bestens versorgt wird. Denn sie dient zunächst als Testperson für neue Medikamente. Später muss sie für die "Benötigten" Organe spenden. Und nach fünf bis sechs Jahren in der Einheit endet ihr Leben mit der "Endspende". Ein Wort, das keinen Raum mehr für Fantasie lässt. Holmqvist reiht sich dank ihres distanzierten Stils und der Konsequenz ihrer Gedankengänge in die Riege großer Literatinnen wie Doris Lessing oder Margret Atwood ein. Sie denkt das ökonomische Prinzip der Gewinnmaximierung in ihrer Utopie gegen jedes menschliche Sozialverhalten und ohne Rücksichtnahme auf Gefühle zu Ende. (bl) -- kulturnews.de

Über den Autor

Ninni Holmqvist, geb. 1958, debütierte 1995 mit der Novellensammlung 'Kostym' (dt.: Kostüm). 2004 erschien ihr erster Roman Die Verführten auf deutsch. Die Entbehrlichen ist Ninni Holmqvists viertes Buch, das von der skandinavischen Presse gefeiert wurde. Die Autorin lebt in Südschweden, wo sie neben ihrer schriftstellerischen Arbeit als Übersetzerin aus dem Dänischen und Englischen tätig ist.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckende Zukunftsvision 2. März 2008
Von robby-lese gern TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Der fiktive Roman"Die Entbehrlichen" von Ninni Holmqvist, läßt vor den Augen des Lesers eine Welt entstehen, von der wir nur hoffen können, dass sie nie Wirklichkeit wird.

In der Welt, die beschrieben wird, werden die Menschen nach ihrer Nutzbarkeit oder auch Wertigkeit eingeteilt.Die "Benötigten" sind Personen, die entweder Kinder auf die Welt gebracht haben und in einer Beziehung leben, oder sich im Beruf oder Sport hervorgetan haben und dadurch die Produktivität und Erfolgsbilanz des Staates unterstreichen.
Die "Entbehrlichen", sind diejenigen, die es nie zu Kindern oder zu einer "vernünftigen Beziehung gebracht haben", in Gelegenheitsjobs arbeiten, die sich also "nie richtig angestrengt haben" und deren Wertigkeit für das System fraglich ist.

An ihrem 50. Geburtstag, werden diese "Entbehrlichen" in ein eigens dafür ausgerichtetet Sanatorium verbracht, in dem keine Wünsche offen bleiben. Hier können die" Entbehrlichen" Sport treiben, sich verwöhnen lassen , werden bedient und können sich jeden Luxus erlauben.Doch diese eigens von der Gesellschaft abgegrenzte und durch eine Glaskuppeln abgeschirmte Welt,verschleiert den Insassen durch die paradiesischen Verhältnisse, die dort herrschen, ihren eigentlichen Daseinszweck.Sie sind nämlich dringend benötigtes "Humankapital". Die Entbehrlichen werden bei medizinischen und psychologischen Tests eingesetzt und fungieren als Organspender für die Benötigten. Erst die "Endspende" beendet ihren Aufenthalt in diesem Sanatorium.

In diese Welt gelangt auch Dorit Wegner an ihrem 50. Geburtstag.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow, was für ein ungewöhnlicher Plot! 5. Januar 2009
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Diesen Roman der schwedischen Autorin Ninni Holmqvist habe ich regelrecht verschlungen! Die Geschichte ist beklemmend, aber trotzdem mit einer tollen Leichtigkeit erzählt. Die 50jährige Dorrit wird in die "Einheit" abtransportiert, weil sie -kinderlos und beruflich nicht übermäßig erfolgreich- für die Gesellschaft eine "Entbehrliche" geworden ist. So soll sie mit ihrem Restleben wenigstens etwas Nützliches für die Gesellschaft - für die Benötigten- tun, und u.a. als Versuchskaninchen und Organspenderin zur Verfügung stehen.

Als Leser hatte ich eigentlich mehr sachliche Detailfragen, als letzlich beantwortet wurden, das hat aber in diesem Fall überhaupt nicht gestört. Die Geschichte von Dorrit und ihren schnell gefundenen Freunden ist so warmherzig, nachvollziehbar, interessant und komplex erzählt, lässt einen seitenweise sprachlos zurück. Genauso könnte es sein, sagt man sich, für die letzten kleinen Fragen hat ja jeder Leser dieses wahrlich außergewöhnlichen Buches hoffentlich noch genug eigene Fantasie. Mehr Erklärungen hätten dem Buch m.E. auch nur geschadet, es ist ja nicht nur ein Science-Fiction Roman, hier geht es um mehr: Um das Leben und den Sinn darin, die Liebe und Menschlichkeit.

Ein Muß-Buch! Absolut empfehlenswert, unbedingt lesen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht neu, aber mitreißend 3. Januar 2011
Von Croaton
Format:Gebundene Ausgabe
Gut, die Grundidee ist nicht neu - der Film "Die Insel" oder Katzuo Ischiguros "Alles was wir geben mussten" gehen von derselben Annahme aus -, aber was Holmqvists Roman so mitreißend macht, sind die unvorhergesehenen Wendungen und der Kampf des Lesers, sich mit der Ich-Erzählerin zu identifizieren. Ich zumindest fühlte oft mit ihr mit, nur um ihr dann plötzlich wieder völlig ablehnend gegenüberzustehen; ein spannendes Hin und Her der Gefühle, dem man sich kaum entziehen kann. Ich hätte mir etwas mehr Hintergrund gewünscht: Wieso ist die Welt so, wie sie ist? Was ist passiert, dass die Idee der Übervölkerung völlig passé ist und nur Menschen mit Kindern etwas wert sind? Da Dorrit jedoch für einen potentiellen Leser schreibt, der in eben dieser Gesellschaft lebt, hält sie es nicht für nötig, diesen darüber aufzuklären, was innerhalb der Gesetze des Romans wiederum logisch ist. Ein perfektes Buch für ein verregnetes Wochenende - und so ausgefuchst der Leser auch ist, das Ende wird ihn überraschen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht ganz neues Thema - gut gebracht 9. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Das Thema einer Horrorvision, wo Menschen anderen als Organspender zu dienen haben, hat seinerzeit Katzuo Ischiguro behandelt ("Alles was wir geben mußten" deutsch 2005 erschienen) und es bestehen Parallelen. Berührend ist für mich in beiden Büchern die Gemeinschaft der Leidenden und Unterdrückten. Holmquist zieht den Leser durch ihre einfachen Stil tief in die Geschichte hinein, das Buch ist spannend, an einigen wenigen Stellen allerdings auch langatmig.
Die Hauptaussage des Buches ist für mich politisch: jede Demokratie kann unter Berufung auf den Mehrheitsentscheid zu einem Horrorregime mutieren. In einer Gesellschaft, wo nur das Nützliche, nur das Körperliche zählt, kann dies umso leichter geschehen. Erschreckend ist für mich allerdings, wie ergeben und mit geringem Widerspruch die Menschen das Regime akzeptieren und ihm folgen. Man erahnt dabei eine Gesellschaft, die ohne Transzendenz, rein auf das Materielle und Administrative reduziert, dahinvegetiert.
Zum Nachdenken, zum Warnen, als thematisch anspruchvolle Lektüre kann ich dieses Buch empfehlen. Sprachlich ist es weniger fesselnd und das Thema ist, wie oben gesagt, auch nicht so neu - daher nur drei Punkte.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Gebundene Ausgabe
Ich hab diese Buch verschlungen....Es ist sehr spannend und "einfach" geschrieben...Dadurch steht dem Lesevergnügen nichts im Weg... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Fitzek-Liebhaberin veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Langweilig
Dieser Roman ist sehr oberflächlich, nicht sehr bildhaft. Dieses Thema ist völlig verschenkt. Ich habe das Buch mit Mühe durchgelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Mai 2011 von Vany
3.0 von 5 Sternen Die Entbehrlichen
Die Entbehrlichen wäre ein wunderschöner Roman,wenn dabei nicht so viel unrealistische Dinge vorkommen würden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. April 2011 von Janina Dieze
1.0 von 5 Sternen Robert Merle ist ein Name - Holmqvist Schall und Rauch
Das wichtigste zuerst - Eine Empfehlung. "Die geschützten Männer" von Robert Merle - Das hat mich umgehauen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2011 von Gantenbein
5.0 von 5 Sternen Atemberaubendes Buch einer virtuosen Autorin. Unbedingt lesen!
In einer Gesellschaft gibt es viele Talente. Jeder ist gehalten, das einzubringen, was er kann. Was, wenn es eine Instanz gäbe, die die Menschen nach ihrer Produktivität... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Juli 2010 von Bücherelfe
5.0 von 5 Sternen Ein beklemmendes Buch - unbedingt lesen!
Ich will hier gar keine langen Reden halten: Ein beklemmendes Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte!
Veröffentlicht am 3. Juni 2010 von Larissa Baumgärtner
5.0 von 5 Sternen Gruselig
Selten, dass einem beim Lesen eines Buches derart die Gänsehaut aufsteht und man trotzdem unbedingt weiterlesen will. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Januar 2010 von Princessin
5.0 von 5 Sternen "UnEntbehrlich"
Meines Erachtens befinden wir uns bereits mittendrin.
In unserer "Einheit" (oder Einheiten) handelt es sich zwar (noch) nicht um Organspende, jedoch um genügend Bereiche,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Januar 2010 von Kirschensindlecker
4.0 von 5 Sternen horrorvision non plus ultra - sehr spannend, aber auch sehr makaber
Die Entbehrlichen: Roman

Die Geschichte spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft. Vom Parlament wurde durch Volkabstimmung dieses Gesetz in Kraft gesetzt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. März 2009 von giselamaria
5.0 von 5 Sternen Beklemmend, mitreißend, radiakal und beängstigend...
Dorrit lebt in Schweden, sie ist Schriftstellerin, hat immer für sich selbst gesorgt, wollte sich nie von anderen abhängig machen und sie hat keinen Partner, keine Kinder... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. September 2008 von Kasimar
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