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Die Entbehrlichen: Roman
 
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Die Entbehrlichen: Roman [Gebundene Ausgabe]

Ninni Holmqvist , Angelika Gundlach
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 269 Seiten
  • Verlag: Pendo; Auflage: 1 (Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940813001
  • ISBN-13: 978-3940813008
  • Originaltitel: Enhet
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 14,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 338.640 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ninni Holmqvist
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Was ist ein Mensch wert? Was ist eine Frau wert, die alleine lebt, keine Kinder hat, deren Eltern gestorben sind und die vordergründig nichts für die Gesellschaft leistet? In Ninni Holmqvists Gesellschaftsentwurf ist eine solche Frau mit 50 Jahren entbehrlich - und soll ihren Tribut zahlen, indem sie in einer so genannten Einheit lebt. Eine Einheit, in der es ihr nicht schlecht geht, in der sie gut ernährt und medizinisch bestens versorgt wird. Denn sie dient zunächst als Testperson für neue Medikamente. Später muss sie für die "Benötigten" Organe spenden. Und nach fünf bis sechs Jahren in der Einheit endet ihr Leben mit der "Endspende". Ein Wort, das keinen Raum mehr für Fantasie lässt. Holmqvist reiht sich dank ihres distanzierten Stils und der Konsequenz ihrer Gedankengänge in die Riege großer Literatinnen wie Doris Lessing oder Margret Atwood ein. Sie denkt das ökonomische Prinzip der Gewinnmaximierung in ihrer Utopie gegen jedes menschliche Sozialverhalten und ohne Rücksichtnahme auf Gefühle zu Ende. (bl)

Kurzbeschreibung

Dorrit Wegner lebt in nicht allzu ferner Zukunft. Sie gehört zu den »Entbehrlichen«, denjenigen, die ihre Produktivität nicht durch die Geburt eines Kindes unter Beweis gestellt haben. Und so wird sie an ihrem 50. Geburtstag in die »Einheit« eingewiesen, eine Anlage, die – obwohl mit allem nur erdenklichen Luxus ausgestattet – nur einem Zweck dient: Die Bewohner müssen sich für psychologische Tests und Organentnahmen zur Verfügung stellen – bis hin zu einer radikalen Operation, der so genannten »Endspende« für die »Benötigten«, die zum sicheren Tod des Spenders führt.Überraschend schnell gewöhnt sich die eigentlich freiheits-liebende Dorrit in die »Einheit« ein – bis sie in dem Mitbewohner Johannes die erste große Liebe ihres Lebens findet. Mehr noch: Sie wird schwanger – just in dem Moment, in dem Johannes erfährt, dass er für die finale Operation vorgesehen ist. Ein ebenso kluger wie beklemmender Roman, der auf brillante Weise die Abgründigkeit einer Welt vor Augen führt, in der die menschlichen Werte endgültig aufgegeben sind. Ein Text, der gerade darin mit allem Nachdruck auf der Sinnhaftigkeit des Lebens beharrt.

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erschreckende Zukunftsvision, 2. März 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Entbehrlichen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der fiktive Roman"Die Entbehrlichen" von Ninni Holmqvist, läßt vor den Augen des Lesers eine Welt entstehen, von der wir nur hoffen können, dass sie nie Wirklichkeit wird.

In der Welt, die beschrieben wird, werden die Menschen nach ihrer Nutzbarkeit oder auch Wertigkeit eingeteilt.Die "Benötigten" sind Personen, die entweder Kinder auf die Welt gebracht haben und in einer Beziehung leben, oder sich im Beruf oder Sport hervorgetan haben und dadurch die Produktivität und Erfolgsbilanz des Staates unterstreichen.

Die "Entbehrlichen", sind diejenigen, die es nie zu Kindern oder zu einer "vernünftigen Beziehung gebracht haben", in Gelegenheitsjobs arbeiten, die sich also "nie richtig angestrengt haben" und deren Wertigkeit für das System fraglich ist.

An ihrem 50. Geburtstag, werden diese "Entbehrlichen" in ein eigens dafür ausgerichtetet Sanatorium verbracht, in dem keine Wünsche offen bleiben. Hier können die" Entbehrlichen" Sport treiben, sich verwöhnen lassen , werden bedient und können sich jeden Luxus erlauben.Doch diese eigens von der Gesellschaft abgegrenzte und durch eine Glaskuppeln abgeschirmte Welt,verschleiert den Insassen durch die paradiesischen Verhältnisse, die dort herrschen, ihren eigentlichen Daseinszweck.Sie sind nämlich dringend benötigtes "Humankapital". Die Entbehrlichen werden bei medizinischen und psychologischen Tests eingesetzt und fungieren als Organspender für die Benötigten. Erst die "Endspende" beendet ihren Aufenthalt in diesem Sanatorium.

In diese Welt gelangt auch Dorit Wegner an ihrem 50. Geburtstag. Sie gewöhnt sich schnell an das Leben in der "Einheit"und hat sich mit ihren Daseinszweck abgefunden, bis sie sich in einen Bewohner des Sanatoriums verliebt.

Diesem emotional aufrüttelnden Roman wünsche ich eine große Leserschaft. Lassen Sie sich nicht von dem etwas eigentümlichen Cover abschrecken. Das Buch führt einem auf spannende und brilliante Art und Weise die Abgründe der Welt vor Augen.

Wenn ein Mensch nur noch nach seiner Produktivität und Wertigkeit beurteilt wird, verliert man jeden Blick für Ethik. Das Unwort "Humankapital"geisterte ja auch schon durch unsere Medien, aber ich hoffe, dass diese Welt, die dieser Roman heraufbeschwört, niemals Befürworter findet.

Mir wird dieser Roman auf jeden Fall noch lange in Erinnerung bleiben.

EIN FANTASTISCHES BUCH !!!!!!!!!!!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wow, was für ein ungewöhnlicher Plot!, 5. Januar 2009
Von 
B. Schulte "Vielleserin" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Entbehrlichen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Diesen Roman der schwedischen Autorin Ninni Holmqvist habe ich regelrecht verschlungen! Die Geschichte ist beklemmend, aber trotzdem mit einer tollen Leichtigkeit erzählt. Die 50jährige Dorrit wird in die "Einheit" abtransportiert, weil sie -kinderlos und beruflich nicht übermäßig erfolgreich- für die Gesellschaft eine "Entbehrliche" geworden ist. So soll sie mit ihrem Restleben wenigstens etwas Nützliches für die Gesellschaft - für die Benötigten- tun, und u.a. als Versuchskaninchen und Organspenderin zur Verfügung stehen.

Als Leser hatte ich eigentlich mehr sachliche Detailfragen, als letzlich beantwortet wurden, das hat aber in diesem Fall überhaupt nicht gestört. Die Geschichte von Dorrit und ihren schnell gefundenen Freunden ist so warmherzig, nachvollziehbar, interessant und komplex erzählt, lässt einen seitenweise sprachlos zurück. Genauso könnte es sein, sagt man sich, für die letzten kleinen Fragen hat ja jeder Leser dieses wahrlich außergewöhnlichen Buches hoffentlich noch genug eigene Fantasie. Mehr Erklärungen hätten dem Buch m.E. auch nur geschadet, es ist ja nicht nur ein Science-Fiction Roman, hier geht es um mehr: Um das Leben und den Sinn darin, die Liebe und Menschlichkeit.

Ein Muß-Buch! Absolut empfehlenswert, unbedingt lesen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Robert Merle ist ein Name - Holmqvist Schall und Rauch, 13. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Entbehrlichen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das wichtigste zuerst - Eine Empfehlung. "Die geschützten Männer" von Robert Merle - Das hat mich umgehauen.

Die Entbehrlichen zwar auch, aber in einer Weise, wie es Schlaftabletten tun. Mir ist absolut schleierhaft, was man an diesem Buch finden kann. Holmqvist liefert zwar eine prima Idee, aber leider auch nicht mehr. Das Buch entführt uns in eine Welt, in der Menschen ohne gesellschaftlichen Nutzen in eine Einrichtung gesteckt werden und von allen denkbaren Annehmlichkeiten von ihrem schecklichen Schicksal abgelenkt werden sollen. Da diese auch ausführlich beschrieben werden (man geht baden, flaniert im Park, picknickt, tanzt, malt, hält sich fit, ...), wird der Leser genauso eingeschläfert und verliert das eigentliche Thema aus den Augen.

Die Autorin stellt sich selbst ein Bein damit, dass sie sich auf die Perspektive von Dorrit beschränkt und man so kaum einen Einblick hinter die Kulissen bekommt, die Außenwelt, die Drahtzeiher des Systems, da in der Anstalt kaum darüber gesprochen wird, weil man es ja verdrängt. Aber an ihrem Schreibstil merkt man auch, dass sie intellektuell gar nicht dazu in der Lage wäre. Ich hätte mir deutlich mehr Querverweise auf unsere heutige Gesellschaft gewünscht, die deutlich machen, wie real diese Gefahr ist (in Ländern wie Indien und China gibt es so was ja schon längst). Sie versucht zwar all dies, es gelingt ihr aber nicht. Stattdessen wird man seitenweise nur mit der Gefühlsduselei von irgendwelchen Freundschaften oder Liebschaften, die sich entwickeln behelligt, endlose Ausführungen über die doch sehr schleicherhafte Gedankenwelt von Dorrit. Dabei geht es auch gerne mal ins philosophische, kommt aber absolut unglaubwürdig rüber, genauso wie die Darstellung der Experimente und eigentlich alles andere auch.

Was passiert in diesem Buch, außer dass Dorrit Leute kennenlernt, die irgendwann aufgrund einer Endspende verschwinden (ist ja auch nicht anders zu erwarten), sich verliebt und schwanger wird? Gelegentlich denkt sie mal über Flucht nach, aber auch nur flüchtig (im wahrsten Sinne des Wortes), dann geht sie erstmal wieder Joggen.

Holmqvist kann einfach nicht schreiben, hier fehlen gute Recherchen in Sachen Soziologie, Philosophie, Medizin und eine HANDLUNG.

Ich habe 20 Seiten vor dem Ende das Buch beiseite gelegt und es Monate später zu Ende gelesen.
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