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Die Entbehrlichen
 
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Die Entbehrlichen

André Hennicke , Steffi Kühnert , Andreas Arnstedt    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 11,69 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: André Hennicke, Steffi Kühnert, Oskar Böckelmann
  • Regisseur(e): Andreas Arnstedt
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Lighthouse Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 15. April 2011
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 105 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004MSBRIU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 37.672 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Weihnachten steht vor der Tür. Jakobs Vater ist ein aggressiver Alkoholiker, seine Mutter ist gerade auf Entzug im Krankenhaus. Da liegt der Vater eines Tages als echte Alkoholleiche in der Wohnung. Aus Angst, ins Heim gesteckt zu werden, versucht Jakob den Anschein des Normalen zu wahren. Er erzählt weder der Oma noch der besten Schulfreundin Hannah vom Tod des Vaters.

Video.de

Zwischen krasser Sozialmisere und rotzigem, politisch unkorrektem Humor schildert Andreas Arnstedt in seinem Regiedebüt eine Familie am sozialen Abgrund aus Sicht des Kindes. Die Darstellerriege gibt ihr Bestes, völlig überzeichnete Nebenfiguren und ein heiterer Score hellen das horrormäßige Weihnachtsfest auf.

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Realistisch gut... 29. April 2011
Von Sebastian Janeck TOP 500 REZENSENT
Nach einer wahren Begebenheit erzählt "Die Entbehrlichen" die dramatische Geschichte des elfjährigen Jakob, der seinen Vater tot in der elterlichen Wohnung findet. Aus Furcht ins Heim gesteckt zu werden, tut er alles, um die Fassade aufrecht zu erhalten. Er geht zur Schule, besucht seine alkoholkranke Mutter im Krankenhaus und erzählt der trinkfesten Oma, sein Vater sei auf einer Schulung. Einzig seine Freundin Hannah weiß um seine Not und hilft ihm...

Aus Jakobs Sicht schildert Regisseur Andreas Arnstedt die Ereignisse in seinem Regiedebüt, in dem er Vergangenheit und Gegenwart nahtlos verzahnt. Daraus ergeben sich assoziative, handwerklich sehr reife und atmosphärische Szenerien. Dokumentarisch, sozialrealistisch, aber auch mit rotzigem, politisch unkorrektem Humor und eigenem Charme zeichnet Arnstedt die Erlebnisse einer Familie beim unaufhaltsamen Sozialabstieg auf. Arnstedt gelingt ein ganz eigener Stil, die seinen Film einer chancenlosen Familie prägt.

Die Wohnung eine Müllhalde, der Vater ein arbeitsloser asozialer Grobian mit unberechenbaren Gewaltausbrüchen, die Mutter verzweifelt alkoholkrank und Jürgen gnadenlos ausgesetzt. Deshalb machen die altkluge, schlagfertige Art des Jungen und ein sensibler, heiterer Grundton die Misere hoffnungsvoll. Dazu kommt ein Holocaust-Überlebender, der in der verschneiten Gartenlaube sitzt. Dadurch - und durch einige überzeichnete Nebenfiguren - gewinnt Arnstedts Film einen absurd-komischen Drall, der Negatives abfedert.

Derweil leistet die gesamte Darstellerriege Beeindruckendes. Allen voran Oskar Bökelmann, er verkörpert Jakob, gelingt den Schauspielern ein starkes Spiel. Man nimmt ihnen zu jederzeit ihren Rollen ab, man wird in die Szenerie so hineingefesselt, dass man kaum mehr loslassen kann. Es ist natürlich ein Film aus dem Leben, dessen Geschichte es so ja schon einmal gab und auch wieder geben könnte. Das macht den Film wohl so realistisch gut.

Als Bonusmaterial sind auf der DVD ein umfangreiches Making of sowie der Kinotrailer enthalten. Im ROM-Teil der DVD liegt zudem umfassendes Lehrmaterial vor.

Fazit:

Ein realistisches Drama, das zum Nachdenken anregt. Unbedingt zu empfehlen!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es ist ein großer Wurf, wirklich ein ganz großer Wurf der dem gesammten Team von "Die Entbehrichen" gelungen ist. Das zeigen nicht nur die 26 Preise die der Film bisher verdient bekommen hat, das zeigt der Film selber. Ein Regisseur (Andreas Arnstedt) der seinen Schauspielern nicht nur vertraut, sondern ihnen auch die Zeit gibt Situationen, Haltungen zu entwickeln. Und diese Schauspieler (S. Kühnert, I. Westphal, A. Henicke und alle anderen auch) nutzen die Gelegenheit. Sie können was sie zeigen und sie zeigen was sie können. Menschen darstellen, die in erschreckender Weise hier neben uns, unter uns leben. Die wir im Supermarkt sehen und wegschauen wenn die Hand den Kopf des Kindes trifft. Weil es ja eine private Angelegenheit ist, wie man miteinander umgeht, oft sogar umgehen muß. Die Umstände sie sind eben so. Und doch trifft was ich sehe, es trifft tief obwohl ich weiß wie man das erzeugt, erspielt. Und es lässt mich mehr als berührt und aufgewühlt aus dem Film ins Leben gehen, dem ich ja eben begegnet bin. Wenn ein Film wie Die Entbehrlichen so berührt und über seine Dauer hinaus Fragen aufwirft denen man nicht entkommt, außer durch Ignoranz, dann ist es ein wahres Kunstwerk. Ich kann jedem Empfehlen sich diesen Film anzusehen, ihn weiter zu reichen, bekannt zu machen und ihm den Platz in Deutschland einzuräumen der ihm zusteht. Ganz oben, in Augenhöhe. Danke allen die daran beteiligt waren.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieser Film ist all den Menschen gewidmet, die sich durch ein Leben kämpfen, das ihnen nichts verspricht und meistens alles verweigert. Es sind Anti-Helden, wie sie schon Hans Fallada in "Kleiner Mann - was nun?" beschreibt, nur dass die Realität dieser vom Schicksal benachteiligten kurz nach der Jahrtausendwende noch brutaler geworden ist.

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, die dem Zuschauer jeglichen wohligen, sentimentalen Schauer verweigert.
Schonungslos wird gezeigt, wie brüchig menschliche Beziehungen sind, besonders wenn die elementarsten Dinge unerreichbar scheinen: Eine noch so kleine Perspektive, ein noch so schlecht bezahlter Job, ein bisschen Würde.

Der kleine Jakob, 11 Jahre alt, leistet Übermenschliches: Er erträgt die ungerechten Schläge seines Vaters, das ständig zu knappe Geld, säuft mit den Erwachsenen Schnaps und vertuscht schließlich den Selbstmord seines Vaters, um nicht ins Heim zu müssen. Als er sich seiner Mutter anvertrauen will, die auf Entzug im Krankenhaus ist, teilt sie ihm mit, dass sie noch einmal neu anfangen will - ohne ihn und den Vater. Einzige Zuflucht ist die Großmutter - eine Säuferin...

Trotz all der Widrigkeiten, die ihm widerfahren, sagt der mittlerweile erwachsene Jakob am Ende des Filmes: "Ich habe viel Glück gehabt".

Ein Film, der nachdenklich stimmt, z.B. darüber, wer in dieser Gesellschaft wirklich "entbehrlich" ist.
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