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Die Enklave: Roman
 
 
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Die Enklave: Roman [Taschenbuch]

Ann Aguirre , Michael Pfingstl
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Blanvalet; Auflage: 1. (16. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442268125
  • ISBN-13: 978-3442268122
  • Originaltitel: Razorland
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 78.088 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die Autorin versteht es. Kein Zweifel, Die Enklave ist ein absoluter Klassiker." (splashbooks.de )

Kurzbeschreibung

Aus den Trümmern der Welt erblüht eine unsterbliche Liebe …

New York wurde in einem längst vergessenen Krieg zerstört. Die Oberfläche ist durch Säureregen und glühende Hitze unbewohnbar geworden. In den U-Bahn-Tunneln der Stadt leben die junge Jägerin Zwei und ihr Partner Bleich, die sich Tag für Tag bemühen, genug Nahrung für ihren Stamm zu erlegen. Da wird Zwei an die Oberfläche verbannt. Ein sicheres Todesurteil! Darum kann sie kaum glauben, dass Bleich beschließt, sie zu begleiten. Doch der würde alles tun, um Zwei nicht zu verlieren …


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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ann Aguirre ist eine Autorin, wie man sie nur selten findet. Neben ihren zahlreichen Serien, die alle unterschiedlichen Genres zuzuordnen sind, hat sie diesmal den Versuch gewagt, eine YA Dystopie zu schreiben und konnte mich auch damit überzeugen und fesseln. Ein Punkt, der mich bis jetzt vor Dystopien zurück schrecken hat lassen, war, dass ich mich nicht diesem Gefühl der Verzweiflung, Hilflosigkeit und Niedergeschlagenheit gegenüber sehen wollte, das ich mit diesem Thema verbinde, aber in diesem Fall hätte mich Die Enklave nicht mehr überraschen können, als sie es tat. Denn obwohl sich die Bewohner mit offenen Augen ihrem Schicksal stellen, gibt es immer noch Mut und Hoffnung.

Ann Aguirre erschafft aufs Neue eine fantastische wunderbare und auch unglaubliche Welt, die man nicht mehr verlassen möchte, hat man sie erstmal betreten. Überzeugend zeigt sie uns wie ein Leben unterhalb der Erde möglich sein kann und die Dunkelheit wird zum Freund. Die Charaktere wachsen einem schon nach wenigen Seiten ans Herz und man kann die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte vollziehen sehr gut mitverfolgen. Man leidet mit ihnen, freut sich, weint, entdeckt Neues, bekämpft Ängste und lernt das Leben neu kennen. Und das alles wurde von der Autorin in diesem 1. Band der Reihe perfekt kombiniert - weder wird der Erschaffung dieser neuen Welt zu viel Raum zugesprochen, noch sind die Charaktere farblos und eindimensional. Ann Aguirre schreibt flüssig und fesselnd, ihre Handlung ist gut durchdacht und wartet immer mit Überraschungen auf.
Diese Welt, die sie hier gezeichnet hat ist für mich durchaus nachvollziehbar und realistisch - wenn es mal so weit kommen sollte, dass sich die Menschheit in dieser Situation befindet, kann ich mir gut vorstellen, dass die Welt dieser ähneln könnte. Im Nachwort hat die Autorin extra darauf hingewiesen, woher ihre Annahmen stammen und wie sie zu diesen kam und damit verankert sie die Geschichte zum Teil in der Realität.

Diese Dystopie ist nicht nur für Jugendliche oder junge Leser gedacht, sondern kann jeden begeistern. Zwei verhält sich nicht wie eine typische Jugendliche, sondern viel erwachsener und facettenreicher. Ebenso ist es herrlich erfrischend, dass die Liebesgeschichte im Hintergrund abläuft und sich dadurch die gesamte Geschichte frei entfalten kann.
Das Einzige, das ich hier zu bemängeln habe, ist die Tatsache, dass ich gerne mehr über die Enklave gelesen hätte: wie sie sich weiterentwickelt und was mit den anderen Charakteren geschieht. Aber in diesem Punkt setzte ich meine Hoffnungen auf die Folgebände.

Wer wie ich bis jetzt noch keine Dystopie gelesen hat, es aber gerne versuchen möchte, dem kann ich Die Enklave nur wärmstens empfehlen! Überlegt nicht länger, sondern greift zu und genießt diese Welt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und warte schon jetzt ungeduldig auf die Fortsetzung. Die Enklave war viel mehr als ich erwartet hatte und hat ein neues Genre für mich geöffnet. Fazit: absolut lesenswert!

PS: außerdem ist es immer ein gutes Zeichen, wenn ich das Gefühl habe ich könnte noch ewig und länger an der Rezension weiter schreiben, weil es noch so vieles gibt, das erwähnenswert ist :)

Rating: A
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Inhalt:
Zwei, eine Jägerin, die in einer Enklave unter New York City ihr Dasein fristet, setzt ihren ganzen Glauben in ihre Enklave. Ihr einziger Schutz, für den sie auch die strengen Regeln befolgt und ihre Aufgaben so gut es geht bewältigt. Doch als sie endlich zur richtigen Jägerin aufsteigt merkt sie schnell, was es heißt in stockdunklen Tunneln unter der Oberfläche nach Nahrung zu suchen, denn das ist eine der Aufgaben der Jäger in der Enklave. Allerdings ist das jagen Zweis gerinstes Problem, denn die Freaks, verwesende Halbtote, die nach Menschenfleisch gieren, scheinen klüger zu werden, wodurch es schwieriger wird sie zu töten. Als wäre ihr Leben nicht schwer genug wir sie dem Außenseiter Bleich zugeteilt, der zwar der beste Jäger ist, aber nicht aus der Enklave stammt, sondern von Oben. Zwei vertraut ihm mehr und mehr und als sie plötzlich grundlos aus der Enklave verbannt wird, folgt er ihr freiwillig. Eigentlich wäre die Verbannung ihr sicheres Todesurteil, aber Zwei und Bleich sind grandiose Kämpfer, die sich bis an die Oberfläche durch kämpfen, um endlich in den Norden zu gelangen, der Bleich nach der einzige Ort ist wo die Menschen noch gut leben.
Gemeinsam begeben sie sich auf die Reise und durchqueren das verlassene New York, Freakgebiete und Kämpfen mehr als einmal um ihr Leben. Haben beide eine Chance auf richtigen Frieden? Und was ist mit Zweis Gefühlen gegenüber ihrem Partner Bleich?

Meinung:
Der Roman erzählt die Geschichte der jungen Jägerin Zwei, die unter der Erde im dunklen geboren wurde. Sie wächst zwischen Dreck, Dunkelheit und Zombies auf, ganz in in der Unwissenheit, dass man Oben nicht mehr leben könne. Dazu kommt der männliche Hauptprotagonist Bleich, der mir sehr sympathisch war. Zusammen jagen sie Beute für die Enklave oder töten hungrige Zombies, die die Enklave angreifen wollen.

Bei der Enklave handelt es sich um eine Art abgesicherte Stadt unter der Erde. Die Menschen sind vor langer Zeit dorthin geflohen, als die Welt oben nicht mehr bewohnbar war. Es gibt wenig Nahrung und Wasser, viel Dreck und nur Licht dank Fackeln und Feuer. Interessant finde ich die Idee der Unterteilung der Menschen, denn selbst in so einem schlechten Zustand versuchen Menschen Ordnung zu halten, irgendwie ein System zu errichten. Bei 'Die Enklave' gibt es die Zeuger, die Schaffer und die Jäger. Beim Lesen klingt es natürlich immer wieder rabiat, dass es so etwas wie Zeuger gibt, die den Artbestand sichern, aber wenn die Menschheit verblödet geht es nun einmal zurück zum Steinzeit Verhalten.

Die Geschichte bleibt durchgehend spannend, da Zwei und Bleich (Die Namen erhalten die Charakter übrigens durch verschiedene Relikte, d.h. alltägliche Gegenstände) bald aus der Enklave verbannt werden und sie sich somit an die Oberfläche kämpfen. Die Freaks bzw. Zombies finde ich ziemlich klischeehaft was dystopische Romane betrifft, aber dennoch war die Kampfszenen amüsant und vor allem spannend zu lesen. Diese Kämpfe müssen Zwei und Bleich allerdings auch an der Oberfläche fortführen, wozu sich wenig später auch noch zwei weitere Charaktere gesellen, die unterschiedlicher nicht sein könnten (Tegan und Pirscher). Als Gruppe machen sie sich auf nach Norden, wo Bleichs Vater nach es noch Frieden geben soll. Dies ist auch das besondere an Bleich, denn er wurde Oben geboren, kennt viel mehr Dinge als Zwei, weshalb der Roman auch erst funktioniert, denn Zwei kann zwar unglaublich gut kämpfen, hat aber tierische Angst vor der Sonne, da ihre Haut sie noch nie zuvor gesehen hat.

Alles in allem ist die Geschichte so zusagen eine Reise durch das zerstörte New York. Die Autorin versetzt sich in verschiedene Szenarios und beschreibt sehr konsequent wie verrottet/zerstört die Umgebung ist. Dazu kommen immer wieder Nahrungsmittelknappheit oder überraschende Angriffe der Freaks, die im weiteren Verlauf auch Fresser oder Stummies genannt werden. Dadurch, dass Zwei sich teilweise wie im Steinzeitalter benimmt sind ihre Gedanken auch relativ einfach gestrickt. Sie macht sich zwar Sorgen um ihre Freunde, aber wirklich etwas von Liebe versteht sie nicht. Zwar merkt man schnell, dass Zwei und Bleich etwas füreinander empfinden, aber zu wirklichen Gefühlen kommt es nicht. Der ganze Roman ist förmlich eine dystopische Geschichte in der gegessen, gekämpft und gegessen wird. Das klingt nun etwas langweilig bzw. primitiv ( Zum Punkt primitiv: Zwei kämpft übrigens mit Dolch und Keule), aber die Geschichte hat ein flottes Tempo, wodurch man beinahe selbst mit Zwei und Bleich kämpft. Man kommt kaum zum Verschnaufen und selbst alltägliche Dinge wie Nahrungsmittel in Dosen erscheinen einem in einem neuen Licht.
Trotzdem bin ich ein wenig angesäuert, denn das Ende ist äußerst unbefriedigend. Auch wenn es anscheinend eine Fortsetzung geben wird ist das Ende recht offen und schließt keineswegs gut in sich ab. Der Roman endet einfach, als es erst richtig spannend wird. Cliffhanger hin oder her hätte ich mir das Ende wenigstens etwas abgerundeter gewünscht. Die Gefühle zwischen Zwei und Bleich bleiben ebenso offen.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Er ist keineswegs schlecht, aber irgendwie sehr einfach. Es passt wiederum sehr gut zu dem steinzeitlichen Verhalten, das Zwei an den Tag legt, denn diese spricht eh nur das nötigste. Vielleicht hat sich hier die Autorin etwas zu sehr in ihre weibliche Hauptprotagonistin hineinversetzt, denn der Schreibstil ist in Ordnung, aber mehr auch wieder nicht.

Im englischen finde ich das Cover übrigens weitaus passender. Bei der deutschen Version habe ich mich außerdem ständig gefragt, ob das Verhältnis von Kopf und Blume so überhaupt stimmen kann.

Fazit:
Eine dystopische Abenteuergeschichte, mit viel Kampf, Blut und am Rande einigen, aber wenigen Gefühlen. Die Geschichte ist spannend, gleichzeitig aber auch recht primitiv, da die Hauptcharaktere auf ihrer Reise töten, essen und nach dem Weg suchen. Trotzdem abwechslungsreich in dem ganzen Mainstream von kitschigen Liebesgeschichten. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung der 'Razorland' Reihe und hoffe dann auf ein befriedigenderes Ende.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gelungen!!! 19. Mai 2012
Von Lilli
Format:Taschenbuch
Inhalt:
In der Zukunft leben Menschen nicht mehr Überirdisch, sondern in der Kanalisation und U-Bahnsystemen unter der Erde in kleinen Siedlungen. Sie haben neue Rituale, Traditionen und Gesetze entwickelt, die ihnen Verbieten an die Oberfläche zu gehen, oder auch nur die kleinsten Abweichungen tolerieren. In diese Welt wächst Zwei hinein. Sie ist Jägerin und schützt die Siedlung vor den Freaks. Doch eines Tages handelt sie gegen das Gesetz und sie wird an die Erdoberfläche verbannt. Nach dem Glauben der Siedlung ist dies ihr sicherer Tod'

Kritik:
Die Enklave ist ein gelungener Jugendroman über eine mögliche Endzeit der Menschheit. Es ist flüssig und nüchtern geschrieben. Es werden Kämpfe, das Überleben, das Leben in der Siedlung und die Handlungsweisen dieser Menschen glaubhaft, aber nüchtern beschrieben. Kämpfe werden nicht verschönert, der Tod nicht, und vor allem nicht die strengen und grausamen Entscheidungen der Siedlung. Das macht das Buch sehr realistisch.
Es ist auch glaubhaft, dass Namen in Vergessenheit geraten sind, und nun Frauen und Männer nach Gegenständen oder einzelnen Wörtern benannt werden. Eine nette Idee der Autorin, die einen schmunzeln lässt, wenn man einige 'Namen' liest. Vielleicht sogar eine außergewöhnliche Idee, denn in allen Endzeit Geschichten, die ich gelesen habe, kannten sie noch die heute gebräuchlichen Namen, oder wahren kreativ genug sich neue schön und exotisch klingende Namen zu geben. Dies zeigt auch, wie primitiv die Menschen unter der Erde leben. Wie Steinzeitmenschen, die ein paar Dinge aus der Moderne besitzen und nicht so recht wissen, was das für Dinge sind.

Mein einziger Kritikpunkt wäre das Ende der Geschichte. Es ist etwas unbefriedigend. Da ich aber durch andere Rezensionen erfahren habe, dass 'Die Enklave' eine aus mehreren Teilen bestehende Geschichte werden soll, entfällt dieser Punkt. Ich hoffe, dass sich dies auch bewahrheitet.
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