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Die Enden der Parabel Gebundene Ausgabe – 10. September 1998

4.4 von 5 Sternen 21 Kundenrezensionen

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Produktinformation


Mehr über den Autor

Thomas Pynchon wurde 1937 in Long Island geboren. Sein einziger öffentlicher Auftritt fand 1953 an der Oyster Bay High School in Long Island statt. Er studierte Physik und Englisch an der Cornell University, später schrieb er für Boeing technische Handbücher und verschwand. Seither sind seine Bücher (u.a. "Die Enden der Parabel"; "V"; "Gegen den Tag") die einzigen öffentlichen Spuren seiner Existenz. Pynchon gilt als einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller der Gegenwart. Er lebt in New York.

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Enden der Parabel
OT Gravity’s Rainbow OA 1973 DE 1981Form Roman Epoche Postmoderne
Das Monumentalwerk Die Enden der Parabel von Thomas Pynchon, das auf über 1000 Seiten mehr als 400 Personen und zahllose Handlungsstränge umfasst, gehört mit seiner stilistischen Virtuosität und enzyklopädischen Dichte zu den bedeutenden Romanen der Postmoderne und des 20. Jahrhunderts.
Inhalt: Zentrale Themen des Werks sind Paranoia, Entropie (nach Isaac Newton die Tendenz des Universums, in einen Zustand von Unordnung und Stillstand zu degenerieren) und Todessehnsucht als die primären Zerfallskräfte der Zeit. Die Haupthandlung, um die sich zahlreiche Nebenhandlungen ranken, spielt in den Jahren 1944/45; das Objekt allgemeinen Interesses ist die Todesrakete V–2. Der US-Soldat Tyrone Slothrop wird zum Spürhund und Spielball der konkurrierenden Geheimdienste, als man feststellt, dass er beim Herannahen von V-2-Raketen Erektionen bekommt. Wie er später herausfindet, hatte ihn ein deutscher Wissenschaftler als Säugling auf einen vom IG-Farben-Konzern entwickelten Stoff konditioniert, der auch in der V-2-Rakete enthalten ist.
Slothrop begibt sich selbst auf die Suche nach der Rakete. Er flieht aus London in die Schweiz und kommt schließlich nach Deutschland in das V-2-Werk in Nordhausen. Hier trifft er auf Oberst Enzian, der eine Truppe afrikanischer Hereros befehligt, die im Raketenbau eingesetzt werden. Bei seiner Flucht, auf der er u. a. der Potsdamer Konferenz beiwohnt, die Berliner Drogenszene kennen lernt und mit einer Gruppe nationalsozialistischer Mitläufer auf einer Yacht durch die Ostsee fährt, wechselt er immer wieder die Identität und verliert sich allmählich als Person. Dieser Prozess endet in einer Art mystischer Vereinigung mit der Natur, als er sich beim Betrachten eines Regenbogens physisch vollständig auflöst.
Aufbau: Als eine Art Klammer des Romans fungiert der Abschuss einer Rakete in den Niederlanden, mit der die Handlung einsetzt, und ihr unmittelbar bevorstehender Einschlag in einem Kino in Kalifornien (in dem auch die Leser des Romans sitzen), womit der Roman endet. Der über weite Strecken pikarische Roman wechselt ständig die Perspektive und verweigert sich konsequent konventioneller Zeitgestaltung und Erzählmuster. Dem Leser wird so das Gefühl vermittelt, in das System der Bedrohungen verstrickt zu sein. Wie in allen seinen Romanen kehrt Pynchon das Prinzip üblicher Handlungsromane um: Anstatt den Handlungsknoten zu lösen, knüpft er ihn immer enger, Figuren und Handlung werden immer rätselhafter.
Wirkung: Zunächst als unlesbar und obszön kritisiert, erkannte die Kritik schon bald nach Erscheinen des Romans seine überragenden Qualitäten. Das avantgardistische Werk, das oftmals mit Ulysses (1922) von James R Joyce verglichen wurde, erhielt 1974 den National Book Award. D. M. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Thomas Pynchon wurde 1937 in Long Island geboren. Sein einziger öffentlicher Auftritt fand 1953 an der Oyster Bay High School in Long Island statt. Er studierte Physik und Englisch an der Cornell University, später schrieb er für Boeing technische Handbücher und verschwand. Seither sind seine Bücher (u.a. „Die Enden der Parabel“; „V“; „Gegen den Tag“) die einzigen öffentlichen Spuren seiner Existenz. Pynchon gilt als einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller der Gegenwart. Er lebt in New York.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 9. Mai 2002
Format: Taschenbuch
Das wohl größte Problem, dass viele Leser mit Pynchons dicker Schwarte haben, dürfte die Tatsache sein, dass es auch nach 500 Seiten (von über 1200 Seiten, also knapp der Hälfte des Buches) noch keine klar erkennbare Struktur, geschweige denn eine Identifikationsfigur im herkömmlichen Sinne bereithält. Meines Erachtens sollte man GR nicht unter solch einem Aspekt lesen bzw. auffassen, das Buch funktioniert dann nämlich nicht. Beim stetigen (Weiter-)Lesen merkt man dann irgendwann, dass man hier nicht nur die so ziemlich allerschönste Prosa überhaupt erlebt (und zwar für jede Figur und Situation in einem sprachlich und erzähltechnisch individuell gestaltetem Rahmen. Die deutsche Übersetzung von Thomas Piltz & Elfriede Jelinek ist sehr gelungen) und den abgedrehtesten Situationen beiwohnt (die Sexorgie auf dem Schiff, Barney die Glühbirne, Frau Gnahb, Rocketman himself in allen Situationen und und und), wirklich ergreifende, unvergleichlich intensive Momente geschildert werden (die Szenen im KZ, das (Über-)Leben im zerstörten Nachkriegsberlin). Wie die parabelförmige Flugbahn der stets präsenten V2-Rakete verläuft die Erzählstruktur: am Boden startend, zünden, dann langsam abhebend, in der Mitte irgendwann auf dem Höhepunkt ankommend, Druck, dann wieder langsam fallend, bis zum unaufhaltsamen Aufprall auf der Erde (hier auf ein Kino in LA). So trifft man gegen Schluß alte Bekannte vom Anfang des Buches wieder (Roger Mexico etc.) und Rocketman ist der Held des ganzen.
Man kann über GR viel spekulieren, seine physikalischen und mathematischen Genauigkeiten loben (wer's braucht), seine mystischen Qualitäten hervorheben (die *Hänsel+Gretel* Metapher, der Ofen, die Hexe...), letztenendes gilt nur eins: Take it or leave it!
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Format: Taschenbuch
Eines der bedeutendsten Sprachkunstwerke der zweiten Jahrhunderthälfte, ausnahmsweise auch einmal sensibel übersetzt (Danke, Elfriede Jelinek!). Die Handlung ist comicartig und eigentlich eher egal: Der Autor reiht Szenen und Bilder aus der (ziemlich phantasievoll und z.T. anachronistisch) ausgemalten Zeit von Winter 1944 bis Sommer 1945 aneinander, die sich alle um den Tod drehen: Alle hetzen den Todesmaschinen der Nazis hinterher, alle Erotik läuft nur noch aufs Töten hinaus (z.T. harte SM-Szenen), alle Figuren sind süchtig nach dem Tod. Damit wird in immer brillanter, anfangs höchst amüsanter, später immer bedrückenderen Weise die tödliche Verstrickung nicht nur der Weltkriegsepoche, sondern auch der gesamten Zeit danach illustriert: Die westliche Gesellschaft als ein System, das vom Tode lebt und zum Tode strebt, das nichts anderes produzieren kann als Tod. Der Roman endet mit dem Datum des Atombombenabwurfs. Bis man aber begriffen hat, worum es eigentlich geht, ist man aber schon von Pynchons Sprache und Erzählwut gefangen genommen. Nicht unbedingt eine spaßige, aber eine überwältigende Lektüre. Acht von fünf möglichen Sternen.
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Format: Taschenbuch
Und dieser Mix beschreibt doch nicht annähernd, was auf den Leser in diesem komplexen Opus Magnum zukommt. Es ist nicht immer einfach, dem Geschriebenen zu folgen, doch im "Flow" von Pynchons Worten und Absätzen ergibt sich ein irrer Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Viele halten das Buch für unlesbar und gaben irgendwann auf, andere brauchten viel Zeit, um durchzukommen, ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und "verschlang" diesen dicken Brocken in 23 Tagen.

Warum hat mich das Werk so sehr gefesselt? Das habe ich mich selbst gefragt...
Und nun versuche ich, ein paar Antworten darauf zu geben:

1) Davor habe ich nur einen Pynchon gelesen, den neuesten, "Bleeding Edge", und die Sprache und Struktur hat mich so beeindruckt und angefixt, dass ich es sogleich mit seinem Hauptwerk probieren wollte. Ich wollte also verwirrt und überrascht werden, und ich war vorbereitet (denn auch im Alter hat Pynchon von seiner Rätselhaftigkeit nichts eingebüßt).

2) Das Spielerische, Humorvolle in der ernsthaften, historischen Literarizität. So etwas ist mir bisher noch in keinem Roman begegnet. Ein Autor, der Genres, Leichtigkeit (Satire) und schwere Literatur-Kost miteinander verbinden kann. Ein Autor, der sein Thema gleichzeitig ernst nimmt, aber sich selbst nicht, immer wieder relativiert, was er präsentiert. Gerade die Struktur, aber auch die Sprache ist daher meines Erachtens billiant.

3) Die Detail-Fülle, die zu einem zweiten Lesen geradezu auffordert. Das Assoziative, das ein großes Puzzle bzw. Mandala ergibt, die Abstraktion in der Wirklichkeit (Drogenrausch), Fakten mit Fiktion vermengt zu einer eigenständigen Welt, die parallel zu unserer ist.
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1 Kommentar 1 von 1 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Von express am 16. November 2012
Format: Taschenbuch
Den dritten Roman von Thomas Pynchon (1973 unter dem Originaltitel Gravity's Rainbow erschienen und 1974 mit dem National Book Award ausgezeichnet) kann man bedenkenlos zu den grossen Werken den 20. Jh.s zählen. Schauplätze der apokalyptischen Handlung sind England, Frankreich und das besetzte Deutschland der Jahre 1944/45. Als primäre Zerfallskräfte unserer Zeit definiert Pynchon Paranoia, Entropie und Todessehnsucht. Das eigentliche Subjekt des machthungrigen Begehrens ist ein Symbol des allseitigen Todes - die V2 Rakete bei deren Herannahen der Protagonist Tyrone Slothrop "regelmäßig Erektionen bekommt." Dieser begibt während des Zweiten Weltkriegs auf die Suche nach dieser legendären Rakete gegen dessen Ende er, in einem dieser Flugkörper eingebettet, einen Soldaten der V2 Batterie in der Lüneburger Heide findet. Sowohl der Titel als auch Anfang und Ende des Romans werden durch die Flugbahn dieser Raketen nicht nur thematisch sondern auch zeitlich verbunden. Wobei die letzte V2 in einem kalifornischen Kino, also in der "unmittelbaren Erzählgegenwart" einschlägt.

In den dreissig Jahren der Handlung schafft Pynchon eine Überfülle von Episoden und Figuren (nahezu 400) und verknüpft in genialer Weise fünf ineinander verwobene Handlungsstränge. Der wichtigste handelt von der erwähnten Suche des amerikanischen Soldaten Tyrone Slothrop nach dem Geheimnis seiner Identität, bei der er dem Wissenschaftler Pointsman von der Organisation PISCES (Psychological Intelligence Schemes for Surrender) begegnet.
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