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Die Elixiere des Teufels (Fischer Klassik)
 
 
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Die Elixiere des Teufels (Fischer Klassik) [Broschiert]

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 349 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2 (13. Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596900638
  • ISBN-13: 978-3596900633
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 269.430 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ernst T. A. Hoffmann
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Manche Romane entfalten, obwohl vor fast 200 Jahren geschrieben, erst heute ihre ganze Wirkung. Waren zeitgenössische Leser von Die Elixiere des Teufels -- erstmals 1815 und 1816 in zwei Bänden erschienen -- eher überfordert, steht der Roman heute als ein Meisterwerk der Fantastik in zahlreichen Bücherschränken.

Auf den ersten Blick erzählt Hoffmann eine nicht eben neue Schauergeschichte: Medardus, ein Kapuzinermönch aus zweifelhaften Verhältnissen, sieht sich immer wieder den Versuchungen des Teufels ausgesetzt. Ob schöne Frauen, Ruhmbegierde oder nackte Mordlust -- er bricht sein Gelübde auf jede nur erdenkliche Weise. Dabei wirft der Leser einen tiefen Blick in Medardus' gepeinigte Seele, denn die Geschichte wird von ihm selbst erzählt, der Autor Hoffmann schlüpft in die Rolle des Herausgebers "Nachgelassener Papiere" -- ein erzählerischer Kniff, den neben vielen anderen auch Umberto Eco in Der Name der Rose erfolgreich angewandt hat.

Der entscheidende Unterschied zwischen Die Elixiere des Teufels und beispielsweise The Monk von Matthew Gregory Lewis liegt in eben diesem Blickwinkel, in der Psychologisierung des Stoffes: Neben der Handlung, die abenteuerlich genug ist, wird der Roman zu einer Reise in die Abgründe des menschlichen Daseins und entwickelt dabei eine Tiefe und Überzeugungskraft, die bis heute nur von wenigen Büchern erreicht wurde.

Der vorliegende Band wird durch ein kurzes, aber ausgesprochen informatives Nachwort, erläuternde Anmerkungen und eine aktuelle Bibliografie ergänzt. Damit ist endlich wieder eine verlässliche, erschwingliche und schön ausgestattete Ausgabe dieses Höhepunkts der schwarzen Romantik erhältlich. --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Nach dem Genuss des geheimnisvollen Teufelselixiers entbrennt der Mönch Medardus in verzehrender Liebe zu Aurelia - ein Höhepunkt phantastischer Erzählkunst der Schwarzen Romantik. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unglaublich 7. November 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Schriftstellerisch ist dieses Buch eine absolute Höchstleistung. Es liest sich sehr angenehm und man ist über die sprachliche Leistung des Autors immer wieder aufs Neue begeistert.
Der Handlung kann man allerdings nur bedingt folgen, da Hoffmann ein Geflecht aus Personen strickt, die am Ende identisch(?) sind. Es geht in dem Roman um Kirche, Wissenschaft, Sünde und Selbstfindung. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, entnimmt dem Buch interessante Theorien und Ansichten. Ansonsten bleibt das Buch ein absolutes Lesevergnügen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hoffmann - genial 8. März 2011
Von Seraphina
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
E. T. A. Hoffmann gelang es mit seinen "Elixieren des Teufels" einen der ersten "modernen" psychologischen Romane zu schreiben.
Die Dichte der Motivik und die Verflechtung der Bedeutungsebenen sowie der Personenkonstellation lassen eine strukturelle Auflösung des Romans kaum zu, auch wenn die in dieser Ausgabe beigefügte Ahnentafel des Protagonisten etwas zum Verständnis beiträgt.
Es bleibt anzunehmen, dass eine komplette Auflösung vom Autor nicht angestrebt war - was besonders an der Doppelgängermotivik des Romans ersichtlich wird. So bleibt an einigen Stellen der Realitätsstatus des Doppelgängers im Unklaren.
"Die Elixiere des Teufels" stellt weder eine barocke Inszenierung des Lebens am Hofe dar, noch handelt es sich bei dem Roman um die ausführliche Kritik an der katholischen Kirche und des Zölibats. Der Roman besticht durch seine Vielschichtigkeit, die sich meiner Meinung erst nach mehrmaligem Lesen langsam entfaltet - jedoch nie komplett auflösen lässt.
Dass der Roman bis in die heutige Zeit nichts an Aktualität eingebüßt hat, zeigen andere künsterliche Werke, die die angesprochen Motive und Bedeutungsebenen verarbeiten: Es seien hier nur José Saramagos "Der Doppelgänger" und der Film "Black Swan" (2010) erwähnt.
Hoffmann ist ein leider noch zu wenig gewürdigter Meister der deutschen Sprache, eines bissig-ironischen Humors und der Psychologisierung der Literatur - und in jeder Lebenslage lesbar.
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Format:Broschiert
E.T.A. Hoffmanns Elixiere des Teufels gelten als ein großes Werk der deutschen Romantik. Die Geschichte des Mönches Medardus beinhaltet existenzielle Fragen des Lebens und Glaubens, wie die Frage nach Vergebung von Sünden und Erlösung, als auch die Frage nach dem Ziel des Lebens und der eigenen Herkunft. Es ist eine Geschichte von Versuchung, Begierde, von Flucht, von Angst und von innerer Zerissenheit.

---Achtung, evtl. Spoiler im naechsten Absatz----

Medardus, ein Kapuzinermönch findet in der Reliquienkammer seines deutschen Heimatklosters die Elixiere des Teufels, denen er nicht widerstehen kann. Nach dem Genuss erlangt er durch des Satans Kraft großes rhetorisches Talent und wird weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Doch Stolz keimt in ihm auf, der den Glaubensbrüdern nicht verborgen bleibt. Außerdem ist Medardus besessen von wahnsinniger Begierede nach dem Mädchen Aurelie, das er einst im Kloster sah. Er wird folglich auf eine Reise nach Rom geschickt, damit er wieder auf den Pfad der Frömmigkeit komme. Doch die Versuchung für Medardus ist enorm und er scheint zu allem bereit, um Aurelie die seinige zu machen. Auf der Reise nach Rom erlebt er allerlei phantastische und gefährliche Situationen und halsbrecherische Verwicklungen. Ein unheimlicher Doppelgänger folgt ihm überall hin. Das Doppelgängermotiv, sowie Medardus' innere Gespaltenheit (ein Konflikt vor allem zw. dem, was man später das freudsche "Ich" und das "Es" nannte) werden geschickt in einander verwoben und irrwitzige Verwandschaftsverhältnisse, die das Unheil in sich tragen, werden nach und nach offenbar.

---Spoilergefahr beendet---

Die Geschichte wird sozusagen durch die Memoiren des Medardus erzählt, denen Hoffmann ab und zu Kommentare eines "Herausgebers", sowie andere "Dokumente" zum Verständnis des Lesers entgegenstellt. Genau die Erzähltechnik ist es, die das Lesevergnügen so zu nichte macht, dass dafür zwei Sterne abzuziehen waren. Die Idee mit Medardus innerem Konflikt ist genial und auch die Stärke des Romans, doch nie kommt die Geschichte richtig in Fahrt. Noch nie habe ich persönlich ein so geniales Konzept für einen Roman so umgesetzt gesehen, dass es kaum noch Lesevergnügen bereitet.

Dies liegt weder an Hoffmanns Sprache, noch Syntax. Andere Romane des 18. oder 19. Jahrhunderts, wie z. B. Goethes Werther (wenn auch nicht Romantik), um ein Beispiel zu nennen, das die meisten Leser kennen dürften, lesen sich sehr viel flüssiger und auch die englische Variante des "Dracula" liest sich leichtgängiger, um ein Beispiel aus der "morbiden" Romantik zu nennen.

Das Problem ist, dass Hoffmann seinen Medardus in seinen "Aufzeichnungen" die Geschichte meist durch Rückblenden, in Form von wörtlicher Rede, meist belangloser Nebencharaktere, erzählen lässt. Oft sind in dieser wörtlichen Rede auch noch dritte Personen (die in der Geschichte selbst manchmal nie auftauchen) zittiert. Dies macht es sehr schwer zu folgen und der Lesefluss, den man von einem Roamn normalerweise gewohnt ist, kommt überhaupt nicht zu stande. Eine Zuspitzung durch Tempowechsel ist durch die behäbige Umsetzung nicht vorhanden, vielmehr plätschert die Story, trotz aller Konfliktlinien, und allem "Sprengstoff", den sie beinhaltet in seitenlanger wörtlicher Rede vor sich hin. Spannungsaufbau ist leider Fehlanzeige. Die verworrenen Verwandtschaftsverhältnisse, die am Ende kaum noch zu überblicken sind, helfen auch nicht, die Geschichte zugänglicher zu machen.

Letztlich scheiter Hoffmanns großartiges Romankonzept am behäbigen Erzähltempo und an der nicht vorhandenen Spannungskurve. Sehr bedauerlich, denn die Elixiere des Teufels hätten das Potential zu einem großen Meisterwerk gehabt.
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