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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein verbittertes frostiges Herz schmilzt dahin ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Eleganz der Madame Michel - Grosse Kinomomente (DVD)
Noch 165 Tage will Paloma(Garance Le Guillermic), 11, leben in einer Welt, "in der die Erwachsenen immer nur wie Fliegen gegen die Scheibe knallen." Reich ist ihre Familie, reich werden Paloma und ihre Schwester eines Tages sein. "Endstation Goldfischglas", davor graut dem frühreifen Kind mit der Nickelbrille. Die Mutter scheint sie garnicht wahrzunehmen und spricht nur noch mit ihren Pflanzen und dem Psychoanalytiker. Die verschiedensten Antidepressiva erhellen den Tag. Der Vater interessiert sich nur für seine berufliche Karriere und spielt im Familienalltag keine große Rolle. Er schenkt Paloma allerdings seine alte Filmkamera, die die bezaubernd kluge Prinzessin ständig vor der Nase hat und sich so ihre eigene Welt erschafft.Das Schicksal des Kindes scheint besiegelt. Täglich entwendet sie eine Tablette ihrer Mutter für den geplanten Selbstmord an ihrem 12. Geburtstag. Da macht sie die Bekanntschaft von Madame Michel (grandios: Josiane Balasko), der Concierge des gutbürgerlichen Hauses, in dem Paloma mit ihrer Familie lebt. Madame Michel und Paloma scheinen Seelenverwandte zu sein. Nach dem Tod ihres Mannes vor 15 Jahren hat sich die für ihre Umwelt unsichtbare verbitterte, einsame Frau ganz in ihr Schneckenhaus zurückgezogen. Bei Tee und Zartbitter-Schokolade liest sie die großen Klassiker mit einer besonderen Liebe zu Leo Tolstoi, nach dem sie auch ihren Stubentiger benennt. Áuch sie versteckt sich vor der Welt in einer kleinen Bibliothek im abgeschlossenen Hinterzimmer ihrer kleinen Wohnung. Das Leben der beiden unglücklichen, einsamen und doch völlig unterschiedlichen Frauen ändert sich schlagartig mit dem Einzug des neuen Eigentümers. Monsieur Ozu ist Japaner, dazu ein sehr respektvoller aufmerksamer Beobachter und Menschenfreund. Über seine Enkelin findet er Kontakt zu Paloma, die beim gemeinsamen traditionellen Go-Spiel ihre japanische Aussprache verbessern kann. Madame Michel erfährt durch ihn zum ersten Mal nach vielen, vielen Jahren wieder Aufmerksamkeit und Zuneigung, daß sie es wagt, mehr und mehr ihre Igelstacheln einzufahren und einem Menschen wieder Liebe und Vertrauen zu schenken. Ihr einsames frostiges und verbittertes Herz beginnt zu schmelzen, wie die Zartbitter-Schokolade bei der Lektüre von "Anna Karenina" auf der Zunge. Doch da geschieht ein Unglück ... "Die Eleganz der Madame Michel" nach dem Roman Die Eleganz des Igels: Roman von Muriel Barbery ist die ruhige, unspektakuläre, aber zutiefst menschliche und zu Tränen rührende Verfilmung der jungen Regisseurin Mona Achache über die zufällige Begegnung dreier völlig unterschiedlicher Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen einsam und verloren erscheinen. In respektvollen, achtsamen Begegnungen gelingt es ihnen schließlich, sich gegenseitig Verständnis, Zuneigung und zuletzt neue Liebe zu schenken. Sind wir Menschen nicht alle Igel, die ihre Stachel mehr oder weniger stark ausfahren und brauchen wir nicht alle jemanden, der uns wahrnimmt, schätzt und versteht ... vielleicht sogar liebt? Erst dann können wir es wagen, unsere Stacheln einzufahren und einander zu vertrauen. Dieser Film beinhaltet wunderbare Bilder, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben. So, zum Beispiel das Wiederauftauchen des totgeglaubten Goldfischs in Madame Michels Klosett. Ist er ein Sinnbild dafür, daß sie mit ihrer Wärme und Zuneigung Paloma ein neues Leben geschenkt hat? Aber sehen Sie selbst und lassen sich von den liebenswerten Helden dieses Rührstücks verzaubern. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine graue Maus wagt sich noch einmal aus ihrer Lesekammer,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Eleganz der Madame Michel - Grosse Kinomomente (DVD)
Und das verursacht vor allem der neue japanische Mieter in dem wohlhabenden Haus, in dem sie schon seit einer kleinen Ewigkeit als Concierge arbeitet. Seit dem Tod ihres Mannes vor vielen Jahren hat sie anscheinend nicht mehr viel zu Lachen gehabt, sich selber ziemlich gehen lassen und quasi unsichtbar gemacht. Einzig die Literatur bereitet ihr noch Vergnügen.Der Japaner also, auch schon ein älterer Herr, ebenso verwitwet, aber im Vergleich zur Madam äußerst reich, scheint an der biederen Frau seinen Gefallen gefunden zu haben. Über alle Standesgrenzen hinweg umwirbt er sie. Doch auch Paloma, die 11-jährige Tochter der reichen aber abgedrehten Familie in der Etage darunter ist an der Verwandlung von Madam Michel nicht ganz unbeteiligt. Ihr gelingt es, hinter die Fassade von ihr zu schauen. Selber ist sie aber des Lebens müde und beschließt an ihrem 12. Geburtstag mit gesammelten Tabletten dem Ganzen ein Ende zu bereiten. In ihrem Tagebuch hält sie die Geschehnisse im Haus fest. Sie webt freundschaftliche Band zu Madam Michel, bei der sie sich weit wohler fühlt, als im Kreise ihrer eigenen "Lieben". Die graue Maus kommt aus ihrem Versteck, geht mit dem Japaner essen und besucht seit Jahren mal wieder einen Friseur. Es besteht noch Hoffnung? ..... Was für eine schöne melancholische französische Tragikkomödie. Ein modernes Märchen, welches über alle sozialen Grenzen hinweg eine sich zögerlich entwickelnde Liebesgeschichte entspinnt. Nach vorrübergehenden Anlaufschwierigkeiten zum Beginn des Erzählstrangs gelingt es dem Film, einen gänzlich in die Geschichte hinein zu ziehen, mit den Akteuren mitzufühlen und mitzuleiden. Ja, natürlich ist die Handlung unrealistisch und die Figuren zeigen stereotypische Muster. Aber, möchte man nicht genau das gut gestaltet und umgesetzt im Kino (bzw. auf DVD) sehen? Eine Geschichte, wie man es sich wünscht, dass das Leben es hätte schreiben können (bis auf das Ende natürlich). Josiane Balasko (mir bisher völlig unbekannt) als Madam Michel ist eine Offenbarung. Die Regisseurin zeigt ein Händchen für liebevolle Details. So ist z.B. der Goldfisch, der ab- und wieder auftaucht; eine schöne kleine szenische Metapher am Rande, was auch irgendwie mit der Hauptperson geschieht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Eleganz des Igels,
Rezension bezieht sich auf: Die Eleganz der Madame Michel - Grosse Kinomomente (DVD)
Durch den Blickwinkel eines intelligenten kleinen Mädchens, was mit Selbstmordgedanken spielt, wird in "Die Eleganz der Madame Michel" wunderbar vermittelt, was wirklich wichtig ist im Leben. Der Film nach dem Buch "Die Eleganz des Igels" versprüht den typisch französischen Charme. Ein bisschen verrückt und mit ganz viel Liebe. Schrecklich schön!
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