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Die Elbe
 
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Die Elbe [Gebundene Ausgabe]

Hansjörg Küster
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (19. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406562094
  • ISBN-13: 978-3406562099
  • Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 16,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 263.208 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Hansjörg Küster
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Elbe ist beides - Natur wie Kultur. Hansjörg Küster, renommierter Ökologe und Autor vielbewunderter Bücher über die Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa und die Ostsee, erzählt in diesem reichbebilderten Buch von der Elbe als einem Produkt vieler natürlicher Faktoren und zahlreicher Veränderungen, die vom Menschen ausgingen. Dabei ist nicht nur an Städte und Baudenkmale zu denken, sondern auch an Schleusen, Veränderungen von Flußläufen, Häfen und Mühlwehre. "Elbe", so lehren uns die Sprachwissenschaftler, bedeutet einfach "Fluß". Als kleiner Bach kommt sie aus dem höchsten Mittelgebirge Mitteleuropas, dem nahe der Mitte des Kontinents gelegenen Riesengebirge. Der Bach schwillt rasch an und verläßt das Gebirge schon als ein Fluß. Um von Böhmen nach Sachsen zu gelangen, durchbricht er seltsame Gebirgsformationen, die immer wieder die Künstler inspirierten. In der Elbe spiegeln sich bekannte Burgen und Städte, der Schreckenstein und die Bastei, Dresden, Meißen und Wittenberg. Es gibt berühmte Parklandschaften an ihren Ufern, in Sachsen ebenso wie bei Wörlitz und Dessau. Unterhalb von Magdeburg fand die Elbe im Lauf der Jahrtausende sehr verschiedene Flußverläufe. Nachdem sie schließlich Hamburg, das "Tor zur Welt", passiert hat, geht sie im wahrsten Sinne des Wortes fließend in die Nordsee über - wo genau, läßt sich kaum sagen. Die Elbe hat wichtige Nebenflüsse, die ebenfalls vorgestellt werden, besonders die Moldau mit Prag, die Eger, die Saale mit der Unstrut, die Havel mit der Spree. Zum Elbraum gehört auch Berlin - ohne eine Verbindung zur Elbe hätte diese Stadt ihren raschen neuzeitlichen Aufschwung nicht nehmen können.

Über den Autor

Prof. Dr. rer. nat. Dr. rer. silv. habil. Hansjörg Küster, Jg. 1956, hat Biologie studiert. Nach langjähriger Tätigkeit an der Universität München ist er seit 1998 Professor für Pflanzenökologie am Institut für Geobotanik der Leibniz Universität Hannover. Seine Arbeitsgebiete sind vor allem Grundlagen von Ökologie und Landschaft sowie Landschaftsgeschichte; zu diesen Themen hat er mehrere Bücher geschrieben. Seit 2004 ist er ehrenamtlicher Präsident des Niedersächsischen Heimatbundes.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die 1165 km lang Elbe ist einer der großen europäischen Flüsse. Hansjörg Küster, Professor für Pflanzenökologie am Institut für Geobotanik de Universität Hannover geht in seinem neuen Buch der Geschichte und dem Lauf der Elbe nach, von ihrer Quelle im Riesengebirge, in der Mitte Europas, folgt ihm durch das Böhmische Becken und ihrem Durchbruch durch seltsame Gebirgsformationen auf ihrem Weg nach Sachsen.

Dabei beschreibt er immer wieder die zahllosen Städte an ihren Ufern und deren bewegte Geschichte, dokumentiert detailliert die wirtschaftliche Bedeutung dieses erstaunlichen Flusses für seine Anrainer und sein Umland quer durch die Jahrhunderte und folgt dann dem Weg de Elbe durch die Niederungen bis Dessau, Wörlitz und Magdeburg. Immer wieder in der Geschichte hat der Fluss dort seinen Lauf verändert. Städte und Orte, die früher regen Schiffsverkehr verzeichneten, liegen heute kilometerweit von seinem Ufer entfernt.
Küster folgt dem Fluss durch das ehemalige Grenzgebiet im Wendland nach Hamburg und seinem "Einfließen" in die Nordsee, wo der Übergang vom Fluss zum Meer nicht mehr genau zu orten ist.

Das großzügig verlegte Buch ist angereichert mit etwa 100 farbigen Abbildungen, die in ihrer Gesamtheit einen profunden Eindruck geben von einer wunderbaren Ökologie, die der Fluss über die Jahrtausende um sich herum geschaffen hat und Zeugnis geben von der enormen kulturellen und wirtschaftlichen Kraft, die von einem solchen Fluss ausgehen.
Zahlreiche Abbildungen zeugen von der starken Anziehungskraft, die der Fluss in seinen verschiedenen Stadien und mit seinem Geäst aus wichtigen Nebenflüssen (z.B. der Moldau) für die Künstler verschiedener Epochen hatte.

Ein ausführliches und weiterführendes Literaturverzeichnis lädt ein zur weiteren Beschäftigung mit diesem kerneuropäischen Kultur- und Landschaftsraum.
Wer vor der Lektüre dieses schönen Buches diesen Fluss noch nicht in der Realität erlebt hat, wird spätestens danach es tun, früher oder später.

Ein sehr empfehlenswertes Buch und ein schönes und persönliches Geschenk für zahlreiche Anlässe.
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Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist leider nicht viel mehr als durchschnittlich geworden. Das gilt sowohl im Vergleich zu etwa der "Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa", die ebenfalls von Hansjörg Küster stammt, als auch im Vergleich zu anderen aktuellen Büchern über Flüsse, ganz besonders zum Buch von Bruno P. Kremer über den Rhein:

Während Küster in seiner "Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa" gut strukturiert und aufeinander aufbauend die Entstehung der Landschaften darstellt (und nur die letzten Kapitel deplatziert wirken), wirkt sein Buch über die Elbe wie eine Aneinanderreihung von Kapiteln, die lediglich dem Flusslauf folgt, aber sonst keine innere Verbindung aufweist. In einem Kapitel sind diese, in einem anderen Kapitel jene Aspekte der Elbe oder im Zusammenhang mit der Elbe stehende Aspekte thematisiert; dabei wirken die Kapitel teilweise wie eine Wiederverwertung von Material älterer Bücher - z.B. seiner "Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa" - oder wie Nebenprodukte zu Recherchen zu eben diesen. Das wäre weder schlimm noch ungewöhnlich, wären diese Teile von ihm zu einem neuen Ganzen verbunden worden. Genau daran mangelt es jedoch. Zu selten steht wirklich die Elbe im Mittelpunkt, zu häufig ist das alleinige oder das Hauptaugenmerk auf Landschaftsaspekte entlang der Elbe gerichtet. Nebenaspekte können ein Thema bereichern, ersetzen können sie es nicht. Konkrete Angaben zu Strömungsgeschwindigkeiten, Durchflussmengen, Hoch- und Niedrigwasserwerten zu den einzelnen Flussabschnitten und seinen Zuflüssen fehlen völlig. Zudem hätte man desöfteren gerne Grafiken zum Text, die das Beschriebene veranschaulichen, allein die Landkarte vorne und hintem im Buch reicht meist nicht aus. Auch das Layout ist nicht das eines modernen Sachbuches (ein positives Beispiel wäre wiederum das Rheinbuch von Kremer), sondern eher das einer schlichten Geschichtenerzählung (abgesehen von den grauen Balken besonders im Inhaltsverzeichnis, die aber eher merkwürdig als modern wirken). Das Buch enthält zwar mehrere Fotos, doch scheint der Autor aus einem nicht erkennbaren Grund häufig auf eigene Fotos zurückgegriffen zu haben, die mehr als nur einmal nicht die Anforderungen an eine Buchgrafik erfüllen - z.B. das Foto der zugefrorenen Spree in Kap. 16, das offenbar aus einem fahrenden Zug oder Auto heraus aufgenommen wurde.

Auch in den inhaltlichen Details kann das Buch nicht überzeugen. Dass Küster wie auch in anderen seiner Publikationen vom "Zweiten Deutschen Kaiserreich" u.ä. schreibt, obwohl das kein Eigenname, sondern nur eine Bezeichnung ist und somit nicht groß geschrieben wird, dass er vom "Landkreis Pinneberg" (S. 286) schreibt, obwohl diese Kommunalörperschaften in Schleswig-Holstein "Kreis" heißen, dass er den Mittellandkanal als den wichtigste Kanal Mitteleuropas bezeichnet (S. 159) - es ist der Nord-Ostsee-Kanal, der ebenfalls noch in Mitteleuropa liegt, dass er ungenau schreibt, dass die in der Wilstermarsch gelegene tiefste Landstelle Deutschlands "fast 4 m" unter Meeresspiegel liege (S. 271) - sie liegt 3,5 m u. NN - oder dass nicht gewiss sei, ob die auch wirklich die tiefste Landstelle ist (ebd.), obwohl dies amtlich ist - Küster widerspricht sich übrigens in seiner "Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa" selbst, indem er den Riepster Hammrich mit bis zu 3 m u. NN als die tiefste Landstelle bezeichnet (S. 223 f.), - all das und wirklich viele(!) weitere Kleinigkeiten wird man ihm in einem Buch über die Elbe noch nachsehen können.

Problematisch ist es aber, dass er in einem Buch, dass die Elbe zum Gegenstand hat, die Wortherkunft des Namens "Elbe" auf die Bedeutung "Fluss" - die sprachwissenschaftlich kaum noch vertreten wird - zurückführt und dann eine alternative Herkunft mit der Bedeutung "weiß" - die heute vorwiegend vertreten wird - nennt und beide sich ausschließenden Alternativen zu "weißer Fluss" kombiniert (S. 7), dass er auch bei den Deutungen der Namen einiger Nebenflüsse fragwürdige Ausführungen macht, dass er selbst die Begriffe "Damm" und "Deich" nicht richtig verwendet (er scheint sie synonym zu gebrauchen) und dass Standardfakten fehlen (etwa zum hydrologischen Verhältnis von Havel und Spree oder zur Binnen- und Außenelbe).

Auch scheint dem Autor nicht nur über Einzelneaspekte hinausgehendes historisches Hintergrundwissen zu fehlen, an dessen Stelle häufig falsche Behauptungen und Schlussfolgerungen treten, sondern er scheint zumindest stellenweise auch unsauber gearbeitet zu haben (so wird aus der Relation von 350m zu 100m statt "3,5 Mal so lang" oder "2,5 Mal länger" fälschlicherweise "dreieinhalb Mal länger", S. 68) und das Buch, dass ja 2007 erschien, nicht unbedingt auf den aktuellen Stand gebracht zu haben (so ist oft das Elbehochwasser von 2002 genannt, aber nicht das von 2006) - Anderes, wie die Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe, ereigneten sich dann aber tatsächlich erst nach Erscheinen des Buches.

Insgesamt hat sich der Autor sicherlich Mühe gegeben und auch ein persönliches (und nicht ein nur kommerzielles) Interesse an der Erstellung des Buches gehabt. Er hätte jedoch vernünftigerweise sowohl einen Historiker, als auch einen Sprachwissenschaftler hinzuziehen sollen, um die nun publiken falschen und fragwürdigen Aussagen zu vermeiden. Auch hätte er sich eines der aktuellen Sachbücher über Flüsse zum Vorbild nehmen sollen, um wirklich den Fluss als Gegenstand des Buches zu behandeln und einen roten Faden im Buch zu haben. Die erste Auflage ist leider nicht viel mehr als eine Aneinanderreihung von Einzelthemen, die sich oft nichteinmal direkt auf die Elbe beziehen; insofern besteht außer im Medium und im Preis kein Unterschied zu einer Informationssammlung im Internet, etwa der Wikipedia. Zum Ausleihen aus einer Bibliothek, um einen Überblick zu gewinnen, mag sich das Buch noch eignen; wer hingegen korrekte Details und mehr als bereits jetzt zugängliche Informationen zur Elbe erfahren möchte, sollte auf eine grundlegend verbesserte Auflage warten.
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Jaaaaaaaaaa aber 29. März 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Die Gesamtbewertung des Buches fällt etwas durchzogen aus. Ganz eindeutig kennt der Autor die Elbe, ihre Geschichte und die wichtige Literatur dazu. Vieles was der Autor schreibt ist im wahrsten Sinne erleuchtend. Gute Beispiele dazu sind die vielen Erläuterungen zu Ortsbezeichnungen - plötzlich wird klar warum ein Ort so heisst wie er heisst. Der Autor schneidet sehr viele spannende Themen an, man würde gerne mehr dazu erfahren.
Wieso also ein "JA aber"? Vielerorts versucht der Autor mit vielen Worten zu umschreiben was aus einer kleinen Grafik in sekundenschnelle klar würde. Fotografien reichen hier oft nicht aus um Wesentliches klar zu machen. Natürlich könnte man im Internet schnell die Unklarheiten beseitigen, aber das wäre nicht nötig wenn einige zusätzliche Grafiken eingefügt würden. Wenn jemand die Elbe sehr gut kennt, ist vieles sicherlich viel verständlicher und auch spannender. Für mich als interessierten Ausländer und potenziellen Tourist sind einige der Erklärungen nicht einfach nachzuvollziehen. Nur ein Beispiel: Die ganzen Erläuterungen zu den Urstromtälern wären wesenlich einfacher zu verstehen, wenn diese irgendwo bildlich dargestellt wären. Was ich auch vermisst habe ist ein klares Statement zur Umweltsituation an der Elbe. Vieles wird zwar angesprochen, aber es wird nicht klar wo der Autor wirklich steht.

Kurzes Fazit: Für Jemanden der die Elbe kennt ist dieses Buch sicherlich sehr viel wertvoller als für eine Person die noch nie dort war. Ich werde es jedenfalls mitnehmen und nochmals lesen wenn ich auf dem Elbe-Fahrradweg unterwegs bin. Dann verstehe ich hoffentlich einiges mehr.
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