Dieses Buch wurde aus dem Englischen übersetzt; sowohl seine Stärken wie seine Schwächen hängen mit seiner Herkunft zusammen.
Insgesamt überwiegen die Stärken: Es handelt sich um eine im besten Sinne populärwissenschaftliche Darstellung in guter angelsächsischer Tradition: allgemeinverständlich, aber fundiert, übersichtlich und reich bebildert. Eine Menge Themen werden behandelt: die Forschungsgeschichte, die Entstehung der Eiszeiten, ihr wechselvolles Klima, die Tierwelt und die Menschen jener Zeit, das Ende der Eiszeit und ein Ausblick auf die Zukunft des Klimas. Wer einen Überblick über die Eiszeit sucht - die so anders war als heute und uns doch immer noch prägt, ja die eigentlich noch nicht vorbei ist - der ist mit diesem Buch gut bedient.
Die Schwächen sind für mich zum einen, daß hauptsächlich - aber keineswegs ausschließlich - Nordamerika und Großbritannien im Blickfeld sind. (Der Ärmelkanal scheint eben immer noch breiter zu sein als der Atlantik.) Zum anderen ist da die ungelenke Sprache, die wahrscheinlich mit der Übersetzung zu tun hat. Sie erschwert das Lesen doch sehr. (Beispiel: "Untersuchungen der in französischen und deutschen Höhlen entdeckten Blasinstrumente, die man als Flöten klassifizieren könnte, ergaben, dass diese eine ausgeklügelte Konstruktion besitzen.")