Ich hatte mich auf einen spannenden nordischen Krimi eingestellt. Leider wurde ich enttäuscht. Die Story ist an sich gut, leider verliert sich die Autorin in Details und ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: sie wiederholt sich.
Zusätzlich fand ich es irritierend, das es Sprünge zu neuen Figuren oder bereits bekannten Figuren gab, dies zwar klar erkennbar war, aber man erst überlegen musste, ob man bei einer neuen Person oder bereits bekannten ist. Dies hat ab und zu meinen Lesefluss unterbrochen, v.a. wenn man einen Tag später weiterliest und erst nachblättern muss, wo man denn nun genau war, also bei welcher Person. Im nachhinein habe ich bei einer groben Hochrechnung 16 Personen gezählt (auf die die Autorin eingeht), es sind aber definitiv mehr! und das ist auf 396 Seiten manchmal etwas verwirrend; Bsp: am Ende des Buches taucht eine Person auf, die (meiner Meinung nach) eine Randperson ist und nur am Anfang kurz erschien. Ich wusste nichts mehr mit dieser Person anzufangen und fragte mich: Wer, wo, was, woher? Irgendwann dämmerte es mir und durchs Vorblättern bestätigte sich meine Annahme, das ich von der Person ja schon gelesen hatte....
Auch hatte ich nach dreiviertel des Buches kaum noch Lust gehabt. Dort hat man dann erst erfahren, wie manche der zig Personen zusammenhängen könnten und danach kam die Auflösung (Wiederholung, Vertiefung der Annahmen), wie wer mit wem nun tatsächlich zusammenhängt.
Wenn ich das Buch in der skandinavischen Krimilandschaft einem Ranking unterziehen sollte, würde dieses im unteren Drittel landen.