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Die Eisphinx / Die Abenteuer des Arthur Gordon Pym: Zwei Romane in einem Band [Taschenbuch]

Jules Verne , Edgar Allan Poe
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

16. Oktober 2007
Der sechzehnjährige Arthur Gordon Pym versteckt sich im Laderaum eines Walfängers, als er seinem Freund auf einer Seereise folgen will. Eingeschlossen in der Dunkelheit, ohne Wasser und Proviant, verliert Arthur fast den Verstand, bis sein Freund ihn entdeckt. Doch an Bord des Schiffes beginnt für ihn nun eine weitaus gefahrvollere Reise, die ihn bis ans Ende der Welt führt und sogar darüber hinaus.Die Geschichte um Arthur G. Pym gilt als E. A. Poes stilles Meisterwerk. Sie wurde später von Jules Verne in gekonnter Form fortgesetzt. Nun gibt es die Romane erstmals in einem Band.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 592 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 1 (16. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404157885
  • ISBN-13: 978-3404157884
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 636.794 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Klappentext

Der sechzehnjährige Arthur Gordon Pym versteckt sich im Laderaum eines Walfängers, als er seinem Freund auf einer Seereise folgen will. Eingeschlossen in der Dunkelheit, ohne Wasser und Proviant, verliert Arthur fast den Verstand, bis sein Freund ihn entdeckt. Doch an Bord des Schiffes beginnt für ihn nun eine weitaus gefahrvollere Reise, die ihn bis ans Ende der Welt führt und sogar darüber hinaus. Die Geschichte um Arthur G. Pym gilt als E.A. Poes stilles Meisterwerk. Sie wurde später von Jules Verne in gekonnter Form fortgesetzt. Nun gibt es die Romane erstmals in einem Band.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lektorat und Übersetzung haben viel ruiniert 24. Januar 2010
Von Albert Knorr TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Eine sehr nette Idee, den Roman eines anderen Autors weiterzuschreiben. Das hat sich wohl auch Jules Verne gedacht, nachdem er DIE ABENTEUER DES A. G. PYM von Edgar Allan Poe gelesen hatte. Jules Vernes EISSPHINX ist als direkte Fortsetzung zu verstehen.

Praktischerweise hat Lübbe beide Werke in einem Taschenbuch (1. Auflage: Nov. 2007) veröffentlicht. Dummerweise hat man bei Lektorat und Übersetzung dermaßen gespart, dass einem die EISSPHINX stellenweise die Tränen in die Augen treibt. Jules Verne rotiert vermutlich im Grab und wartet nur darauf, das Lektorenduo in die Finger zu bekommen :-)

Besonders hervorheben möchte ich die Verwechslung von Seegurken und Seekühen, die umso dümmer ist, weil im Teil von Edgar Allan Poe noch korrekterweise von Seegurken gesprochen wird. D.h. hätten sich die beiden Lektoren die Mühe gemacht, den Anfang der Geschichte zu lesen, wäre ihnen wohl kaum so ein peinlicher Fehler im zweiten Teil passiert. So allerdings muss sich der Leser entscheiden, ob er herzhaft mitlacht, wenn Gurken mit Kühen verwechselt werden, oder ob er sich nur noch ärgert.

Die über eine Tonne! schweren Seekühe werden über viele Buchseiten hinweg wie ein Running Gag eingestreut: kistenweise! werden sie am Strand eingesammelt, der Länge nach aufgeschlitzt, ausgenommen und zum Trocknen mal schnell für ein paar Stunden im Sand vergraben... Und der Leser mit Grundschulabschluss fragt sich: Wie zum Teufel machen die das mit diesen Riesenviechern? :-)))

Auch der Begriff Amphibien erhält eine völlig neue Bedeutung - ich will dem humorvollen Leser aber nicht die Vorfreude verderben.

Abgesehen davon sind die beiden Geschichten wirklich gut und geben einen wunderbaren Einblick in eine Zeit, als Seefahrt noch harte Knochenarbeit war und jede längere Seereise ein nicht unerhebliches Risiko barg. Zwischendurch langweilen zu oft bemühte Angaben über Längen- und Breitengrade, aber größtenteils herrscht echte Spannung vor! Die Erzählweise ist sehr real und lässt wunderbare Bilder beim Leser entstehen. (Ich meine jetzt nicht die eingesammelten Seekühe.)

Schade finde ich, dass die Enden beider Geschichten nicht wirklich befriedigen können. Im Prinzip ist Jules Verne auch nicht gelungen, was er bei Edgar A. Poe vermisst hat. Die Eissphinx hat zwar ein besseres Ende, aber perfekt ist es auch nicht.

Fazit: Die vollständige Neubearbeitung der Eissphinx (Grundlage war die Ausgabe von 1898) ist gründlich misslungen. Es bleibt zu hoffen, dass sich künftig bessere Lektoren dieser spannenden Texte annehmen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung im Doppelpack 19. Oktober 2007
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein interessantes Projekt: Edgar Allan Poes Meisterwerk "Die Abenteuer des Arthur Gordon Pym" gemeinsam mit Jules Vernes "Die Eissphinx" vereint. Das Buchprojekt stellt so eine Fusion harmonierender Ideen dar. Poes Geschichte einer Odyssee zur See, geheimnisvoll, das Übernatürliche suggerierend, hatte Verne in den Bann gezogen. Der Amerikaner Poe, der zu seinen Lebzeiten in den Staaten als Außenseiter galt, der am Rande des Existenzminimums lebte, war in Frankreich wohlbekannt. Dies hatte er Charles Baudelaire zu verdanken, der viele Geschichten in das Französische übersetzte. Baudelaire der sich gut in das Wesen und die Technik der neuen Erzählgattung Poes hineinversetzten konnte, brachte so frischen Wind in die damals neuere französische Literatur. Etwas später wird Verne bekennen, dass die Kriminalgeschichte "Der entwendete Brief", die abenteuerliche Kurzgeschichte "Der Goldkäfer" (dessen geheimnisvolles Kryptogramm ihn besonders faszinierte) und der Roman "Die Abenteuer des Arthur Gordon Pym" sein Interesse geweckt hatte. In seiner letzten Lebensphase, in der Literatur als die der Rückbesinnung bezeichnet, nimmt Verne den Faden von Pym wieder auf. 1897 erscheint seine "Eissphinx". Aber es ist nicht nur einer Fortsetzung, Verne setzt sich mit den Thesen Poes auseinander, eigentlich auch mit seienr Weltanschauung. Das er dabei geschickt mit den "Werkzeugen" Poes umgeht, um dessen Gratwanderung zwischen Realität und Mythos, zwischen Leben und Tod nachzuempfinden, zeigt die zielsicherichere Hand Vernes, Erprobtes und Bewährtes einfließen zu lassen.

Durch die Zusammenstellung der Romane halte ich Buch für besonders empfehlenswert. Leider vermisste ich erläuternde Hintergründe oder ein Vorwort des Herausgebers. Da man durch die Nutzung alter Übersetzungen ein preiswertes Buch anbieten kann, sorgt dies vielleicht dafür, dass auch die jüngere Leserschaft schneller zu dieser Lektüre greift. Warum der Titel sich allerdings mit einer Illustration eines fremden Romans schmückt (Mistress Branican von Verne) wird wohl, genauso wie die nicht angegebenen Quelle der Illustration, ein Geheimnis des Verlags und dessen Gestalter bleiben.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Florian Hilleberg TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Mit gut 200 Seiten gehört der unvollendete Roman Poes zu den umfangreichsten Werken des Autors. Die Reise entwickelt sich zu einer waghalsigen Odyssee, die erst im Südpolarmeer ihren Höhepunkt erreicht und dort plötzlich und unerwartet abbricht. Am spannendsten Punkt, als Arthur Gordon Pym und sein Gefährte Dirk Peters hinter dichten, weißen Nebelschwaden eine riesenhafte, menschliche Gestalt wahrnehmen, endet der Roman. Edgar Allan Poe war sich wohl selbst nicht schlüssig, welchen Verlauf die Geschichte nehmen sollte und ließ den Bericht mit dem lapidaren Hinweis abbrechen, dass Arthur Gordon Pym verstorben sei, bevor er die letzten drei Kapitel seines Reiseberichts abliefern konnte. Der Roman wurde bis zu dem verunglückten Ende unheimlich dicht und spannend erzählt und gehört sicherlich zu den düstersten Erzählungen des Autors. Die erste Hälfte ist zwar sehr abenteuerlich, aber durchaus authentisch. Der Überlebenskampf der Gefährten auf hoher See nimmt einen beklemmenden Verlauf, wenn die Freunde untereinander auslosen, wer von ihnen geopfert werden soll, um den anderen als Nahrung zu dienen. Nicht minder schaurig ist die Begegnung mit einem havarierten Schiff, dessen Besatzung einem Unglück zum Opfer gefallen ist:
In der zweiten Hälfte werden die Überlebenden der Grampus von der englischen Brigg Jane aufgelesen, deren Kapitän William Guy, die Schiffbrüchigen herzlich willkommen heißt. Arthur Gordon Pym und Dirk Peters schließen sich der Besatzung an. Mit dem Anlaufen einer Inselgruppe im Südpolarmeer betritt Edgar Allan Poe wahrhaft fantastische Gefilde, denn die Inseln sind von schwarzhäutigen Eingeborenen bewohnt, die einen sonderbaren Abscheu gegenüber alles Weißem hegen. Bei der Begegnung eines riesigen Polarbären sei dem Autor seine dichterische Freiheit verziehen, denn in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, in dem die Antarktis, so gut wie kaum erforscht war, dürfte noch nicht bekannt gewesen sein, dass Eisbären lediglich am Nordpol vorkommen.
Des Weiteren seien dem Autor einige Ungereimtheiten und Kapriolen in der Handlung verziehen, denn nach dem Kampf mit den Meuterern an Bord der Grampus, ist von Pyms treuem Hund Tiger keine Rede mehr. Mit keinem Wort erwähnt Poe, ob das Tier bei einem Unwetter ums Leben kam, oder anderweitig getötet wurde. Dass der Hund das Zeitliche segnete kann aber mit Sicherheit angenommen werden, den andernfalls hätte man bestimmt erst den Hund geschlachtet und verzehrt, bevor man einen Kameraden opfert. Ein Spießrutenlauf gepflegter Langweile ist Kapitel 16, gottlob in der hier besprochenen Ausgabe nur 6 Seiten lang. In diesem Kapitel fühlt sich der Verfasser genötigt vorrangegangene Expeditionen ins Südpolarmeer mit den exakten geografischen Koordinaten zu beschreiben.
Der offene unvollendete Schluss der unheimlichen Reise des Arthur Gordon Pym inspirierte viele namhafte Schriftsteller zu Fortsetzungen und eigenen Erzählungen. Die bekanntesten Epigonen dürften H.P. Lovecraft und Jules Verne sein. Ersterer verfasste nach den Motiven von Edgar Allen Poes Roman seine umfangreiche Erzählung 'Berge des Wahnsinns', während Jules Verne in seinem Werk 'Eissphinx' eine direkte Fortsetzung verfasste.
Die Geschichten von Edgar Allen Poe, insbesondere 'Die Abenteuer des Arthur Gordon Pym' übten auf Jules Verne eine ungebrochene Anziehungskraft aus und schlägt sich in vielen seiner eigenen Erzählungen nieder. Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis Verne zu der unvollendeten Novelle Poes eine eigenen Fortsetzung schrieb. Dass er diese allerdings gewinnbringend publizierte war dem Verlag Poes ein arger Dorn im Auge und es kursieren die Gerüchte, dass Verne keinen einzigen Franc für sein Werk 'Die Eissphinx' gesehen hat. Die Geschichte beginnt auf den Kerguelen, die auch Pym besuchte und die Halbrane läuft im Zuge ihrer Expedition die gleichen Stationen an, wie einst Poes tragischer Held mit der Jane. Im Gegensatz zum Roman von Edgar Poe legt Jules Verne gesteigerten Wert auf wörtliche Rede, was die Geschichte stellenweise lebendiger gestaltet, doch die subtile Spannung, die Horrorelemente, die Poes Novelle auszeichnen, sucht man in 'Die Eissphinx' vergebens. Auch Verne beschäftigte sich gern mit Breiten- und Längengraden, verfällt aber nie in derart exzessive Beschreibungen, wie sein amerikanisches Idol. Sehr viel dichterische Freiheit erlaubt sich Verne, als er auf der zerstörten Insel Tsalul die Besatzung der Halbrane das Halsband von Pyms Hun Tiger finden lässt. Wie oben bereits erwähnt, ist es völlig unlogisch, dass der Hund so lange überlebt hat, und a) mit keinem Wort von Pym erwähnt wird, und b) nicht an Parkers statt geschlachtet und verspeist wurde.
Doch die Beziehungen und Intrigen unter den Seeleuten der Halbrane und den neu angeheuerten Matrosen auf den Falklandinseln machen aus diesem späteren Roman Vernes einen durchaus spannenden Seefahrer-Epos, dem es allerdings nicht besser gelingt, für Poes offenes Ende einen zufriedenstellenden Schluss zu finden.
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