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Produktinformation
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Ihre frühere Tätigkeit bei einem Tierpräparator macht sie dort richtig interessant. Als sie eines Tages den Maler mit den schlechten Manieren beim Tratschen "zum Teufel" wünscht und er dann prompt mit Herzschwäche vom Gerüst fällt, hat sie die uneingeschränkte Aufmerksamkeit aller Frauen in ihrer Straße. Vielleicht könnte sie mit ihren vielseitigen Begabungen der einen oder anderen hilfreich zur Hand gehen.
An Aufträgen mangelt es Sophie in Zukunft nicht, und niemand außer ihrem mürrischen Ehemann fragt danach, ob sie Lesen und Schreiben kann. Die Eisheilige ist ein sehr unterhaltsamer, kurzweiliger Roman, voller Witz, Bosheit und augenzwinkerndem Hintersinn. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Nach der Anprobe eines neuen Stückes aus Sophies Hand sitzen Frau Weinzierl und Sophie bei einer Tasse Kaffee und beobachten durchs Fenster, wie ein Handwerker vom Gerüst aus auf Frau Weinzierls geliebte Rosen uriniert. Als der Handwerker nach dem empörten Aufschrei Frau Weinzierls und Sophies 'Der Teufel soll ihn holen' kurze Zeit später vom Gerüst fällt, ist der Grundstein für das Gerücht gelegt, Sophie habe noch ein weiteres ungewöhnliches Talent: Sie könne Leute in den Tod wünschen.
So beginnt eine Serie von Todesfällen im Umkreis von Sophie. Mit der steigenden Sterberate im Viertel kocht die Gerüchtesuppe immer höher, Rachegelüste und kleinbürgerliche Eitelkeiten fachen die Verdächtigungen noch an. Am Ende löst sich manches auf, nicht alles wird klar und schon gar nicht werden alle Bösen bestraft.
Susanne Mischkes vierter Roman ist ein spannender, in Darmstadt angesiedelten Krimi, der wunderbar boshaft und abgründig ist. Die wie in einem Gesellschaftsstück überzeichneten Charaktere (der freche grünschnäblige Anwalt, die abgebrüht geschwätzigen Nachbarinnen, der wortkarge Jäger und Bruder von Sophie) liefern sich zudem witzige und hintersinnige Dialoge.
In den verschiedenen Handlungsfäden, die das Buch parallel durchziehen, läßt sie ihre Figuren stets bis an den Rand des nächsten Abgrundes rennen und gewährt dem gebannten Leser einen kurzen Blick über die Kante, um im folgenden Absatz einen früher ebenso fallengelassenen Faden aufzugreifen und dort seelenruhig weiterzuerzählen. Diese Masche ist durchschaubar und erinnert ein wenig ans Vorabendprogramm, man kann sich der spannungssteigernden Wirkung aber nicht entziehen und bleibt gefesselt bis zum Schluß - übrigens auch dann, wenn man zu den Leuten gehört, die bei Krimis immer erst die letzte Seite lesen.
Ein ironischer Blick auf das, was sich hinter der gepflegten Vorstadtidylle verbirgt. Prügelnde Männer, Transvestiten, Analphabetismus, Esoterik, es scheint, als habe die Autorin sich ein bisschen viel für ein Buch vorgenommen. Und doch passt alles zusammen. Ein sehr unterhaltsamer deutscher Krimi, der mal nicht bedeutungsschwer daher kommt, sondern einfach Spaß macht.
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