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Ihre frühere Tätigkeit bei einem Tierpräparator macht sie dort richtig interessant. Als sie eines Tages den Maler mit den schlechten Manieren beim Tratschen "zum Teufel" wünscht und er dann prompt mit Herzschwäche vom Gerüst fällt, hat sie die uneingeschränkte Aufmerksamkeit aller Frauen in ihrer Straße. Vielleicht könnte sie mit ihren vielseitigen Begabungen der einen oder anderen hilfreich zur Hand gehen.
An Aufträgen mangelt es Sophie in Zukunft nicht, und niemand außer ihrem mürrischen Ehemann fragt danach, ob sie Lesen und Schreiben kann. Die Eisheilige ist ein sehr unterhaltsamer, kurzweiliger Roman, voller Witz, Bosheit und augenzwinkerndem Hintersinn. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vorsicht ihr Darmstaedter!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Eisheilige: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sophie Kamprath ist eine unauffällige junge Frau, die das bemerkenswerte Talent hat, als Scheinderin nicht nur kunstfertig mit Nadel und Faden umgehen zu können, sondern auch die optimalen Stoffe, Farben und schmeichelnden Schnitte auszuwählen. Die Nachbarschaftsdamen, für die sie näht, wollen ihre neuen Kleider am liebsten gar nicht mehr ablegen. Nach der Anprobe eines neuen Stückes aus Sophies Hand sitzen Frau Weinzierl und Sophie bei einer Tasse Kaffee und beobachten durchs Fenster, wie ein Handwerker vom Gerüst aus auf Frau Weinzierls geliebte Rosen uriniert. Als der Handwerker nach dem empörten Aufschrei Frau Weinzierls und Sophies 'Der Teufel soll ihn holen' kurze Zeit später vom Gerüst fällt, ist der Grundstein für das Gerücht gelegt, Sophie habe noch ein weiteres ungewöhnliches Talent: Sie könne Leute in den Tod wünschen. So beginnt eine Serie von Todesfällen im Umkreis von Sophie. Mit der steigenden Sterberate im Viertel kocht die Gerüchtesuppe immer höher, Rachegelüste und kleinbürgerliche Eitelkeiten fachen die Verdächtigungen noch an. Am Ende löst sich manches auf, nicht alles wird klar und schon gar nicht werden alle Bösen bestraft. Susanne Mischkes vierter Roman ist ein spannender, in Darmstadt angesiedelten Krimi, der wunderbar boshaft und abgründig ist. Die wie in einem Gesellschaftsstück überzeichneten Charaktere (der freche grünschnäblige Anwalt, die abgebrüht geschwätzigen Nachbarinnen, der wortkarge Jäger und Bruder von Sophie) liefern sich zudem witzige und hintersinnige Dialoge. In den verschiedenen Handlungsfäden, die das Buch parallel durchziehen, läßt sie ihre Figuren stets bis an den Rand des nächsten Abgrundes rennen und gewährt dem gebannten Leser einen kurzen Blick über die Kante, um im folgenden Absatz einen früher ebenso fallengelassenen Faden aufzugreifen und dort seelenruhig weiterzuerzählen. Diese Masche ist durchschaubar und erinnert ein wenig ans Vorabendprogramm, man kann sich der spannungssteigernden Wirkung aber nicht entziehen und bleibt gefesselt bis zum Schluß - übrigens auch dann, wenn man zu den Leuten gehört, die bei Krimis immer erst die letzte Seite lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schwarzer Humor aus Deutschland,
Von Sabrina (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Eisheilige: Roman (Taschenbuch)
Sophie Kamprath ist eine graue Maus. Sie geht kaum aus, hat außer zu ihrem Mann zu niemandem Kontakt und hat ständig Angst, dass jemand hinter ihr Geheimnis kommt: Sie ist Analphabetin. Doch dann lässt die Nachbarin sich von ihr ein Kleid schneidern, und als bei der Anprobe gegenüber der unverschämte Maler vom Gerüst fällt, nachdem Sophie ihn zum Teufel gewünscht hat, spricht sich schnell herum, dass Sophie Leuten den Tod wünschen kann. Bald will der eine die Schwiegermutter, der andere den untreuen Ehegatten aus dem Weg geräumt haben und mit jedem Todesfall steigt Sophies Ansehen in der Stadt. Doch dann verschwindet ihr Mann und nicht nur die Nachbarschaft interessiert sich dafür.Ein ironischer Blick auf das, was sich hinter der gepflegten Vorstadtidylle verbirgt. Prügelnde Männer, Transvestiten, Analphabetismus, Esoterik, es scheint, als habe die Autorin sich ein bisschen viel für ein Buch vorgenommen. Und doch passt alles zusammen. Ein sehr unterhaltsamer deutscher Krimi, der mal nicht bedeutungsschwer daher kommt, sondern einfach Spaß macht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Böse, böse, hihihi,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Eisheilige: Roman (Taschenbuch)
Sophie Kamprath ist 32 und mit einem deutlich älteren Mann verheiratet, der sie gerne demütigt. Sophie ist Analphabetin und schüchtern, traut sich nicht, andere Menschen anzusprechen. Ihre Nachbarin Frau Weinzierl hat sie gefragt, wo sie ihre Kleidung kauft, und Sophie hat ihr verraten, dass sie sie selbst näht. Frau Weinzierl lässt bei Sophie ein Kleid nähen. Als sie bei ihr auf dem Balkon Kaffee trinken, tut ein Handwerker an Frau Weinzierls Haus etwas Ungezogenes und bringt die beiden Frauen gegen sich auf. Sophie wünscht den Mann zum Teufel - und der stürzt vom Gerüst und bricht sich den Hals. Bald kommen andere Nachbarinnen zu ihr und erzählen ihr von verhassten Personen, die dann rasch eines mehr oder weniger natürlichen Todes sterben... Das bringt Sophie Bewunderung, aber auch Misstrauen ein.
Die Geschichte ist toll erzählt. Auf manche Dinge hätte die Autorin ruhig etwas umfangreicher eingehen können, zum Beispiel auf die charakterliche Entwicklung Sophies, die sie allein aus der Bewunderung ihrer Nachbarinnen zieht, und auf die Bindung zu ihrem Bruder. Allerdings ist der Handlungsablauf so auch rasanter. Man mag die Figuren, auch wenn sie teils etwas klischeehaft wirken. Natürlich sind die Zufälle enorm, aber durch den etwas magischen Ansatz der Geschichte (der übrigens gegen Ende würzig gelöst wird) passt das ins Bild. Ich hatte das Buch in einem Nachmittag durch, das spricht für sich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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