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Die Einsamkeit der Primzahlen
 
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Die Einsamkeit der Primzahlen [Hörbuch-Download]

von Paolo Giordano (Autor), Daniel Brühl (Erzähler)
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (96 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 5 Stunden und 7 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Gekürzte Ausgabe
  • Verlag: Random House Audio, Deutschland
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 29. September 2011
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B005QQ2HUY
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (96 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

Ein einziger Tag in ihrer Kindheit, so scheint es, hat über ihr ganzes Leben entschieden. An einem solchen Tag verlor Alice für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem halsstarrigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal, für wenige Stunden, missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart.

Sieben Jahre später lernen Mattia und Alice sich auf dem Gymnasium kennen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist der einzige Mensch, dem Mattia wenigstens einmal seinen Schmerz zu offenbaren wagt. Und umgekehrt würde sie nie einen anderen als ihn bitten, das Tattoo von ihrer Haut zu entfernen, mit dem sie ihre inneren Wunden gleichsam übermalen wollte. Doch mit den Jahren werden die Hindernisse, die die beiden einander unbewusst in den Weg legen, höher und höher. Bis sie sich entscheiden müssen.

In einer ebenso klaren wie poetisch-eindringlichen Sprache erzählt Paolo Giordano die Geschichte von Alice und Mattia, die wie Primzahlzwillinge nahe beieinanderstehen und doch immer durch eine Winzigkeit getrennt bleiben. Komplexe Seelenzustände schildert er so genau, dass sie fassbar werden und uns tief berühren. Paolo Giordano findet unvergessliche Bilder für die verschlungenen Wege, auf denen die Dramen der Kindheit in uns fortwirken. Seine Prosa verwandelt auf magische Weise Schmerz in Trost.

Ausgezeichnet mit Italiens renommiertestem Literaturpreis - dem "Premio Strega". Mit 26 Jahren ist Paolo Giordano der jüngste Gewinner aller Zeiten.

©2009 Karl Blessing Verlag; (P)2011 Random House Audio

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
86 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Zwei junge Menschen sind gezeichnet von einschneidenen, traumatischen Erlebnissen der Kindheit: hier geht es jedoch nicht um die Suche nach dem oder den Schuldigen sondern eher darum, dass und wie jeder seine Bürde zu tragen hat. Die zunächst getrennten Schicksale der beiden Protagonisten Mattia (er) und Alice (sie) nähern sich allmählich aneinander, kreisen umeinander, um sich dann wieder zu trennen - doch eine unsichtbare, fragile Verbindung bleibt bestehen, über die Zeit, über den Raum.
Vom Schmerz, einzeln zu sein und einzeln zu bleiben - wie die Primzahlen - handelt dieser Roman, der mit seiner im poetischen Sinne einfachen Sprache so leicht daherkommt und doch zugleich eine Metapher ist für das menschliche Schicksal im Allgemeinen. Man fragt sich unweigerlich, wie ein so junger Autor so viel vom Leben wissen kann?
Ein Kompliment auch für die Übersetzung, die dem italienischen Original in nichts nachsteht.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
56 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Viele offene Fragen 14. Dezember 2009
Von Palma K.
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn man sich die bisher hier vertretenen Positionen so anschaut, gewinnt man den Eindruck, dass Paolo Giordano mit seinem Roman polarisiert: Man liebt ihn oder man langweilt sich. Vielleicht hilft es manchen Unentschlossenen ja weiter, wenn jemand, der weder enttäuscht noch euphorisch ist, eine Stellungnahme abgibt...

Die Einsamkeit der Primzahlen schildert zwei junge (später nicht mehr ganz so junge) Menschen in einer psychischen Ausnahmesituation auf sehr eindringliche Weise. Die Sprache besticht durch Schlichtheit, der Aufbau ist chronologisch mit mehreren Zeitsprüngen. Dem gegenüber steht die komplexe Thematik von Schuld. Verletzung, Einsamkeit, Magersucht. Insgesamt ist es ein Buch, über das man länger nachdenkt als man darin liest (was ja positiv ist).
Gerade weil hier ernste Themen so aufmerksam geschildert werden, ist es allerdings ein bisschen irritierend, dass man manchmal das Gefühl hat, wichtige Erklärungen blieben einem vorenthalten. Sich zu fragen, ob es im Italien der 80er Jahre üblich war, schwer behinderte Kinder (das fragliche Mädchen kann nicht sprechen und kaum auf seine Umwelt reagiern) einfach in die Grundschule zu schicken, kann schlicht auf eigene Wissenslücken hindeuten. Warum aber ein gehbindertes Mädchen am Sportunterricht teilnimmt, ist schon weniger einfach wegzuerklären. Und wieso hat sie eigentlich ein steifes Knie, aber eine Operationsnarbe an der Hüfte? Und, was den Protagonisten Mattia angeht: Wieso kommt seine ganze, von gravierenden Selbstverletzungen geprägte Jugend über niemand- weder Eltern, noch Lehrer, noch Ärzte- auf die Idee, ihn mal zu einem Therapeuten zu schicken?
Oder ist das vielleicht passiert, und wir erfahren es nur nicht? Zwischen den detailgetreu geschilderten Episoden lässt der Autor nämlich große Lücken. Nur selten bekommt man einen Hinweis darauf, was in der Zwischenzeit passiert ist, und diese spärlichen Informationen kommen irgendwie nicht gegen den Eindruck an, dass die Geschichte zwischendurch einfach still steht. Alices Mann, ein Arzt, bekommt zum Beispiel schon beim ersten Date einen mehr als deutlichen Hinweis auf ihre Magersucht, ist aber erst im nächsten Abschnitt (einige Jahre später) bereit darauf zu reagieren.
Abgesehen von den offenen Fragen ist es vor allem das Verhältnis zwischen den Hauptpersonen, das meine Begeisterung für das Buch etwas dämpft. Für sich genommen erscheinen Mattia und Alice als glaubwürdige Charaktere, einsam und abgeschieden von den anderen (und das übrigens von Anfang an). Was sie dagegen aneinander finden, erschließt sich nicht wirklich. Mattia hängt zwar seinen Gedanken zufolge an Alice, in ihrer Gegenwart erscheint er aber immer genervt und abwesend. Und sie hält die Beziehung trotz ständiger Ablehnung seinerseits aufrecht, kommt aber in zehn Jahren nicht auf die Idee, herauszufinden, was ihn zu seiner Selbstverstümmelung treibt? Mit anderen Worten: Was die beiden Protagonisten trennt, ist deutlich genug, was sie zusammenhält bleibt im Dunkeln- und erweist sich am Ende auch als nicht besonders stabil.

Mein Fazit: Ein Buch, das berührt und nachdenklich macht, in mancher Hinsicht aber noch nicht ganz überzeugen kann.
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49 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Nordsee TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich weiß, man soll ja eigentlich nicht vergleichen, denn alle Vergleichen hinken irgendwie. Aber ich muss trotzdem sagen, dass dieses Buch so etwas wie eine moderne Version der "Sturmhöhe" für mich ist. Charaktere und Handlung sind völlig unterschiedlich, aber diese bittere Tragik der Liebe zweier Menschen, die nicht zusammen finden, habe ich zuletzt so toll und nachfühlbar in der Sturmhöhe von Emily Bronte gelesen.

Alice und Mattia haben beide schwere Schicksalschläge in der Kindheit hinnehmen müssen, die die beiden für den Rest ihres Lebens zeichnen und zu Außenseitern machen. Sie fühlen sich, wahrscheinlich gerade deswegen, zueinander hingezogen, aber auch genau das ist es, was die beiden voneinander trennt.
Die Sprache dieses Buches ist großartig! Schon von der allerersten Seite an, ist man mitten in der Geschichte drin:
"Alice Della Rocca hasste die Skischule. Sie hasste den Wecker, der auch in den Weihnachtsferien morges früh um halb acht klingelte, und ebenso ihren Vater, der ihr beim Frühstücken zusah und dabei nervös mit einem Bein wippte, wie um zu sagen: Los, beeil dich endlich. Sie hasste die Strumpfhose, die an den Oberschenkeln kratzte, die Skihandschuhe, in denen sie die Finger nicht bewegen konnten, den Helm, der ihre Wangen zusammenkniff und dessen Metallschnalle sich in ihren Unterkiefer bohrte, und vor allem diese Skischuhe, die viel zu eng waren und in denen sie wie ein Gorilla lief."
Die beiden Hautprotagonisten bleiben keine blassen Figuren zwischen den Seiten sondern werden zu Menschen, die man wirklich zu kennen glaubt. Man leidet mit ihnen und kann das Buch nicht aus der Hand legen. Aber nicht falsch verstehen: hier handelt es sich nicht um ein deprimierendes Drama, bei dem man am Ende heult. Es ist traurig, lustig, hoffnungsvoll und tragisch zugleich - wie das wirkliche Leben eben.
Da ich sehr viel lese, kaufe ich mir meistens Taschenbücher. In diesem Fall habe ich eine Ausnahme gemacht und es absolut nicht bereut. Dieses Buch kann man ohne Probleme noch einmal lesen. Wer auf der Suche nach einem Geschenk ist, kann mit diesem Buch nichts falsch machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendjemandem nicht gefallen könnte.
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Die neuesten Kundenrezensionen
eindringliche Charakterstudie
ACHTUNG: HIER WIRD ÜBER DEN SCHLUSS DES BUCHES GESCHRIEBEN. wer den noch nicht wissen will, bitte nicht lesen!!! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Matoaka veröffentlicht
Das Leben ist zu kurz, um daran zugrunde zu gehen ...
Giordano beschreibt in seinem Roman "Die Einsamkeit der Primzahlen" 2 Menschen, die in jungen Jahren Schicksalsschlaege erleiden muessen, die sie fuer den Rest ihres Lebens... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von faustino888 veröffentlicht
Von der Unmöglichkeit der Zweisamkeit
Paolo Giordano, Doktorand der Physik, schrieb mit 26 Jahren seinen Debütroman, der von da an die Bestsellerlisten beherrschte und Kritik und Leser begeisterte. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Dieter Drewitz veröffentlicht
Der springende Punkt fehlt
Inhalt
Nur ein Tag, eine einzige Entscheidung und dein ganzes Leben steuert plötzlich auf einen ganz neuen Punkt zu. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Sarah Pritzel veröffentlicht
Literarische Delikatesse
Nachdenklich schließe ich nach Seite 363 das Buch. 363 ist die Zahl für die letzte Seite des Buches von Paolo Giordano. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Lexi veröffentlicht
Absolut enttäuschend
Das Buch wurde mir im Laden sehr empfohlen.
Leider hat es mich in keiner Weise unterhalten.
Ich empfand die Geschichte und Protagonisten als grau und deprimierend. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Sonne veröffentlicht
ergreifend. traurig. wunderschön
Wahre Worte sind nicht schön; schöne Worte sind nicht wahr (Laotse). Dies ist keine "schöne Literatur", weil das, was Paolo Giordano beschreibt so gut... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Nightrider veröffentlicht
magog89 MexxBooks
Zwei junge Menschen deren schreckliche Schicksale sie zusammenführen, die sich aus den Augen verlieren und jeder sein Leben gestaltet. Lesen Sie weiter...
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Lesenswerte Melancholie ohne ein Ende
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Sehr lesenswert
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